Duales Studium Wirtschaftswissenschaften - Studium und Beruf

Duales Studium Wirtschaftswissenschaften - Studium und Beruf
  • Ausbildungsart
    Duales Studium
  • Studiendauer
    in der Regel 6 bis 8 Semester
  • Gewünschter Schulabschluss
    (Fach-)Abitur, teilweise auch andere Zugangsmöglichkeiten
  • Vergütung
    abhängig von Praxispartner, Branche, Tarifvertrag und Studienmodell
  • Studienbeginn
    häufig zum Wintersemester

Das duale Studium Wirtschaftswissenschaften in 20 Sekunden

  • Was du lernst: Du beschäftigst dich mit Unternehmen, Märkten, Finanzen, Wirtschaftspolitik, Mathematik, Statistik und Recht.
  • Was besonders ist: Hochschule und Praxispartner stimmen Lern- und Arbeitsphasen aufeinander ab. Je nach Modell bekommst du einen Bachelor oder einen Bachelor plus Berufsabschluss.
  • Welchen Abschluss du erwirbst: Üblich sind Bachelor of Arts und Bachelor of Science.
  • Passt zu dir, wenn du wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, mit Zahlen arbeiten und schon während des Studiums Berufserfahrung sammeln möchtest.

Warum erhöhen Unternehmen ihre Preise? Wie wirken sich steigende Zinsen auf Firmen und Verbraucher aus? Und woran lässt sich erkennen, ob sich ein neues Produkt am Markt durchsetzen kann? Im dualen Studium Wirtschaftswissenschaften gehst du genau solchen Fragen auf den Grund.

Dabei lernst du, wirtschaftliche Zusammenhänge aus verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen: Du beschäftigst dich mit den Entscheidungen einzelner Unternehmen und gleichzeitig mit den Entwicklungen auf Märkten und in der Gesamtwirtschaft. Theorie und Praxis greifen dabei direkt ineinander und genau das macht den Studiengang besonders vielseitig und gibt dir einen breiten Einblick in die Welt der Wirtschaft.

Gerade wenn du dich für wirtschaftliche Themen interessierst, dich aber noch nicht auf einen bestimmten Bereich festlegen möchtest, bietet dir das duale Studium Wirtschaftswissenschaften eine gute Grundlage für viele unterschiedliche berufliche Wege.

Was sind überhaupt Wirtschaftswissenschaften?

Warum treffen Unternehmen bestimmte Entscheidungen? Wieso steigen Preise? Und welchen Einfluss haben Zinsen, Arbeitsmarkt oder wirtschaftliche Entwicklungen darauf? Genau mit solchen Fragen beschäftigen sich die Wirtschaftswissenschaften. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen, Unternehmen und Staaten mit begrenzten Ressourcen umgehen und wirtschaftliche Entscheidungen treffen.

Dabei verbinden die Wirtschaftswissenschaften vor allem zwei Bereiche:

  • Betriebswirtschaftslehre (BWL): Hier dreht sich alles um einzelne Unternehmen und deren Entscheidungen. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit Finanzierung, Marketing, Personal, Einkauf, Produktion oder Unternehmensführung.
  • Volkswirtschaftslehre (VWL): Sie nimmt das größere Ganze in den Blick. Themen sind unter anderem Angebot und Nachfrage, Inflation, Arbeitsmarkt, Konjunktur, internationaler Handel oder Wirtschaftspolitik.

Im Studium lernst du, beide Perspektiven miteinander zu verbinden. Dazu kommen Grundlagen aus Mathematik, Statistik, Recht, Wirtschaftsinformatik und wissenschaftlichem Arbeiten. Welche Bereiche besonders stark vertreten sind, hängt von der jeweiligen Hochschule und dem Studiengang ab.

Wie das zusammenspielt, zeigt ein einfaches Beispiel: Möchte ein Unternehmen ein neues Werk bauen, geht es aus BWL-Sicht etwa um Kosten, Finanzierung und Organisation. Gleichzeitig spielen aber auch Faktoren wie Zinsen, die Lage auf dem Arbeitsmarkt oder die wirtschaftliche Entwicklung einer Region eine Rolle und damit typische Themen der VWL. So lernst du, wirtschaftliche Entscheidungen nicht nur aus einer, sondern aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Was macht man später im Beruf?

Mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften legst du dich nicht auf einen einzigen Beruf fest. Stattdessen qualifizierst du dich für viele kaufmännische, analytische und organisatorische Tätigkeiten in Unternehmen, Beratungen oder öffentlichen Einrichtungen. Welche Richtung du später einschlägst, hängt häufig davon ab, welche Schwerpunkte du im Studium setzt und in welchen Bereichen du während deiner Praxisphasen bereits Erfahrungen sammelst.

