Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr - Ausbildung und Beruf

Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr - Ausbildung und Beruf
  • Ausbildungsart
    Duale Ausbildung
  • Ausbildungsdauer
    3 Jahre (Vollzeit)
  • Gewünschter Schulabschluss
    Rechtlich keine Vorgabe; in der Praxis haben viele Azubis einen Realschulabschluss, Betriebe im öffentlichen Sektor bevorzugen oft mittlere Abschlüsse
  • Ausbildungsvergütung
    ab 745€ bis 1.293€ im ersten und 977€ bis 1.401€ im dritten Jahr

Der Beruf Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr in 20 Sekunden

  • Aufgaben: Du planst Verkehrsverbindungen, organisierst Personen- und Gütertransporte, berätst Kunden, führst Verkaufsgespräche und überwachst die Einhaltung gesetzlicher Sicherheitsvorschriften.
  • Was ist besonders: Du arbeitest in einer Branche, die sich radikal wandelt – von der klassischen Schiene hin zu digitalen Mobilitätsketten und nachhaltigem Verkehr.
  • Passt zu dir, wenn du gerne organisierst, kommunikationsstark bist, kaufmännisches Interesse hast und dich für die Logistik der Zukunft begeisterst.

Stell dir vor, morgens kommt kein Bus, die Bahn fällt aus und der LKW mit den neuen Sneakern steckt irgendwo fest, weil niemand die Route geplant hat. Ziemliches Chaos, oder? Dass Millionen Menschen und Tonnen von Waren jeden Tag pünktlich ankommen, ist kein Zufall, sondern echtes Management. Als Kaufmann oder Kauffrau für Eisenbahn- und Straßenverkehr ist man der Hebel hinter den Kulissen, der dafür sorgt, dass alles rollt.

Sie planen Fahrpläne, koordinieren Personal sowie Fahrzeuge und behalten selbst dann einen kühlen Kopf, wenn eine Strecke gesperrt ist. Egal ob sie im Personenverkehr das tägliche Pendeln retten oder im Güterverkehr weltweite Lieferketten am Laufen halten: Kaufleute für Eisenbahn- und Straßenverkehr sind Grund, warum Mobilität funktioniert.

Wenn du also gerne organisierst, Verantwortung suchst und die Welt in Bewegung halten willst, ist dieser Beruf dein Ticket in eine krisenfeste Zukunft.

Was genau machen Kaufleute für Eisenbahn- und Straßenverkehr?

Der Arbeitsalltag findet meist im Büro in der Planung, Disposition oder im Kundenservice statt. Kaufleute für Eisenbahn- und Straßenverkehr arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technik, Wirtschaft und Mensch und sorgen dafür, dass das „große Ganze“ funktioniert.

Verantwortung für Mensch und Umwelt! In diesem Beruf trägst du eine hohe Verantwortung. Wenn du eine Route falsch planst oder Sicherheitsvorschriften übersiehst, kann das teure Folgen haben oder sogar Menschen gefährden. Gleichzeitig bist du ein Schlüsselakteur für die Verkehrswende: Je besser du planst, desto effizienter und umweltfreundlicher wird unsere Mobilität.

