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Bürsten- und Pinselmacher/-in, Pinselherstellung
Ausbildung und Beruf

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  • Ausbildungsart
    Duale Ausbildung
  • Ausbildungsdauer
    3 Jahre
  • Ausbildungsvergütung
    keine aktuellen Daten vorhanden
  • Voraussetzungen
    Interesse am Werken sowie an Technik und Physik

Berufsbild

Was für die Fachrichtung Bürstenherstellung gesagt wurde gilt bezüglich des Marktes auch für die Fachrichtung Pinselherstellung: es gibt nur noch wenige Handwerksbetriebe dieser Fachrichtung in Deutschland. Andererseits ist es ein gern gewählter Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung, die gerade hier oft besondere Begabungen zeigen. Wie bei der Bürstenherstellung sind beim Pinsel die ausgewählten Haare, Borsten und Fasern neben der Verarbeitung das entscheidende Qualitätsmerkmal. Die Haare und Fasern sind auszuwählen, zu reinigen und auf die richtige Länge zu schneiden. Bei Aquarellpinseln werden die Haare von Marder-, Dachs und Eichhörnchen gewählt.

Die gebündelten Haare werden mit einer Metallzwinge zusammengefügt, so entsteht der Pinselkopf. Der Pinselkopf wird mit Klebstoff verkittet und danach der Stiel angesetzt. Besonders hochwertige Pinsel bestehen aus mehreren einzelnen Haarbündeln, die zu einem Gesamtbündel zusammengesetzt werden. Wie bei jedem Handwerksstück steht am Ende eine Qualitätsprüfung.

Vielfach werden die Bürsten- und Pinselherstellung in der Ausbildung zusammengefasst.

Die einzelnen Arbeitsschritte entnehmen wir hier nochmals einer Zusammenstellung der Agentur für Arbeit:

Rohmaterial wie Tierhaare, Pelzstücke und Rindsohrenränder für die Weiterverarbeitung zurichten, Feinhaare herstellen

  • Tierhaare, Pelzstücke und Rindsohrenränder von Lieferanten ausländischer Feinhaare, in der Regel aus dem asiatischen Raum, sowie Kürschnerbetrieben und Schlachthöfen erwerben
  • Rohmaterial von Fett, Verschmutzungen, Verunreinigungen (wie Blut) maschinell in einer heißen Blechtrommel reinigen
  • Haare schneiden und der Größe nach sortieren
  • Haare kämmen und bündeln
  • Färben, v.a. synthetische Fasern
  • Haare, Borsten und Fasern im Trockenofen trocknen
  • Haarbündel auf Länge bringen, d.h. die Überlängen herausziehen
  • nach Länge sortierte Haarbündel aufstoßen und bündeln

Pinsel herstellen

  • Pinselkopf herstellen, indem die gewünschte Anzahl von Feinhaaren oder - bei wertvollen Pinseln, wie beispielsweise Aquarellpinseln - einzelne zusammengebundene Haarbüschel in eine Messing-, Nickel- oder Blechbüchse gesteckt werden
  • Pinselkopf mit Kitt einstreichen und im Trockenofen trocknen
  • wertvolle Pinsel aufbereiten, indem abstehende Haare herausgezogen werden, die Pinselköpfe gummiert und mit einer Kunststoffkappe überzogen werden

gedrehte Pinsel herstellen

  • Besatzmaterial, in der Regel Naturborsten, Pflanzen- oder Kunstfasern, zwischen mehreren parallel gespannten Drähten anbringen
  • Drähte mit den Borsten zusammendrehen
  • Holzgriff auf Besatzmaterial montieren

Einstiegsgehälter und Perspektiven

Bürstenmacher arbeiten in Handwerksbetrieben des Pinselmacherhandwerks oder in Behinderten-Werkstätten. Das Gehalt liegt zwischen 1.772 € und 2.760 €.

 Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich als Industriemeister und in die Selbständigkeit.

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