BereichWorum geht es konkret?So kann eine Aufgabe aussehen
Controlling und FinanceIn diesem Bereich analysierst du Kosten, Umsätze, Budgets und andere Finanzkennzahlen. Ziel ist es, wirtschaftliche Entwicklungen früh zu erkennen und Entscheidungen mit Zahlen zu unterstützen.Zum Beispiel vergleichst du geplante und tatsächliche Ausgaben, untersuchst größere Abweichungen und bereitest die Ergebnisse für ein Meeting auf.
Marketing und MarktforschungHier beschäftigst du dich damit, was Kund wollen, wie sich Märkte entwickeln und wie sich ein Unternehmen gegenüber Wettbewerbern positionieren kann.Eine typische Aufgabe kann darin bestehen, Ergebnisse einer Kundenbefragung auszuwerten und daraus Empfehlungen für ein Produkt oder eine Kampagne abzuleiten.
Vertrieb und KundenmanagementIm Vertrieb stehen Kund, Angebote und langfristige Geschäftsbeziehungen im Mittelpunkt. Gleichzeitig behältst du Preise, Konditionen und wirtschaftliche Ziele im Blick.So könntest du beispielsweise ein Angebot kalkulieren, es mit internen Abteilungen abstimmen und anschließend mit einem Kunden über Konditionen sprechen.
Einkauf und LogistikDieser Bereich sorgt dafür, dass Materialien, Produkte oder Dienstleistungen zur richtigen Zeit, in der passenden Qualität und zu wirtschaftlichen Konditionen verfügbar sind.Unter anderem vergleichst du Lieferantenangebote, prüfst Preise und Lieferzeiten oder analysierst, welche Folgen ein Lieferengpass für Produktion und Kosten haben könnte.
Personal und OrganisationDabei geht es um Mitarbeitende, Recruiting, Weiterbildung und die Organisation von Arbeitsabläufen innerhalb eines Unternehmens.Beispielsweise wertest du Bewerbungszahlen aus, unterstützt bei Auswahlprozessen oder hilfst bei der Planung eines Weiterbildungsprogramms.
Business AnalyticsMithilfe von Daten untersuchst du, wie sich Umsätze, Kosten, Kundenzahlen oder andere Kennzahlen entwickeln. Daraus lassen sich Muster und mögliche Handlungsfelder ableiten.Eine mögliche Aufgabe wäre, Daten aufzubereiten und ein Dashboard zu erstellen, mit dem ein Team wichtige Kennzahlen regelmäßig verfolgen kann.
Projektmanagement und UnternehmensentwicklungHier arbeitest du häufig an Veränderungen, neuen Prozessen oder strategischen Projekten mit und koordinierst verschiedene Aufgaben und Beteiligte.So kannst du Daten für einen Business Case zusammentragen, Termine koordinieren oder den Fortschritt eines Projekts dokumentieren.
BeratungIn der Beratung analysierst du wirtschaftliche Fragestellungen von Unternehmen und entwickelst gemeinsam mit Kund mögliche Lösungen.Dafür führst du zum Beispiel Interviews, wertest Kennzahlen aus und bereitest die Ergebnisse übersichtlich für eine Präsentation oder einen Workshop auf.
Verwaltung und wirtschaftspolitische ArbeitAuch öffentliche Einrichtungen benötigen wirtschaftliches Know-how. Dort beschäftigst du dich zum Beispiel mit Haushalten, Förderprogrammen oder wirtschaftlichen Entwicklungen.Du könntest Arbeitsmarkt- oder Konjunkturdaten auswerten und die wichtigsten Ergebnisse für eine Entscheidungsvorlage zusammenfassen.

Gerade weil das Studium so breit angelegt ist, gibt es nicht den einen typischen Berufseinstieg. Viele Absolvent starten zunächst in einer Junior-, Analyst-, Assistenz- oder Trainee-Position und spezialisieren sich anschließend weiter. Der Bachelor bildet damit vor allem eine breite wirtschaftliche Grundlage, auf der du im Berufsleben unterschiedliche Schwerpunkte aufbauen kannst.

Wirtschaftswissenschaften, BWL oder VWL: Wo liegt der Unterschied?

BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften beschäftigen sich alle mit wirtschaftlichen Fragen, setzen dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte. Vereinfacht gesagt: BWL betrachtet vor allem einzelne Unternehmen, VWL größere wirtschaftliche Zusammenhänge und Wirtschaftswissenschaften verbindet häufig beide Perspektiven.

Ganz eindeutig sind die Bezeichnungen allerdings nicht immer. Hochschulen können ihre Studiengänge unterschiedlich aufbauen und benennen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf den Titel zu achten, sondern auch einen Blick in den aktuellen Modulplan und die angebotenen Schwerpunkte zu werfen.