AufgabeWorum geht es konkret?
Transporte planen & steuernKaufleute ermitteln geeignete Verkehrswege und -mittel (Zug, LKW, Bus), legen fest, welche Fahrzeuge wann und wo eingesetzt werden und erstellen Fahr- und Dienstpläne. Sie prüfen Verfügbarkeiten und passen Pläne an, wenn sich Situationen ändern (z. B. Streckensperrung, Fahrzeugausfall). Praktisch bedeutet das: ein Logistikpuzzle so zusammenzusetzen, dass alles pünktlich und sauber abgewickelt wird.
Kundenberatung & VerkaufKunden (z. B. Firmenkunden oder Privatpersonen) werden über Transport- und Beförderungsleistungen informiert und bekommen passende Angebote. Das reicht von der richtigen Ticketberatung über passende Frachtlösungen bis zur Pflege von Kundenbeziehungen.
Preise kalkulieren & Angebote erstellenAuf Basis von Strecke, Zeitaufwand, Personal, Fahrzeugkosten und gesetzlichen Vorgaben berechnen Kaufleute, was eine Transportleistung kostet. Anschließend erstellen sie verbindliche Angebote für Kunden.
Dokumentation & AbrechnungAlle Transporte und Leistungen werden dokumentiert: Fracht- und Beförderungspapiere, Zolldokumente, Versicherungsunterlagen und Rechnungen. Kaufleute überprüfen diese Unterlagen und rechnen Leistungen korrekt ab.
Probleme klären & NachforschungenWenn Sendungen verloren gehen, beschädigt ankommen oder sich Transportzeiten verschieben, gehen Kaufleute der Sache nach, klären Ursachen und setzen Lösungen um.
Sicherheits- und QualitätsüberwachungSie achten darauf, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden und helfen mit, betriebliche Abläufe sicherer und besser zu machen.
Marketing & Servicequalität verbessernKaufleute arbeiten an Maßnahmen, damit Verkehrsdienstleistungen besser bekannt und attraktiver werden und holen Feedback ein, um Abläufe kundenfreundlicher zu gestalten.
Betriebswirtschaftliche Steuerung & ControllingSie prüfen Zahlen, kontrollieren Kosten und unterstützen das Unternehmen dabei, wirtschaftlich sinnvoll zu arbeiten, beispielsweise indem sie Leistungskennzahlen auswerten und Optimierungsvorschläge machen.
Personal- und RessourcenplanungKaufleute planen, wie Personal und Fahrzeuge am besten eingesetzt werden und achten darauf, dass zum Beispiel gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden und Wartungen nicht vergessen werden.

Wichtige Begriffe einfach erklärt

  • Mobilitätskette: Der lückenlose Weg eines Kunden von A nach B unter Nutzung verschiedener Verkehrsmittel (z.B. Leihrad -> Bahn -> Bus).
  • Disposition: Die gezielte Zuweisung von Aufträgen an Fahrzeuge und Fahrer, um Leerfahrten zu vermeiden.
  • Tarifbindung: Wenn ein Unternehmen nach festen Verträgen (Tarifen) bezahlt, die zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt wurden.
  • Infrastruktur: Die Gesamtheit aller Wege und Anlagen (Schienen, Straßen, Bahnhöfe), die den Verkehr erst ermöglichen.

Wo kann man als Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr arbeiten?

Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr arbeiten dort, wo Menschen oder Waren transportiert werden und diese Transporte organisiert, geplant und kaufmännisch abgewickelt werden müssen. Das heißt: Sie sind in Verkehrsunternehmen, bei Logistikdienstleistern und in Bereichen unterwegs, in denen Transportketten, Fahrpläne, Angebote und Kundenkontakt zusammenlaufen.

EinsatzmöglichkeitWas ist hier typisch?
Private und große Eisenbahn- und VerkehrsunternehmenHier arbeiten Kaufleute für Eisenbahn- und Straßenverkehr an der Planung, Steuerung und Abrechnung von Zug- und Güterverkehren. Sie koordinieren Fahrpläne, Kundendienst, Angebote und kümmern sich um den reibungslosen Ablauf von Transporten auf der Schiene und auf der Straße. Typische Arbeitgeber sind große Bahn-Konzerne aber auch kleinere regionale Verkehrsunternehmen.
Öffentlicher Personenverkehr (ÖPNV)In städtischen oder regionalen Verkehrsbetrieben werden Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehre organisiert. Kaufleute planen Linien- und Taktzeiten, kontrollieren Einnahmen und verkaufen oder entwickeln kundenfreundliche Serviceangebote.
Speditionen & Logistikdienstleister (Straße und Schiene)In Speditionen kümmern sich Kaufleute um die Organisation des Güterverkehrs, oft national und international: Sie erstellen Angebote, koordinieren die Verladung und klären Zoll- oder Lieferfragen.
Post-, Kurier- und Expressdienste (KEP)Diese Unternehmen bringen Sendungen schnell an ihr Ziel, und Kaufleute sind hier für Routenplanung, Kundenberatung, Preisgestaltung und Kontrolle der Lieferprozesse zuständig.
Häfen & kombinierter VerkehrIm Umfeld von See-, Binnen- und Kombiverkehr (Schiff → Schiene/LKW) sorgen Kaufleute für die Abwicklung von Containern und Transporte über Verkehrsgrenzen hinweg. Sie planen Vor- und Nachläufe und stimmen Abläufe zwischen Verkehrsträgern ab.
Betriebs- und VerkehrssteuerungenLeitstellen oder operative Steuerzentralen sorgen dafür, dass fahrplan- und routenbezogene Abläufe funktionieren. Kaufleute unterstützen hier die Disposition und reagieren auf Veränderungen im Tagesgeschäft.
Verwaltung, Controlling & Marketing im TransportbereichAuch jenseits der direkten Verkehrsdisposition gibt es Einsatzfelder: im Rechnungswesen, im Controlling, in der Marketing- oder Personalabteilung eines Verkehrsunternehmens. Hier werden Zahlen analysiert, Angebote beworben oder interne Prozesse gesteuert.

