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Sozialassistent:in - Sozialhelfer:in

  • Ausbildungsdauer
    24 Monate
  • Ausbildungsart
    schulische Ausbildung
  • Erwünschter Schulabschluss
    mindestens Hauptschulabschluss
  • Besonderheit
    Die Ausbildung zum Sozialassistenten legt für viele den Grundstein für Weiterbildungen im sozialen Bereich, für die ein höherer Schulabschluss gewünscht ist

Du hast deinen Hauptschulabschluss in der Tasche und willst im sozialen Bereich arbeiten? Die Ausbildung zum Sozialassistenten ermöglicht dir das! Im Grunde gibt es zwei Gruppen, für die sich diese schulische Ausbildung anbietet: für diejenigen, die zwar wissen, dass sie im sozialen Bereich arbeiten wollen, aber noch keine Ahnung haben, in welchem Bereich bzw. welcher Einrichtung und für diejenigen, die gerne eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Heilerziehungspfleger absolvieren möchten, dies aber noch nicht können, weil sie einen Hauptschulabschluss haben. Du gehörst zu einer dieser Gruppen? Dann lies weiter.

Was braucht man, um Sozialassistent zu werden?

Du fragst dich, welche Zugangsvoraussetzungen es für die Ausbildung gibt? Wie bereits erwähnt, brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss. In der Regel spielen deine Noten bei der Bewerbung keine große Rolle, denn die Schulen achten eher auf deine Motivation. Außerdem verlangen viele Schulen ein Führungszeugnis, das ist üblich im sozialen Bereich. Kannst du bei der Bewerbung überzeugen und ein eintragsfreies Führungszeugnis vorweisen, steht deiner Zukunft im sozialen Bereich nichts mehr im Weg. 

Apropos Motivation: Natürlich ist es wichtig, dass du nicht nur die anderen überzeugen kannst, sondern auch selbst Spaß an der Ausbildung und dem Beruf hast. 3 Soft Skills, die jede:r für diese Ausbildung mitbringen sollte, sind Empathie, Geduld und Verantwortungsbewusstsein. Drei Persönlichkeitsmerkmale, die sehr wichtig sind, wenn man so nah mit Menschen zusammenarbeitet.

Welche Aufgabenbereiche gibt es?

Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsberufen im sozialen Bereich bekommen Sozialassistent:innen die Chance, in alle Bereiche reinschnuppern zu können. Das teilt sich im Grunde auf drei Bereiche auf:

  • Kinder- und Jugendhilfe (Einrichtung z.B. Kindergarten, Betreutes Wohnen, Jugendclub)
  • Heilerziehungspflege (Werkstatt für Menschen mit Behinderung)
  • Pflege (Krankenhaus oder Pflegeheim)

Entscheidest du dich für Kinder- und Jugendliche, kannst du dein Praktikum beispielsweise im Kindergarten, Betreuten Wohnen oder in einem Jugendclub absolvieren. Wer nach der Ausbildung zum Sozialassistenten eine Ausbildung zum Erzieher plant, entscheidet sich meist für eine dieser Einrichtungen. 

Alternativ kannst du dir auch die Heilerziehungspflege anschauen und dein Praktikum in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung absolvieren. Die dritte Option ist die Pflege. Entscheidest du dich für diesen Bereich, kannst du dir die Arbeit in einem Krankenhaus oder Pflegeheim genauer ansehen.

Praktika, Gehalt und Erwerb eines Schulabschlusses

Welches Praktikum fragst du dich? Zwar handelt es sich hier um eine schulische Ausbildung, damit du dein neu erworbenes Wissen anwenden kannst, hast du während der Ausbildung aber auch Praxisphasen, in denen du Praktika absolvierst. Wie viele das sind und über welchen Zeitraum unterscheidet sich je nach Schule. 

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt und du keinen Praxispartner hast, bei dem du angestellt bist, erhältst du leider keine Vergütung während der Ausbildungszeit. 

Übrigens ist es an einigen Schulen möglich, parallel zur Ausbildung einen Schulabschluss “nachzuholen”. Du kannst zum Beispiel die mittlere Reife erwerben.

Was lernt man während der Ausbildung zum Sozialassistenten?

Während der Ausbildung zur Sozialassistentin lernst du, wie der Mensch sich vom Kindesalter an entwickelt, welche körperlichen und geistigen Besonderheiten es in bestimmten Abschnitten des Lebens geben kann, welche Nahrungsmittel bestimmte Inhaltsstoffe enthalten oder wie man sich altersgerecht ernährt. Du merkst wahrscheinlich schon: Aus dieser Ausbildung kannst du richtig viel alltagsnahes Wissen mitnehmen. 

Auch, wie ein Haushalt geführt und gepflegt wird, wie man richtig einkauft und allgemein anfallende Aufgaben mit möglichst kleinem Zeit- und Kostenaufwand erledigt, wirst du in der Ausbildung lernen. 

Die Azubis wissen am Ende der Ausbildung, wie man Kinder in Krankheitsfällen zu Hause pflegt, wie man Musik, Rhythmik und Gesang zur gesunden Entwicklung des Menschen einsetzen kann und wie man Menschen handwerkliche Arbeiten näher bringt, die ihr Leben bereichern. 

Nun haben wir die ganze Zeit nur vom Sozialassistenten gesprochen, aber was macht eigentlich der Sozialhelfer?

Was ist der Unterschied zwischen Sozialassistent und Sozialhelfer?

Die Ausbildung zum Sozialhelfer gibt es nicht mehr. Man liest Sozialhelfer zwar noch häufig in Stellenausschreibungen, weil es natürlich viele Menschen gibt, die ausgebildete Sozialhelfer sind, allerdings ist es keine offizielle Bezeichnung mehr. 

Und jetzt wird es noch komplizierter, denn es gibt weitere Berufsbezeichnungen, die alle das gleiche meinen. Das liegt daran, dass die Ausbildungen in den Bundesländern unterschiedliche Bezeichnungen haben. In den allermeisten spricht man von Sozialassistenten. Es gibt jedoch auch noch die Bezeichnungen: Alltagsbetreuer:in, Pflegefachhelfer:innen und Sozialbetreuer:in. 

Was verdienen Sozialassistenten nach der Ausbildung?

Viele Sozialassistent:innen sind bei öffentlichen Behörden angestellt. In diesem Fall richtet sich das Gehalt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und beträgt rund 2.900 bis 3.200 Euro im Monat. Da der Tarifvertrag regelmäßig angepasst wird, kannst du die genauen Gehälter für den Sozial- und Erziehungsdienst hier nachlesen.

Weiterbildungen: Was kann ich nach der Ausbildung zum Sozialassistenten machen?

Als ausgebildete Sozialassistentin stehen dir schon viele Türen offen, denn wie du vermutlich schon weißt, werden Fachkräfte aus dem sozialen Bereich dringend gesucht. 

Aber für viele ist die Ausbildung zum Sozialassistenten nur die Grundlage für darauf aufbauende Sozialberufe. Die wohl beliebtesten Ausbildungen sind die zum Erzieher und zum Heilerziehungspfleger. Auf den Berufsprofilen Erzieher und Heilerziehungspfleger:in erfährst du alles weitere.