StudienrichtungWas steckt dahinter?Könnte zu dir passen, wenn…
WirtschaftswissenschaftenDer Studiengang verbindet in der Regel Inhalte aus BWL und VWL. Ergänzt werden diese häufig durch Mathematik, Statistik, Recht und wirtschaftswissenschaftliche Methoden. Dadurch erhältst du einen vergleichsweise breiten Blick auf Unternehmen, Märkte und wirtschaftliche Entwicklungen… du dich noch nicht ausschließlich auf BWL oder VWL festlegen möchtest und sowohl unternehmerische Entscheidungen als auch größere wirtschaftliche Zusammenhänge spannend findest.
Betriebswirtschaftslehre (BWL)Hier steht das einzelne Unternehmen im Mittelpunkt. Du beschäftigst dich beispielsweise damit, wie Unternehmen finanzieren, Produkte vermarkten, Mitarbeitende einsetzen, Prozesse organisieren oder ihre wirtschaftlichen Ziele erreichen.… du vor allem verstehen möchtest, wie Unternehmen funktionieren und dich Bereiche wie Marketing, Finance, Personal, Vertrieb oder Logistik interessieren.
Volkswirtschaftslehre (VWL)Die VWL richtet den Blick stärker auf Märkte und die Gesamtwirtschaft. Dabei geht es unter anderem um Inflation, Arbeitslosigkeit, Konjunktur, internationalen Handel oder die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Entscheidungen.… du wirtschaftliche Entwicklungen auf gesellschaftlicher oder internationaler Ebene verstehen möchtest und dich auch für mathematische und statistische Analysen interessierst.
Business AdministrationHinter dieser Bezeichnung steckt häufig ein betriebswirtschaftlich ausgerichteter Studiengang. Je nach Hochschule können internationale Inhalte, englischsprachige Module oder globale Unternehmensfragen einen größeren Stellenwert haben.… du dich für BWL interessierst und gleichzeitig Wert auf eine internationale Ausrichtung oder englischsprachige Studieninhalte legst.
WirtschaftsinformatikDieser Studiengang verbindet wirtschaftliche Fragestellungen mit Informatik und Digitalisierung. Neben BWL beschäftigst du dich beispielsweise mit Datenbanken, Software, Informationssystemen oder digitalen Geschäftsprozessen.… du Wirtschaft spannend findest, aber gleichzeitig gerne mit Daten, digitalen Anwendungen oder IT-Lösungen arbeitest.
WirtschaftsingenieurwesenHier treffen Wirtschaft und Technik aufeinander. Du lernst sowohl wirtschaftliche Grundlagen als auch technische oder ingenieurwissenschaftliche Inhalte kennen und kannst später an der Schnittstelle beider Bereiche arbeiten.… du dich nicht nur für Unternehmen und Management, sondern auch für Technik, Produkte, Produktion oder technische Abläufe interessierst.

Gut zu wissen: Gerade bei dualen Studiengängen lohnt es sich, mit mehreren Bezeichnungen zu suchen. Ein Studienplatz kann fachlich sehr gut zu deinen Interessen passen, auch wenn im Titel nicht ausdrücklich „Wirtschaftswissenschaften“ steht. Such deshalb zum Beispiel auch nach BWL, Business Administration, Business Management oder Wirtschaftsmanagement und vergleiche anschließend die konkreten Studieninhalte.

Welche Voraussetzungen braucht man für ein duales Studium Wirtschaftswissenschaften?

Für ein duales Studium Wirtschaftswissenschaften brauchst du in der Regel zwei Dinge: eine passende Hochschulzugangsberechtigung und einen Vertrag mit einem Praxispartner. Welche Anforderungen genau gelten, hängt von Hochschule, Studienmodell und Unternehmen ab.

Mit dem Abitur kannst du dich grundsätzlich an allen Hochschularten bewerben. Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt dich zum Studium bestimmter Fachrichtungen. Mit der Fachhochschulreife kannst du in der Regel an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften studieren.

Zusätzlich brauchst du für das duale Studium einen passenden Praxispartner. Bei einem ausbildungsintegrierenden Studium schließt du einen Ausbildungsvertrag ab. Beim praxisintegrierenden Modell handelt es sich meist um einen Studien-, Praxis- oder Arbeitsvertrag. Je nach Studiengang bewirbst du dich zuerst beim Unternehmen oder zunächst an der Hochschule.

Gibt es einen NC? Einen einheitlichen NC für Wirtschaftswissenschaften gibt es nicht. Manche Studiengänge sind zulassungsfrei, andere haben eine örtliche Zulassungsbeschränkung. Wie hoch die Auswahlgrenze ausfällt, hängt unter anderem von der Zahl der Bewerbungen und verfügbaren Studienplätze ab. Beim dualen Studium zählt zusätzlich die Auswahl durch das Unternehmen. Praxispartner können zum Beispiel auf gute Leistungen in Mathematik, Deutsch oder Englisch achten. Auch Online-Tests, Vorstellungsgespräche oder Assessment-Center sind möglich.

Quick Check: Passt das duale Studium Wirtschaftswissenschaften zu dir?

Je mehr Punkte auf dich zutreffen, desto besser könnte der Studiengang zu deinen Interessen passen:

  • Du möchtest verstehen, wie Unternehmen funktionieren und wirtschaftliche Entscheidungen treffen.
  • Gleichzeitig interessieren dich größere Themen wie Preise, Arbeitsmarkt oder wirtschaftliche Entwicklungen.
  • Zahlen schrecken dich nicht ab und du bist bereit, dich mit Mathe und Statistik auseinanderzusetzen.
  • Du analysierst gerne Informationen und möchtest verstehen, warum bestimmte Entwicklungen entstehen.
  • Tabellen, Diagramme und Daten findest du eher spannend als abschreckend.
  • Du möchtest verschiedene Unternehmensbereiche kennenlernen, bevor du dich später spezialisierst.
  • Teamarbeit liegt dir und du kannst dir vorstellen, Ergebnisse zu präsentieren oder zu erklären.
  • Der regelmäßige Wechsel zwischen Hochschule und Unternehmen spricht dich an.
  • Du kannst dich gut organisieren und kommst auch mit einem relativ vollen Zeitplan zurecht.
  • Du möchtest schon während des Studiums praktische Erfahrung sammeln und Verantwortung übernehmen.

Du musst nicht jeden Punkt von Anfang an perfekt erfüllen. Viele Fähigkeiten, etwa Präsentieren, Organisieren oder der Umgang mit Daten, entwickelst du während des Studiums weiter. Wichtig sind vor allem echtes Interesse an wirtschaftlichen Themen und die Bereitschaft, kontinuierlich dranzubleiben.

Welche Fähigkeiten helfen dir besonders?