Wie kann man Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr werden?

Damit Busse, Bahnen und Transporte zuverlässig laufen, braucht es Menschen, die planen, rechnen, kommunizieren und Regeln sicher anwenden. Genau darauf bereitet dich diese Ausbildung vor. Du arbeitest nicht „irgendwas mit Verkehr“, sondern du lernst, Verkehrsleistungen wirtschaftlich zu organisieren: Einsatzplanung, Angebote, Abrechnung, Kundenberatung und die Umsetzung von Vorgaben, je nachdem, ob dein Betrieb eher im Personenverkehr (ÖPNV/Bahn) oder im Güterverkehr (Straße/Logistik) unterwegs ist.

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen viele Betriebe gerne Bewerber:innen mit einem Realschulabschluss ein, aber entscheidend sind vor allem dein Organisationstalent, deine Sorgfalt und dein Umgang mit Zahlen und Menschen.

Quick-Check: Könnte dieser Beruf zu dir passen?

  • 🗓️ Du denkst in Abläufen. Du findest es spannend, wenn viele Bausteine (Zeit, Strecke, Personal, Fahrzeuge) zu einem funktionierenden Plan werden.
  • 💬 Du kannst freundlich und klar kommunizieren. Du erklärst gerne verständlich und bleibst auch ruhig, wenn jemand genervt ist oder es schnell gehen muss.
  • 📊 Du arbeitest gerne mit Zahlen und Daten. Kalkulation, Abrechnung, Tabellen oder Systeme schrecken dich nicht ab – du willst verstehen, wie’s funktioniert.
  • 🧠 Du bleibst konzentriert. Du kannst genau arbeiten, weil kleine Fehler später große Folgen haben können (z. B. falsche Zeiten, falsche Angaben, falsche Abrechnung).
  • ⚖️ Du respektierst Regeln. Vorschriften, Tarifbedingungen oder Dokumentationspflichten sind für dich kein „Nervkram“, sondern Teil von professioneller Arbeit.
  • 💻 Du hast keine Scheu vor Software. Planung und Organisation laufen heute fast immer über digitale Systeme.

Welche Skills braucht man um Kaufmann für Eisenbahn- und Straßenverkehr zu werden?

