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Logopäde, Logopädin

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  • Ausbildungsart
    schulische Ausbildung
  • Ausbildungsdauer
    3 Jahre
  • Erwünschter Schulabschluss
    Realschulabschluss
  • Vergütung
    rund 1.130 bis 1.290, wenn du die Ausbildung bei einem Praxispartner machst

Die Ausbildung zum Logopäden ist eine spannende Möglichkeit für alle Menschen, die sich für Sprache, Kommunikation und Gesundheit interessieren und einen Job mit Sinn suchen. Logopädinnen behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen bei Kindern und Erwachsenen. Klingt bisher spannend? Dann schau dir jetzt die Anforderungen, Ausbildungsinhalte, beruflichen Perspektiven und Gehälter an. 

Logopädie in 20 Sekunden

  • Es handelt sich zwar um eine schulische Ausbildung, du kannst diese aber auch bei einem Praxispartner absolvieren, um somit dein gelerntes Wissen direkt anzuwenden
  • Mit einem Hauptschulabschluss kannst du Logopädin werden, du musst nur vorher noch eine zweijährige Ausbildung absolvieren
  • Du bietest als Logopäde verschiedene Therapieformen wie Sprechtherapie oder Hörtherapie an. Der enge Kontakt zu Kindern und Erwachsenen sollte dir also nichts ausmachen
  • Logopädie kann man auch (dual) studieren

Wie sieht der Arbeitsalltag von Logopädinnen aus?

Der Arbeitsalltag von Logopäden variiert natürlich je nach Arbeitsplatz und Spezialisierung. In der Regel arbeiten sie mit Menschen jeden Alters, die Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken oder Verstehen von Sprache haben. Die Arbeit umfasst also eine gründliche Beurteilung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten der Patient:innen sowie unter Umständen auch die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans.

Logopädinnen arbeiten eng mit anderen Fachleuten wie Ärzt:innen, Lehrer:innen und Psycholog:innen zusammen, um die bestmögliche Behandlung für ihre Patient:innen zu gewährleisten. Deshalb kann der Arbeitsalltag auch administrative Aufgaben wie Terminplanung, Dokumentation und Abrechnung umfassen.

Insgesamt gehören viel Einfühlungsvermögen, Geduld und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit dazu, um den Bedürfnissen und Anliegen der Patient:innen gerecht zu werden.

Wie läuft die Ausbildung zum Logopäden ab?

In der Regel wird die Ausbildung zum Logopäden als schulische Ausbildung angeboten. In diesem Fall würdest du 3 Jahre lang die Berufsschule besuchen und zwischendurch praktische Erfahrungen durch kurze Praktika sammeln. 

Nun ist es so, dass man zwar offiziell von einer schulischen Ausbildung spricht, du diese aber auch bei einem Praxispartner absolvieren kannst. In diesem Fall wärst du angestellt und Praxis und Theorie würden sich regelmäßig abwechseln. 

Außerdem gibt es die Möglichkeit, Logopädie zu studieren. Der Bachelor of Science - Logopädie wird häufig dual und/oder ausbildungsintegrierend angeboten. Alle drei Optionen dauern mindestens 3 Jahre.

Während der Ausbildung - egal welche Form - lernst du dann, wie Sprech- und Stimmorgane aufgebaut sind, welche Erkrankungen es gibt, wie man Patient:innen nach einer Kehlkopfoperation behandelt und vieles mehr. Außerdem gibt es Schulungen zu Stimmbildung, Sprecherziehung und rhythmisch-musikalischer Erziehung. 

Wer kann Logopäde werden?

Stellt sich nun langsam die Frage, ob du dich für die Ausbildung zur Logopädin auch qualifizierst. Die Ausbildung eignet sich für Menschen, die Interesse an Sprache, Kommunikation und Gesundheit haben und ihren Arbeitsalltag gerne mit Kindern und Erwachsenen verbringen möchten. 

Wenn du das schon mal erfüllst, brauchst du noch mindestens einen mittleren Schulabschluss oder den Hauptschulabschluss in Kombination mit einer mindestens 2-jährigen Berufsausbildung. 

Außerdem solltest du über Empathie, Einfühlungsvermögen, Geduld und Kommunikationsfähigkeit verfügen, um eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patient:innen für eine erfolgreiche Therapie zu ermöglichen. 

Gehalt in der Logopädie

Fairerweise wirst du dich fragen, ob Logopäden gut bezahlt werden. Also gucken wir uns mal die konkreten Zahlen an - sowohl während der Ausbildung als auch nach der Ausbildung. 

Was verdient man während der Ausbildung?

Wenn du deine Ausbildung bei einem Ausbildungsträger absolvierst, bekommst du eine Ausbildungsvergütung. Natürlich variiert diese je nach Ausbildungsort und Arbeitgeber, im Durchschnitt kannst du aber im ersten Ausbildungsjahr mit rund 1.070 Euro, im zweiten Jahr mit rund 1.130 und im dritten und letzten Ausbildungsjahr mit knapp 1.230 Euro rechnen. 

Wenn du während deiner Ausbildungszeit “nur” die Schulbank drückst, also keinen Praxispartner hast, verdienst du in dieser Zeit noch nichts. 

Es können übrigens auch Kosten entstehen, wenn du deine Ausbildung an einer privaten Schule absolvierst. Allerdings wird die Ausbildung auch an öffentlichen Schulen angeboten und dort entstehen höchstens Kosten für Ausbildungsmittel wie Lehrbücher. 

Was verdient man als Logopäde?

Als staatlich anerkannter Logopäde verdient man im Durchschnitt zwischen 2.400 Euro und 3.420 Euro. Bist du Teil des öffentlichen Dienstes und wirst nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt, liegt das Gehalt etwas über dem Durchschnitt und zwar bei rund 3.000 bis 3.380 Euro. 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn du dich weiterbilden möchtest, sodass du zum Beispiel eine eigene Praxis für Logopädie eröffnen kannst, eignet sich der Weiterbildungsberuf “Fachwirt:in für Gesundheits- und Sozialwesen” - eine kaufmännische Weiterbildung. Du kannst aber auch die Weiterbildungsberufe “Lehrkraft - Schulen im Gesundheitswesen” oder “Qualitätsbeauftrage:r - Gesundheits- und Sozialwesen” erlernen, wenn du dich eher in der Rolle der Lehrkraft oder Prüfer:in siehst. Weiterbildungen erhöhen die Chance auf höhere Gehälter. 

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