Gute Noten allein entscheiden nicht darüber, ob Wirtschaftswissenschaften zu dir passen. Im Studium und während deiner Praxisphasen helfen dir vor allem Fähigkeiten, mit denen du Zusammenhänge analysierst, mit Zahlen arbeitest, dich selbst organisierst und Ergebnisse verständlich vermittelst.

FähigkeitWarum hilft sie dir?So kannst du sie trainieren
Analytisches DenkenWirtschaftliche Fragen haben selten nur eine Ursache oder eine einzige Lösung. Im Studium vergleichst du Informationen, erkennst Zusammenhänge und leitest aus Daten oder Modellen begründete Schlussfolgerungen ab.Suche dir beispielsweise ein Diagramm zu Preisen, Umsätzen oder Arbeitslosigkeit und überlege: Was zeigt es tatsächlich? Welche Entwicklung erkennst du und was lässt sich aus den Daten nicht sicher ableiten?
ZahlenverständnisMathematik und Statistik gehören fest zum Studium. Auch in Rechnungswesen, Finanzierung, VWL oder Datenanalyse arbeitest du regelmäßig mit Zahlen, Kennzahlen und Modellen.Prozentrechnung, Gleichungen, Funktionen und Wahrscheinlichkeiten. Übe außerdem, Tabellen und Diagramme sorgfältig zu lesen und Ergebnisse auf ihre Plausibilität zu prüfen.
ProblemlösefähigkeitNicht jede Aufgabe hat eine eindeutige Musterlösung. Häufig musst du verschiedene Möglichkeiten vergleichen, Vor- und Nachteile abwägen und anschließend einen sinnvollen Lösungsweg begründen.Nimm ein einfaches Unternehmensproblem, etwa steigende Kosten oder sinkende Verkaufszahlen und überlege dir zunächst mehrere mögliche Ursachen und Lösungsansätze.
Selbstständiges Arbeiten & LernenAn der Hochschule bereitest du viele Inhalte eigenständig vor und nach. Gerade im dualen Studium solltest du erkennen können, wo noch Wissenslücken bestehen, und selbst daran arbeiten.Teile größere Lerninhalte in kleinere Einheiten auf und überprüfe anschließend ohne Unterlagen, welche Themen du bereits verstanden hast und wo du noch einmal nacharbeiten musst.
Organisation & ZeitmanagementHochschule und betriebliche Praxis laufen im dualen Studium eng zusammen. Vorlesungen, Prüfungen, Lernzeiten und Aufgaben im Unternehmen müssen deshalb gut miteinander koordiniert werden.Plane größere Aufgaben vom Abgabetermin rückwärts und setze dir realistische Zwischenziele. Ein Wochenplan kann dir helfen, Lern- und Praxisaufgaben frühzeitig zu verteilen.
KommunikationsfähigkeitGute Analysen bringen wenig, wenn niemand versteht, was sie bedeuten. Im Studium und im Unternehmen erklärst du Ergebnisse, präsentierst Ideen und stimmst dich mit unterschiedlichen Personen ab.Versuche, ein kompliziertes Thema in wenigen verständlichen Sätzen zu erklären. Lass dir anschließend von einer anderen Person sagen, was bei ihr angekommen ist.
Sorgfalt & GenauigkeitSchon kleine Fehler in Zahlen, Formeln oder Datensätzen können das Ergebnis einer Analyse verändern. Deshalb solltest du Informationen und Berechnungen aufmerksam überprüfen.Kontrolliere bei Aufgaben nicht nur das Endergebnis, sondern auch Rechenweg, Einheit und Datengrundlage. Frage dich zusätzlich, ob dein Ergebnis realistisch erscheint.
TeamfähigkeitViele wirtschaftliche Entscheidungen entstehen gemeinsam. In Unternehmen arbeiten beispielsweise Marketing, Finance, Vertrieb oder Einkauf an denselben Projekten und bringen unterschiedliche Perspektiven ein.Übernimm bei Gruppenarbeiten eine konkrete Aufgabe, halte Absprachen zuverlässig ein und übe, eigene Ideen einzubringen und gleichzeitig andere Vorschläge aufzunehmen.
Digitale KompetenzDaten werden in Unternehmen und im Studium häufig digital ausgewertet, aufbereitet und präsentiert. Ein sicherer Umgang mit Tabellen und digitalen Werkzeugen erleichtert dir deshalb viele Aufgaben.Lerne grundlegende Funktionen und Pivot-Tabellen in Excel oder Google Sheets kennen und übe, Daten übersichtlich in Tabellen und Diagrammen darzustellen.
EnglischkenntnisseViele wirtschaftliche Fachbegriffe und wissenschaftliche Texte sind auf Englisch. Je nach Hochschule können außerdem einzelne Module oder Lehrmaterialien englischsprachig sein.Lies gelegentlich einen kurzen englischen Wirtschaftsartikel und notiere dir unbekannte Fachbegriffe. So erweiterst du deinen Wortschatz nach und nach im passenden Kontext.

Welche Interessen passen gut zum Studium Wirtschaftswissenschaften?

Wirtschaftswissenschaften passen besonders gut zu dir, wenn du wissen möchtest, warum Unternehmen und Märkte so funktionieren, wie sie funktionieren. Dabei musst du dich nicht nur für Zahlen interessieren, auch Themen wie Konsumverhalten, gesellschaftliche Entwicklungen oder Unternehmensstrategien spielen eine wichtige Rolle.