FähigkeitWozu braucht man das?Wie kann man darin besser werden?
OrganisationstalentDu koordinierst Termine, Verbindungen, Zuständigkeiten und Prioritäten. Im Alltag heißt das z. B.: Aufträge richtig einplanen, Anschlüsse im Blick behalten, Unterlagen vollständig ablegen, Rückfragen sauber klären.Übe mit To-do-Listen und Prioritäten (wichtig/dringend). Plane kleine Projekte selbst (z. B. Event/Trip) und dokumentiere die Schritte.
Sorgfalt & GenauigkeitDu arbeitest mit Daten, Zeiten, Tarifen, Dokumenten. Ein Zahlendreher kann z. B. falsche Preise, falsche Abrechnung oder Fehlplanung auslösen. Genauigkeit ist daher ein echtes Qualitätsmerkmal.Trainiere „Doppelcheck“-Routinen: einmal eingeben, danach gezielt gegenprüfen. Arbeite bewusst langsam bei Aufgaben mit Zahlen/Listen.
KonzentrationsfähigkeitIn Planung/Disposition musst du mehrere Informationen gleichzeitig vergleichen (z. B. Zeiten, Kapazitäten, Vorgaben). Besonders bei Störungen oder hohem Aufkommen ist Fokus wichtig.Konzentrationsphasen üben (25–30 Minuten ohne Ablenkung). Bei Mathe/Excel-Aufgaben mit Timer arbeiten.
KommunikationsstärkeDu erklärst Leistungen, Tarife oder Abläufe und du stimmst dich mit Kolleg/innen, Fahrpersonal, Kunden oder Dienstleistern ab. Wichtig ist: klar, freundlich und lösungsorientiert.Übe, Dinge kurz und logisch zu erklären (1–2 Sätze: Problem → Lösung → nächster Schritt). Rollenspiele mit Freunden („Kunde fragt…“).
ServiceorientierungDu hast häufig Kundenkontakt (direkt oder indirekt). Service heißt nicht „nachgeben“, sondern: zuhören, Anliegen verstehen, korrekt informieren, klare Lösungen anbieten.Übe aktives Zuhören (zusammenfassen, was du verstanden hast). Beobachte gute Service-Kommunikation (z. B. Hotline/Schalter/Support).
Mathematisches GrundverständnisKalkulation, Angebote, Abrechnung und Kennzahlen gehören dazu. Du brauchst kein Mathe-Genie, aber sicheres Rechnen mit Größen, Zeiten, Mengen, Prozenten.Mathe-Basics festigen (Prozent, Dreisatz, Einheiten). Kleine Rechenaufgaben im Alltag bewusst lösen (Rabatt, Zeit, Kosten).
Logisches DenkenBei Problemen brauchst du Alternativen: Umleitung, Ersatzfahrplan, neue Reihenfolge, anderer Termin. Du musst Zusammenhänge erkennen und Entscheidungen begründen können.Logikaufgaben, Schach/Strategie-Spiele, Planungsaufgaben (Routen, Zeitfenster). Beim Lösen: „Wenn-dann“-Denken anwenden.
VerantwortungsbewusstseinDu arbeitest mit Regeln und Vorgaben. Fehler können Geld kosten oder Abläufe gefährden. Verantwortungsbewusstsein zeigt sich in sorgfältiger Dokumentation, Rückfragen bei Unsicherheit und Einhalten von Standards.Gewöhn dir an, bei Unsicherheit nachzufragen statt zu raten. Eigene Arbeit mit Checklisten kontrollieren.

Interessen-Check: Was sollte dich wirklich interessieren?

InteresseWozu ist das im Beruf gut?Wie merkst du, ob das zu dir passt?
Verkehr, Mobilität, LogistikDu planst und organisierst, wie Menschen oder Güter „von A nach B“ kommen – effizient, zuverlässig und wirtschaftlich.Du interessierst dich für Fahrpläne, Netze, Verkehrswege, Lieferketten oder findest es spannend, wie große Systeme funktionieren.
Planung & StrukturDein Alltag besteht aus Ordnung schaffen: Abläufe planen, Daten pflegen, Unterlagen vollständig halten, Termine einhalten.Du magst es, wenn Dinge klar geregelt sind, und du findest es befriedigend, wenn ein Plan aufgeht.
Kundenkontakt & BeratungDu erklärst Leistungen, Tarife und Möglichkeiten und musst dabei freundlich bleiben, auch wenn es hektisch wird.Du kannst gut zuhören, bleibst sachlich und kannst Informationen verständlich formulieren.
Wirtschaft & KostenVerkehrsleistungen müssen kalkuliert und abgerechnet werden. Du lernst, wie Preise entstehen und wie man Angebote wirtschaftlich bewertet.Du willst wissen, wie Unternehmen rechnen, warum etwas kostet, was es kostet, und wie man faire Angebote erstellt.
Regeln & VerantwortungIm Verkehr gibt es viele Vorgaben (Straße/Schiene, Tarifbedingungen, Dokumentation). Wer sie beherrscht, arbeitet sicher und professionell.Du nimmst Regeln ernst und verstehst, dass sie Abläufe und Sicherheit absichern – du arbeitest lieber korrekt als „Pi mal Daumen“.
Digitale SystemePlanung, Abrechnung und Kundenprozesse laufen über Software – du arbeitest täglich mit Programmen und Datenbanken.Du kommst gut mit PC/Programmen klar oder bist bereit, dich reinzufuchsen.

