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Bachelor of Arts - Soziale Arbeit

  • Erwünschter Schulabschluss
    Abitur oder Fachabitur
  • Ausbildungart
     duales Studium (praxisintegrierend oder ausbildungsintegrierend)
  • Ausbildungsdauer
    6 - 8 Semester
  • Ausbildungsgehalt
    rund 1.050 bis 1.200 Euro - je nachdem, ob der Praxispartner auch die Studiengebühren übernimmt

Sozial arbeiten - das klingt doch erstmal super, oder? Ich meine, wer will das nicht? Stellt sich bloß die Frage: Was steckt überhaupt hinter dem Beruf der Sozialarbeit? Welche Aufgaben haben Sozialarbeiter:innen und was verdienen sie? Diese Fragen klären wir hier.

Das Duale Studium “Soziale Arbeit” in 20 Sekunden

  • Als Sozialarbeiter:in unterstützt du Menschen in schwierigen Lebenssituationen, ihren Alltag zu bewältigen. 
  • Mit viel Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit kannst du in diesem Job wirklich etwas bewirken.
  • Der Studiengang eignet sich für dich, wenn Psychologie dich zwar interessiert, du aber niemanden therapieren möchtest (denn das gehört nicht zu deinen Aufgaben).

Was macht ein Sozialarbeiter?

Die Hauptaufgabe von Sozialarbeiter:innen ist ziemlich leicht erklärt: sie unterstützen ihre Klient:innen (so werden die Personen genannt, die Hilfe von Sozialarbeiter:innen in Anspruch nehmen) in ihrem alltäglichen Leben. Alltägliche Handlungen sind beispielsweise

  • Einkaufen und kochen
  • Die eigene Wohnung aufräumen
  • Termine wie beispielsweise Arzttermine vereinbaren und wahrnehmen
  • Einen Job, eine Ausbildung oder einen Schulplatz suchen und gemeinsam Unterlagen ausfüllen 
  • Weitere Hilfsangebote beantragen und wahrnehmen

Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden, können von Sozialarbeiter:innen betreut werden. Obdachlosigkeit, psychische Krankheiten, Sucht oder Erziehungsschwierigkeit können solche sein. Was die Profession Soziale Arbeit tatsächlich beinhaltet, wird besonders deutlich, wenn man sich anschaut, was soziale Arbeit NICHT ist. 

Was ist soziale Arbeit NICHT?

Sozialarbeiter:innen arbeiten weder therapeutisch noch psychologisch. Am Beispiel der Suchthilfe wird das besonders klar: Sozialarbeiter:innen therapieren Süchtige nicht, sondern sie helfen ihnen dabei, zur Suchttherapie zu gehen. Sie stellen sozusagen das Bindeglied dar, indem sie eng mit den Therapeut:innen und anderem Fachpersonal zusammenarbeiten. Sozialarbeiter:innen kennen den Alltag ihrer Klient:innen und wissen, welche Hilfsangebote sie brauchen und wie man sie darin unterstützt, diese wahrzunehmen. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sozialarbeiter:innen ihre Klient:innen betreuen und beraten und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen. Und damit man sichergehen kann, dass diese Aufgaben auch gewissenhaft erfüllt werden, müssen Sozialarbeiter:innen alles dokumentieren.

Wie wird man Sozialarbeiter:in?

Wenn du dich für das duale Studium “Soziale Arbeit” entscheidest, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen: 

  • Du brauchst mindestens das Fachabitur oder eine Aufstiegsfortbildung absolvieren - beispielsweise den Fachwirt.
  • Du brauchst einen Praxispartner und eine Hochschule, an der du studierst. 
  • Du musst an einem individuellen Bewerbungsverfahren teilnehmen: Manche Hochschulen verlangen Motivationsschreiben, bei anderen wiederum gilt der NC (Numerus Clausus).

Ob du dich zuerst um einen Arbeitgeber oder eine Schule kümmern solltest, hängt davon ab, welche Form des dualen studierens du wählst. Soziale Arbeit wird in der Regel als praxisintegriertes oder ausbildungsintegriertes Studium angeboten. Welche Vorteile diese Arten des Studierens haben, erfährst du hier.

Diese Soft Skills solltest du für das Studium Soziale Arbeit mitbringen

Du hast den passenden Schulabschluss und kannst dir vorstellen, dual zu studieren? Dann ist es jetzt an der Zeit, dich zu fragen, wie gut der Beruf “Soziale Arbeit” zu dir passt. Bringst du diese Soft Skills mit?

Empathie, kritisches Denken und Reflexionsfähigkeit: Der Umgang mit Menschen steht ganz eindeutig im Fokus dieses Berufs. Deine Aufgabe ist es, zuzuhören, zu reflektieren und Lösungen zu finden. Dabei solltest du Empathie und Respekt zeigen und gleichzeitig eine gesunde Distanz bewahren. 

Selbstdisziplin, Organisation und Verantwortungsbewusstsein: Um andere Menschen in ihrer Eigenständigkeit unterstützen zu können, ist es wichtig, dass du den Überblick behältst. 

Kommunikationsfähigkeit: Nicht nur mit den Klient:innen bist du permanent im Austausch. Du vereinbarst Termine mit Behörden, Ärzten und Therapeutinnen. Organisationstalent gehört also genauso dazu wie Kommunikationsfähigkeit. 

Belastbarkeit und Distanzfähigkeit: Manche Klient:innen befinden sich in Notlagen und es ist deine Aufgabe, dabei einen klaren Kopf zu bewahren. Das stellt eine große Herausforderung dar. Damit du in deiner Freizeit abschalten kannst und deine Klient:innen deine Rolle verstehen, ist es wichtig, professionelle Distanz zu bewahren.

In welchen Branchen arbeiten Sozialarbeiter:innen?

Wir haben in der Einleitung schon einen Bereich genannt, nämlich die Suchthilfe, aber natürlich gibt es noch viele weitere Schwerpunkte und Bereiche. Dazu zählen unter anderem: 

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Suchthilfe
  • Soziale Arbeit im Strafvollzug
  • Offene Sozialarbeit (kennst du vermutlich als “Streetworker”) 
  • Flüchtlingshilfe

Es gibt noch viele weitere Einsatzfelder. Welches Feld am besten zu dir passt, findest du während des Studiums oder im Berufsleben heraus.

Wie viel verdienen Sozialarbeiter:innen?

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, mit welchem Gehalt Sozialarbeiter:innen rechnen können. Denn auch wenn dein Berufswunsch ehrenhaft ist, ist es genauso gut nachvollziehbar, wenn du dich fragst, wie gut du mit dem Gehalt eines Sozialarbeiters leben kannst. 

Findest du bei einer Behörde oder Gemeinde einen Job, wirst du nach dem Tarifvertrag, der für den öffentlichen Dienst (TVöD) gilt, bezahlt. Du kannst dann als studierte Sozialarbeiterin mit einer Bruttovergütung von rund 3.500 bis 4.500 Euro rechnen. Ändert sich dann beispielsweise deine Steuerklasse, ändert sich automatisch auch dein Einkommen. 

Gehalt während des dualen Studiums

Was du während des Studiums verdienst, hängt ganz von deinem Praxispartner ab und wird im Ausbildungsvertrag festgehalten. In der Regel kannst du selbst verhandeln, ob deine Studiengebühren übernommen werden und wie hoch dein Gehalt ausfällt. Es sei denn, deine Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.