InteresseWarum passt es zu Wirtschaftswissenschaften?Woran merkst du das bei dir?
Unternehmen und GeschäftsmodelleEin großer Teil des Studiums beschäftigt sich damit, wie Unternehmen aufgebaut sind, Entscheidungen treffen, Geld verdienen und sich gegenüber Wettbewerbern behaupten.Du fragst dich zum Beispiel, warum bestimmte Unternehmen stark wachsen, weshalb manche Produkte erfolgreich werden oder wie Firmen mit steigenden Kosten umgehen.
Wirtschaft und MärkteNeben einzelnen Unternehmen lernst du auch, wie Angebot und Nachfrage, Preise, Wettbewerb und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen zusammenhängen.Dich interessiert, warum Preise steigen, sich Märkte verändern oder wirtschaftliche Krisen Auswirkungen auf Unternehmen und Verbraucher haben.
Daten und ZusammenhängeStatistik und empirische Methoden helfen dir dabei, wirtschaftliche Fragen nicht nur nach Gefühl, sondern anhand von Daten zu untersuchen.Diagramme, Umfragen oder Statistiken machen dich neugierig und du möchtest wissen, ob sich eine Aussage wirklich mit Zahlen belegen lässt.
Geld und FinanzenThemen wie Finanzierung, Investitionen, Rechnungswesen und Controlling gehören zu vielen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen.Du möchtest verstehen, wie Unternehmen mit Budgets planen, Investitionen bewerten oder wie Zinsen und Kosten wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen.
Menschen und EntscheidungenWirtschaft dreht sich immer auch um menschliches Verhalten. Marketing, Personal oder Verhaltensökonomie untersuchen unter anderem, warum Menschen kaufen, entscheiden oder auf bestimmte Anreize reagieren.Du beobachtest gerne, warum Menschen bestimmte Marken wählen, welche Faktoren Kaufentscheidungen beeinflussen oder wie Teams zusammenarbeiten.
Planung und ProblemlösungUnternehmen müssen laufend entscheiden, wie Prozesse verbessert, Projekte umgesetzt oder Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden können.Wenn etwas nicht funktioniert, suchst du gerne nach Ursachen und überlegst, wie sich ein Ablauf strukturierter oder effizienter gestalten lässt.
Gesellschaftliche und wirtschaftspolitische ThemenGerade die VWL betrachtet wirtschaftliche Entwicklungen im Zusammenhang mit Staat, Gesellschaft und politischen Entscheidungen.Themen wie Inflation, Steuern, Arbeitsmarkt, internationaler Handel oder Klimapolitik findest du interessant und möchtest ihre wirtschaftlichen Folgen besser verstehen.

Welche Schulfächer sind hilfreich?

Bestimmte Schulfächer erleichtern dir den Einstieg, sind aber normalerweise keine Voraussetzung dafür, dass du Wirtschaftswissenschaften studieren kannst. Besonders hilfreich sind Fächer, in denen du den Umgang mit Zahlen, Sprache, gesellschaftlichen Zusammenhängen und Daten trainierst.

SchulfachWarum hilft es dir?
MathematikMathematische Grundlagen brauchst du unter anderem für Wirtschaftsmathematik, Statistik, Finanzierung und quantitative Methoden. Besonders hilfreich sind Prozentrechnung, Gleichungen, Funktionen, Wahrscheinlichkeiten sowie das Lesen und Interpretieren von Tabellen und Diagrammen.
Wirtschaft / Wirtschaft & RechtWenn du bereits wirtschaftliche Inhalte kennst, fallen dir viele Grundbegriffe im Studium leichter. Kenntnisse zu Angebot und Nachfrage, Unternehmen, Märkten, Finanzierung oder wirtschaftlichen Entscheidungen geben dir einen guten ersten Überblick.
Politik / SozialwissenschaftenViele wirtschaftliche Entwicklungen hängen eng mit gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen zusammen. Das hilft dir vor allem bei volkswirtschaftlichen Themen wie Steuern, Arbeitsmarkt oder staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft.
DeutschIm Studium schreibst du Hausarbeiten, bereitest Präsentationen vor und musst komplexe Informationen verständlich formulieren. Ein gutes Leseverständnis und die Fähigkeit, Inhalte klar und logisch zu strukturieren, sind deshalb besonders nützlich.
EnglischWirtschaftliche Fachliteratur, Studien, Fachbegriffe und teilweise auch Lehrveranstaltungen können auf Englisch sein. Ein solides Leseverständnis hilft dir daher sehr; den speziellen Wirtschafts- und Fachwortschatz baust du im Studium weiter aus.
InformatikWirtschaftliche Analysen und Unternehmensprozesse werden zunehmend digital unterstützt. Grundkenntnisse in Tabellenkalkulation, logisches Denken und ein grundlegendes Verständnis für Daten sind daher hilfreich. Programmierkenntnisse sind bei klassischen Wirtschaftswissenschaften meist keine Voraussetzung.

Was lernst du im dualen Studium Wirtschaftswissenschaften?

Im Studium beschäftigst du dich nicht nur damit, wie Unternehmen funktionieren, sondern auch damit, warum sich Märkte verändern, wie wirtschaftliche Entscheidungen entstehen und wie sich solche Entwicklungen mit Daten untersuchen lassen. Deshalb treffen BWL und VWL auf Mathematik, Statistik, Recht und digitale Themen.