Welche Schulfächer bereiten einen gut auf diese Ausbildung vor?

Kaufleute im Eisenbahn- und Straßenverkehr organisieren Transportleistungen, beraten Kunden, kalkulieren Preise, erstellen Angebote und planen Abläufe im Verkehrsbetrieb. Dazu sind gute Grundlagen in bestimmten Fächern hilfreich, weil diese Fächer genau die Kompetenzen vermitteln, die im beruflichen Alltag gebraucht werden: systematisches Denken, Kommunikation, Zahlenverständnis, digitale Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen.

SchulfachWarum das wichtig ist und wofür es später gebraucht wird
MathematikIn diesem Beruf wird gerechnet: bei Preis- und Kostenkalkulationen, bei Prozent- und Zeitberechnungen, beim Erfassen von Kennzahlen oder beim Erstellen von Fahr- und Einsatzplänen. Mathematik hilft dabei, Zahlen logisch zu verstehen und richtige Entscheidungen zu treffen.
DeutschKommunikation ist ein zentraler Teil des Berufs: E-Mails an Kunden, Angebote schreiben, Vertragsinhalte formulieren, Sachverhalte erklären und professionell sprechen. Eine klare Ausdrucksweise reduziert Missverständnisse und verbessert den Kundenkontakt.
Wirtschaft / PolitikWirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen – wie ein Unternehmen arbeitet, wie Kosten entstehen oder was ein Vertrag bedeutet – ist für kaufmännische Entscheidungen im Berufsalltag direkt relevant. Das Fach vermittelt Grundwissen zur Betriebswirtschaft.
GeografieIn diesem Beruf geht es oft um Routen und Verkehrsnetze. Geografie hilft zu verstehen, wo Orte, Verkehrsachsen oder Regionen liegen und wie Strecken sinnvoll geplant werden, besonders im Personen- und Güterverkehr.
EnglischViele Verkehrs- und Logistikprozesse sind international: englische Begriffe in E-Mails, im Austausch mit Partnern oder beim Lesen von Dokumenten sind im internationalen Verkehr hilfreich, auch wenn keine perfekte Sprache erwartet wird.
Informatik (falls angeboten)Dieser Beruf nutzt moderne IT-Systeme für Planung, Tabellen, digitale Kommunikation, Datenbanken und Software. Grundkenntnisse in IT erleichtern den Umgang mit beruflichen Programmen und digitalen Arbeitsprozessen.

Was lernt man in der Ausbildung zum Kaufmann für Eisenbahn- und Straßenverkehr?

Die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr ist eine duale Ausbildung und dauert in der Regel drei Jahre. Das bedeutet: Ein Teil findet im Ausbildungsbetrieb statt, der andere in der Berufsschule. So werden Theorie und Praxis direkt miteinander verknüpft. Schritt für Schritt lernen Auszubildende, wie Verkehrsleistungen geplant, verkauft, organisiert und wirtschaftlich abgewickelt werden.

AusbildungsinhaltWorum geht es konkret und wie wird es später im Beruf genutzt?
Verkehrsprozesse planen und steuernAuszubildende lernen, wie Personen- und Gütertransporte von der Planung bis zur Durchführung organisiert werden. Dazu gehören Fahrpläne, Einsatzplanung und die Koordination von Fahrzeugen und Personal. Später bedeutet das: Den Überblick behalten und dafür sorgen, dass Transporte reibungslos laufen.
Disposition und EinsatzplanungVermittelt wird, wie Fahrzeuge, Fahrpersonal und Ressourcen sinnvoll eingeteilt werden. Im Berufsalltag sorgt dieses Wissen dafür, flexibel auf Verspätungen, Ausfälle oder Änderungen reagieren zu können.
Kundenberatung und Verkauf von VerkehrsleistungenIn der Ausbildung wird gelernt, wie Kunden beraten, Angebote erstellt und Leistungen verkauft werden. Später geht es darum, passende Transportlösungen zu finden und verständlich zu erklären.
Kalkulation und PreisermittlungAuszubildende beschäftigen sich mit Kostenfaktoren, Zuschlägen, Rabatten und wirtschaftlicher Planung. Im Beruf werden damit Angebote berechnet und Preise nachvollziehbar erklärt.
Rechnungswesen und kaufmännische SteuerungGrundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung sowie betriebliche Kennzahlen gehören dazu. Dieses Wissen hilft später, wirtschaftlich zu arbeiten und Zahlen richtig einzuordnen.
Rechtliche Grundlagen im VerkehrBehandelt werden Beförderungsbedingungen, Sicherheitsvorschriften, arbeitsrechtliche Regelungen und Dokumentationspflichten. Im Beruf sorgt das für rechtssicheres Arbeiten.
Dokumentation und AbrechnungEs wird gelernt, wie Beförderungsnachweise, Leistungsdaten und Rechnungen korrekt erstellt und geprüft werden. Später stellt man sicher, dass alle Leistungen sauber erfasst und abgerechnet sind.
Qualitätsmanagement und ServiceprozesseDie Ausbildung vermittelt, wie Servicequalität überprüft und verbessert werden kann. Im Berufsalltag werden Rückmeldungen ausgewertet und Abläufe optimiert.
Digitale Systeme und branchenspezifische SoftwareDer Umgang mit Dispositionsprogrammen, Datenbanken und Abrechnungssystemen ist fester Bestandteil. Im späteren Job sind diese digitalen Tools tägliches Arbeitsmittel.
Zusammenarbeit und Kommunikation im UnternehmenAuszubildende lernen, mit verschiedenen Abteilungen zusammenzuarbeiten, z. B. Technik, Fahrpersonal oder Kundenservice. Im Beruf ist Teamarbeit entscheidend für funktionierende Abläufe.

Was verdient man nach der Ausbildung zur Kauffrau für Eisenbahn- und Straßenverkehr?

Als fertige Fachkraft bist du gefragt und hast ein sicheres Einkommen, das sich mit steigender Verantwortung deutlich erhöht.

  • Einstiegsgehalt: In tarifgebundenen Betrieben steigst du meist mit 2.800 € bis 3.200 € brutto im Monat ein. Ohne Tarifbindung liegt das Einstiegsgehalt oft zwischen 2.500 € und 2.800 €.
  • Gehalt mit Erfahrung: Mit ein paar Jahren Berufspraxis, besonders in der komplexen Disposition, steigt dein Gehalt auf 3.500 € bis 4.200 €.
  • Zusatzleistungen: Viele Verkehrsbetriebe bieten Urlaubs- und Weihnachtsgeld, betriebliche Altersvorsorge sowie Jobtickets oder Freifahrten an.
  • Schichtzulagen: Falls du in Leitstellen arbeitest, die rund um die Uhr besetzt sind (z.B. Nacht- oder Wochenenddienst), kommen attraktive steuerfreie Zuschläge hinzu.

Was kann man während der Ausbildung zum Kaufmann für Eisenbahn- und Straßenverkehr verdienen?

Das Gehalt während der Ausbildung ist in dieser Branche oft sehr attraktiv, da viele Betriebe an starke Tarifverträge gebunden sind. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen dem gesetzlichen Mindeststandard und den Sätzen in großen Unternehmen oder im öffentlichen Dienst. Hier haben wir dir mal eine Übersicht erstellt, was man verdienen könnte:

Branche1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Öffentlicher Dienst (kommunale Arbeitgeber)1.293 €1.343 €1.390 €
Privates Verkehrsgewerbe745 € bis 1.270 €854 € bis 1.333 €977 € bis 1.401 €

Deine Karrieremöglichkeiten als Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr

Nach der dualen Ausbildung als Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr stehen viele berufliche Wege offen. Die Branche Logistik, Verkehr und Transport wächst kontinuierlich, und Fachkräfte mit Organisations-, Planungs- und kaufmännischem Know-how werden gesucht. Mit Erfahrung und/oder weiterführenden Qualifikationen kann man sich auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren oder in leitende Positionen entwickeln.

Welche Karrierewege und Spezialisierungen gibt es nach der Ausbildung?