Welche Module genau dazugehören, hängt von der Hochschule ab. Typischerweise begegnen dir aber diese Studienbereiche:

StudienbereichWas lernst du konkret?
Betriebswirtschaftslehre (BWL)Du lernst die grundlegenden Abläufe eines Unternehmens kennen und beschäftigst dich damit, wie Leistungen erstellt, Entscheidungen getroffen und unterschiedliche Unternehmensbereiche gesteuert werden. Dazu können beispielsweise Strategie, Produktion, Einkauf oder Unternehmensführung gehören.
Volkswirtschaftslehre (VWL)In der Mikroökonomie untersuchst du beispielsweise das Verhalten von Unternehmen und Haushalten sowie Angebot, Nachfrage, Preise und Wettbewerb. Die Makroökonomie betrachtet größere Themen wie Wachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit und Konjunktur.
MarketingHier geht es unter anderem um Zielgruppen, Kundenbedürfnisse, Produkte, Preise und Wettbewerb. Du lernst, wie Unternehmen Märkte analysieren und Angebote so gestalten, dass sie zu ihrer Zielgruppe passen.
RechnungswesenDu beschäftigst dich mit Buchführung, Jahresabschlüssen und der Frage, wie wirtschaftliche Vorgänge in Zahlen erfasst werden. Hinzu kommt häufig die interne Kosten- und Leistungsrechnung.
Finanzierung und InvestitionDu untersuchst, wie Unternehmen Kapital beschaffen und einsetzen. Dabei lernst du beispielsweise verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten kennen und beschäftigst dich damit, wie Investitionen wirtschaftlich bewertet werden können.
Controlling und UnternehmenssteuerungIm Controlling arbeitest du mit Kennzahlen, Budgets und Planungen. Du vergleichst beispielsweise geplante Ergebnisse mit der tatsächlichen Entwicklung und analysierst mögliche Abweichungen.
MathematikWirtschaftsmathematik vermittelt dir mathematische Methoden, die du für wirtschaftliche Fragestellungen brauchst. Dazu können unter anderem Funktionen, Differentialrechnung, lineare Algebra und Finanzmathematik gehören.
Statistik und empirische MethodenDu lernst, Daten zu beschreiben, Stichproben auszuwerten und statistische Aussagen zu überprüfen. Je nach Studiengang gehören auch Wahrscheinlichkeitsrechnung und statistische Tests dazu.
Wirtschaftsinformatik und DigitalisierungHier beschäftigst du dich damit, wie Unternehmen Informationen, Daten und digitale Systeme nutzen. Je nach Hochschule können auch digitale Geschäftsmodelle, Datenmanagement oder Business Analytics eine Rolle spielen.
RechtTypisch sind Grundlagen des Wirtschaftsprivatrechts. Du lernst beispielsweise, welche rechtlichen Regeln für Verträge und geschäftliche Beziehungen gelten. Je nach Studiengang können weitere Rechtsgebiete hinzukommen.
Personal und OrganisationDu lernst, wie Unternehmen ihre Strukturen gestalten, Mitarbeitende einsetzen und Zusammenarbeit organisieren. Je nach Programm können Themen wie Personalmanagement, Führung oder Organisationsentwicklung dazugehören.
Wirtschaftspsychologie und EntscheidungsverhaltenManche Studiengänge beschäftigen sich zusätzlich damit, wie Menschen wirtschaftliche Entscheidungen treffen und welche psychologischen Faktoren beispielsweise Kauf- oder Arbeitsverhalten beeinflussen.
Wirtschaftspolitik und internationale WirtschaftHier untersuchst du unter anderem, wie staatliche Maßnahmen, internationaler Handel oder wirtschaftspolitische Entscheidungen Märkte beeinflussen können.
Wissenschaftliches ArbeitenDu lernst, Informationen systematisch zu recherchieren, Quellen kritisch zu prüfen, Fragestellungen zu entwickeln und Ergebnisse nachvollziehbar zu begründen.
Die Mischung kann von Hochschule zu Hochschule deutlich variieren.

Später kannst du eigene Schwerpunkte setzen

Nach den Grundlagen wird das Studium häufig spezieller. Je nach Hochschule kannst du dich beispielsweise in Finance, Accounting und Controlling, Marketing, Personalmanagement, Business Analytics, Wirtschaftsinformatik, Supply Chain Management, nachhaltigem Wirtschaften oder VWL vertiefen.

Wie unterschiedlich diese Möglichkeiten sein können, zeigen schon zwei Beispiele: In Kassel stehen unter anderem Management, Innovation und Marketing, Finance, Accounting, Controlling and Taxation, Wirtschaftsinformatik, Nachhaltiges Wirtschaften sowie Economic Behaviour and Governance zur Wahl. Hohenheim bietet beispielsweise Profile in Finance, Human Resource Management, Information Systems & Supply Chains, Accounting, Controlling & Taxation oder empirischer Wirtschaftsforschung an.

Deshalb lohnt sich vor der Bewerbung immer ein Blick in den Modulplan: Zwei Studiengänge können beide „Wirtschaftswissenschaften“ heißen und trotzdem unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Wie bewirbt man sich für ein duales Studium Wirtschaftswissenschaften?

Bei vielen dualen Studiengängen läuft die Bewerbung anders als bei einem normalen Studium. Häufig gilt:

1. Praxispartner suchen. Du suchst zunächst ein Unternehmen, das International Management dual anbietet.

2. Beim Unternehmen bewerben. Typischerweise reichst du Lebenslauf, Zeugnisse und je nach Unternehmen weitere Bewerbungsunterlagen ein.