SpezialisierungsrichtungWas macht man dort konkret und warum das spannend ist?
Verkehrs- und Speditionswesen / TransportlogistikDiese Spezialisierung beschäftigt sich mit der Planung, Steuerung und Optimierung von Transportketten, also wie Waren oder Menschen effizient von A nach B kommen. Das umfasst Routen, Ladekapazitäten, Zeitpläne und Kostenanalysen. In solchen Rollen hat man einen direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Verkehrsnetzen und Lieferketten.
Distributions- und EntsorgungslogistikHier liegt der Fokus auf Verteilungssystemen und Abfallverwertung, z. B. wie Warenflüsse im Land verteilt oder wie Entsorgungsprozesse organisiert werden. Das ist wichtig, weil es hilft, Ressourcen sinnvoll einzusetzen und gleichzeitig nachhaltige Abläufe zu gestalten.
Logistikmanagement / Supply Chain ManagementIn dieser Rolle arbeitet man an strategischen und übergreifenden Prozessen, z. B. wie Lieferketten geplant und optimiert werden, wie Lieferanten eingebunden werden und wie Systeme digital vernetzt werden. Das ist spannend für alle, die Komplexität und Wirtschaftlichkeit steuern wollen.
Logistik (allgemein)Das ist eine breite Spezialisierung, in der man verschiedene logistische Aufgaben übernimmt, z. B. Kommissionierung, Lagerprozesse, Transporte und Warenbewegungen insgesamt. Sie bietet den Einstieg in viele Bereiche der Transport- und Lagerwirtschaft.
Export-, Import- und ZollabwicklungDiese Richtung befasst sich mit internationalen Transportprozessen und rechtlichen Vorgaben, z. B. wie Waren über Grenzen gebracht, verzollt oder rechtlich abgewickelt werden. Gerade im globalen Verkehr ist das wichtig, weil hier Regeln eingehalten und Risiken minimiert werden.
Reklamationen, BeschwerdenDiese Spezialisierung konzentriert sich auf Qualitäts- und Kundenserviceprozesse: Fehler analysieren, Kundenreaktionen bearbeiten und Prozesse verbessern, damit in Zukunft weniger Probleme auftreten. Das ist ideal für alle, die lösungsorientiert arbeiten und Kontakt mit Menschen mögen.
Finanz- und Rechnungswesen & ControllingHier stehen Zahlen, Analysen und wirtschaftliche Steuerung im Mittelpunkt: z. B. Rechnungen prüfen, Kosten überwachen und Kennzahlen auswerten. In solchen Rollen sorgt man dafür, dass Unternehmen profitabel und effizient arbeiten.
Büro, SekretariatEine eher administrative Spezialisierung, bei der Organisation, Kommunikation, Büroprozesse und Dokumentation im Vordergrund stehen. Diese Rollen sind wichtig, damit Abteilungen sauber funktionieren und interne Abläufe zuverlässig bearbeitet werden.

Welche Weiterbildungen sind nach dieser Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr kann das berufliche Wissen gezielt ausgebaut werden. Wer mehr Verantwortung übernehmen, sich spezialisieren oder in leitende Positionen aufsteigen möchte, kann anerkannte IHK- oder Fachschul-Weiterbildungen absolvieren. Einige Abschlüsse entsprechen heute dem Niveau eines Bachelor Professional und sind damit hochqualifizierte Aufstiegsfortbildungen.

WeiterbildungWas steckt dahinter und wohin kann das führen?
Fachwirt:in – BahnbetriebDiese Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte im Eisenbahnsektor. Vertieft werden Kenntnisse in Betriebssteuerung, Sicherheit, Verkehrsplanung, Personalführung und wirtschaftlicher Organisation im Bahnbereich. Absolvent:innen übernehmen häufig Leitungsfunktionen im operativen Bahnbetrieb oder in der Verkehrssteuerung. Dauer: meist ca. 12–24 Monate berufsbegleitend, je nach Anbieter und Modell.
Betriebswirt:in (Fachschule) – Logistik + Bachelor Professional in WirtschaftDiese Weiterbildung ist stärker betriebswirtschaftlich ausgerichtet. Neben Logistikprozessen stehen Unternehmensführung, Controlling, Personalmanagement und strategische Planung im Mittelpunkt. Der Abschluss „Bachelor Professional in Wirtschaft“ zeigt, dass es sich um eine höherqualifizierende Aufstiegsfortbildung handelt. Ziel sind Führungspositionen im Logistik- oder Verkehrsmanagement. Dauer: in Vollzeit meist ca. 2 Jahre, berufsbegleitend entsprechend länger.
Fachwirt:in – Güterverkehr und Logistik + Bachelor Professional in Transport Management and LogisticsDiese Spezialisierung konzentriert sich auf nationale und internationale Transportketten, Supply-Chain-Prozesse, Zollthemen und wirtschaftliche Steuerung von Logistikabläufen. Der Abschluss qualifiziert für leitende Aufgaben im Güterverkehr, in Speditionen oder im internationalen Transportmanagement. Dauer: in der Regel ca. 12–24 Monate berufsbegleitend.
Fachwirt:in – Personenverkehr und MobilitätDiese Weiterbildung ist auf den öffentlichen und privaten Personenverkehr ausgerichtet. Inhalte sind Verkehrsplanung, Tarifgestaltung, Mobilitätskonzepte, Kundenservice und wirtschaftliche Steuerung von Verkehrsunternehmen. Absolvent:innen arbeiten häufig in verantwortlichen Positionen im ÖPNV oder bei Mobilitätsdienstleistern. Dauer: meist ca. 12–24 Monate berufsbegleitend.

Studium nach der Ausbildung – geht das?

Auch nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Kaufmann/-frau für Eisenbahn- und Straßenverkehr ist ein Studium möglich. Je nach Bundesland reicht dafür der entsprechende Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Ein Studium kann dabei helfen, sich fachlich zu spezialisieren oder sich auf Führungs- und Managementaufgaben vorzubereiten.

StudiengangWorum geht es und warum passt das zu diesem Beruf?
VerkehrsbetriebswirtschaftDieser Studiengang verbindet Betriebswirtschaft mit Verkehrs- und Mobilitätsthemen. Es geht um Verkehrsplanung, Finanzierung, Management von Verkehrsunternehmen und strategische Steuerung. Ideal für alle, die später Leitungsfunktionen im Bahn-, Bus- oder Logistikbereich übernehmen möchten.
Logistik / Supply-Chain-ManagementHier steht die gesamte Lieferkette im Mittelpunkt – vom Lieferanten bis zum Endkunden. Themen sind Transportketten, internationale Warenströme, Digitalisierung und Prozessoptimierung. Besonders passend für alle, die im Güterverkehr oder internationalen Transport arbeiten möchten.
WirtschaftsingenieurwesenDieser Studiengang verbindet Technik und Wirtschaft. Neben betriebswirtschaftlichen Inhalten spielen auch technische Prozesse, Produktionssysteme und Optimierung eine Rolle. Geeignet für alle, die nicht nur planen, sondern auch technische Abläufe verstehen und verbessern möchten.
Betriebswirtschaftslehre (BWL) / Business AdministrationEin breit angelegtes Studium mit Schwerpunkten wie Controlling, Marketing, Personalmanagement oder Unternehmensführung. Wer sich langfristig in Richtung Management entwickeln möchte, findet hier eine solide Grundlage für Führungspositionen im Verkehrs- oder Logistiksektor.

Wie lange dauert ein Studium?

Ein Bachelorstudium dauert in der Regel 6–7 Semester (3–3,5 Jahre).
Wer danach weiterstudiert, kann in zusätzlichen 2–4 Semestern einen Masterabschluss erwerben.

Aufstieg durch Fortbildung: Viele Verkehrsunternehmen unterstützen ihre Azubis nach der Übernahme finanziell bei Weiterbildungen, da sie händringend Führungskräfte mit Praxiserfahrung suchen!

Warum dieser Beruf Zukunft hat: Die Mobilitätswende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir brauchen kluge Köpfe, die verstehen, wie man Verkehrsmittel intelligent vernetzt, um Menschen und Güter klimaschonend zu bewegen. Mit dieser Ausbildung bist du mittendrin in einer Branche, die sicher ist und händeringend Experten sucht.

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