3. Auswahlverfahren bestehen. Dich können Vorstellungsgespräche, Online-Tests, Assessment-Center oder weitere Auswahlstufen erwarten.

4. Vertrag unterschreiben. Wenn das Unternehmen dich auswählt, erhältst du einen entsprechenden Studien-, Praxis- oder Ausbildungsvertrag.

5. Einschreibung an der Hochschule. Anschließend erfolgt die Einschreibung beziehungsweise Zulassung an der kooperierenden Hochschule.

An der HWR Berlin bewerben sich Interessierte bei dualen Studiengängen beispielsweise direkt bei den Partnerunternehmen und nicht zuerst an der Hochschule.

Aber auch hier gibt es andere Modelle. Lies deshalb immer genau nach, ob zuerst die Bewerbung beim Unternehmen oder bei der Hochschule vorgesehen ist.

Was verdient man während und nach dem dualen Studium Wirtschaftswissenschaften?

Ein finanzieller Vorteil des dualen Studiums ist, dass du in der Regel schon während des Studiums eine monatliche Vergütung von deinem Praxisunternehmen erhältst. Einen einheitlichen Betrag gibt es für Wirtschaftswissenschaften allerdings nicht. Wie viel du verdienst, hängt unter anderem vom Unternehmen, der Branche, einem möglichen Tarifvertrag und dem Studienmodell ab.

Als grobe Orientierung kannst du mit folgenden Beträgen rechnen:

StudienjahrMögliche monatliche Vergütung
1. Jahrca. 900–1.650 € brutto
2. Jahrca. 1.000–1.750 € brutto
3. Jahrca. 1.200–2.100 € brutto

Zusätzlich zur monatlichen Vergütung bieten viele Unternehmen weitere Leistungen an, zum Beispiel:

  • Übernahme der Studiengebühren
  • Urlaubs- oder Weihnachtsgeld
  • Fahrtkostenzuschüsse oder Deutschlandticket
  • Laptop oder andere technische Ausstattung
  • vermögenswirksame Leistungen
  • betriebliche Altersvorsorge
  • Zuschüsse zu Unterkunft oder Auslandsaufenthalten

Es lohnt sich deshalb, bei mehreren Studienangeboten nicht nur das monatliche Gehalt miteinander zu vergleichen.

Was verdient man nach dem Studium Wirtschaftswissenschaften?

Nach dem Bachelor gibt es nicht das eine Gehalt für Wirtschaftswissenschaftler, denn der Studiengang führt in sehr unterschiedliche Berufsfelder. Du kannst beispielsweise im Controlling, Finance, Marketing, Vertrieb, Personal, Consulting oder Business Development einsteigen.

Als grobe Orientierung für den Berufseinstieg sind derzeit etwa 38.000 bis 45.000 Euro brutto im Jahr realistisch. Die tatsächliche Vergütung kann jedoch deutlich darunter oder darüber liegen. Entscheidend ist vor allem, in welcher Position und Branche du startest.

Wie viel du tatsächlich verdienst, hängt besonders davon ab,

  • in welchem Bereich du einsteigst,
  • welcher Branche dein Arbeitgeber angehört,
  • wie groß das Unternehmen ist,
  • in welcher Region du arbeitest,
  • welchen Studienschwerpunkt du gewählt hast und
  • welche Verantwortung du in deiner Position übernimmst.

Ein Einstieg im Marketing oder Personal kann deshalb anders vergütet werden als beispielsweise eine Position im Controlling, Finance oder Consulting.

Ein Pluspunkt des dualen Studiums: Nach deinem Abschluss bringst du bereits mehrere Jahre Praxiserfahrung aus einem Unternehmen mit. Häufig kennst du deinen Praxisbetrieb, dessen Abläufe und verschiedene Abteilungen bereits sehr gut und kannst dadurch direkt in eine passende Fach- oder Juniorposition einsteigen.

Welche Karrierechancen hat man nach dem Studium Wirtschaftswissenschaften?

Mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften bist du nicht auf einen bestimmten Beruf oder eine einzelne Branche festgelegt. Genau darin liegt eine der Stärken des Studiums: Je nach Schwerpunkt kannst du dich stärker in Richtung Finanzen, Marketing, Personal, Datenanalyse, Beratung oder sogar volkswirtschaftliche Tätigkeiten entwickeln.

Auch der Arbeitsmarkt ist entsprechend breit. Besonders viele Wirtschaftswissenschaftler arbeiten in der Unternehmensführung, -organisation und -beratung. Weitere große Tätigkeitsfelder sind Handel und Vertrieb, Verkehr und Logistik sowie Finanzen, Rechnungswesen, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung.

In welchen Bereichen kannst du Karriere machen?

BereichWie kann sich deine Karriere dort entwickeln?
Controlling & FinanceNach dem Einstieg kannst du dich beispielsweise auf Unternehmensplanung, Reporting, Investitionen oder Finanzanalysen spezialisieren. Mit zunehmender Erfahrung übernimmst du komplexere Analysen, eigene Verantwortungsbereiche oder die Steuerung von Budgets.
Unternehmensberatung & ConsultingIn der Beratung arbeitest du an wechselnden wirtschaftlichen Fragestellungen und kannst dich später etwa auf Strategie, Organisation, Finance, Digitalisierung oder bestimmte Branchen spezialisieren. Mit Erfahrung übernimmst du größere Projekte und mehr Verantwortung gegenüber Kunden.
Marketing & MarktforschungHier kannst du dich von analytischen oder operativen Aufgaben hin zu Produkt-, Marken-, Kampagnen- oder Marktverantwortung entwickeln. Auch Bereiche wie digitales Marketing oder Customer Analytics können mögliche Spezialisierungen sein.
Vertrieb & Business DevelopmentIm Vertrieb kannst du zunehmend größere Kunden oder Kundengruppen betreuen. Im Business Development beschäftigst du dich stärker mit neuen Märkten, Produkten, Partnerschaften oder Geschäftsmodellen.
Personal & OrganisationsentwicklungMögliche Schwerpunkte reichen von Recruiting und Personalentwicklung bis zu Vergütung, People Analytics oder Organisationsentwicklung. Später kannst du beispielsweise größere HR-Projekte oder eigene Personalbereiche verantworten.
Einkauf, Logistik & Supply ChainIn diesem Bereich kannst du dich auf strategischen Einkauf, Lieferantenmanagement, Logistikplanung oder die Steuerung komplexer Lieferketten spezialisieren. Digitale und nachhaltige Lieferketten spielen dabei zunehmend eine Rolle.
Business Analytics & DigitalisierungWenn du gerne mit Daten arbeitest, kannst du wirtschaftliche Analysen mit digitalen Werkzeugen verbinden. Mögliche Aufgaben liegen beispielsweise in Business Intelligence, Prozessanalyse, Datenanalyse oder der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.
Projekt- & ProzessmanagementMit wachsender Erfahrung kannst du größere Projekte koordinieren, Prozesse optimieren oder Veränderungsprojekte zwischen mehreren Unternehmensbereichen steuern.
Nachhaltigkeit & TransformationUnternehmen müssen wirtschaftliche Ziele zunehmend mit Nachhaltigkeit, neuen regulatorischen Anforderungen und Transformationsprozessen verbinden. Wirtschaftswissenschaftler können hier beispielsweise an Nachhaltigkeitsstrategien, Reporting oder Veränderungen von Geschäftsmodellen mitarbeiten.
Volkswirtschaft & öffentliche InstitutionenMit einem stärkeren VWL-Schwerpunkt kommen auch Tätigkeiten bei Behörden, Verbänden, Kammern, Forschungsinstituten oder anderen öffentlichen Einrichtungen infrage. Dort analysierst du beispielsweise Märkte, Konjunktur oder wirtschaftspolitische Entwicklungen.

Wie kannst du dich beruflich weiterentwickeln?

Nach dem Bachelor startest du häufig zunächst in einer Junior-, Analyst-, Trainee- oder Fachposition. Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du dich anschließend entweder fachlich spezialisieren oder mehr Projekt-, Kunden-, Budget- und später gegebenenfalls Führungsverantwortung übernehmen.

Der typische Weg muss dabei nicht automatisch ins Management führen. Du kannst dich genauso zu einer gefragten Fachkraft in einem bestimmten Gebiet entwickeln, beispielsweise in Financial Analysis, Controlling, Business Analytics, Supply Chain Management oder Marktforschung.

Gerade beim dualen Studium bringst du für den Einstieg bereits einen Vorteil mit: Du hast über mehrere Jahre praktische Erfahrungen gesammelt und kennst häufig bereits konkrete Unternehmensbereiche. Wenn dein Praxispartner dich übernehmen möchte, kann der Übergang vom Studium in den Beruf deshalb besonders direkt verlaufen.

Oder noch einen Master?

Der Bachelor ist ein vollwertiger berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Du kannst also nach dem dualen Studium direkt ins Berufsleben einsteigen.

Ein Master kann sinnvoll sein, wenn du dein Profil später gezielt vertiefen möchtest. Die Bundesagentur für Arbeit weist außerdem darauf hin, dass für bestimmte Führungspositionen häufig ein weiterführender Abschluss erwartet wird.

Mögliche MasterrichtungWann passt sie besonders gut?
Business Administration / ManagementEine gute Wahl, wenn du dein breites wirtschaftswissenschaftliches Wissen weiter vertiefen und stärker auf Unternehmensführung, Strategie und Management ausrichten möchtest. Der Master eignet sich besonders, wenn du später komplexere Entscheidungs-, Projekt- oder Führungsaufgaben übernehmen willst.
Finance, Accounting & ControllingDiese Richtung passt gut, wenn dir Zahlen, Unternehmenskennzahlen und finanzielle Zusammenhänge liegen. Du kannst dich gezielt auf Bereiche wie Finanzierung, Reporting, Unternehmenssteuerung, Investitionen oder Rechnungswesen spezialisieren und damit ein klareres fachliches Profil entwickeln.
Economics / VolkswirtschaftslehreSinnvoll ist dieser Master vor allem, wenn dich weniger einzelne Unternehmensbereiche und stärker Märkte, Konjunktur, Wirtschaftspolitik oder internationale wirtschaftliche Entwicklungen interessieren. Häufig arbeitest du dabei deutlich analytischer und vertiefst quantitative Methoden.
Business Analytics / Data ScienceEine besonders interessante Wahl, wenn du Wirtschaft mit Daten und digitalen Methoden verbinden möchtest. Du lernst, große Datenmengen auszuwerten und daraus Erkenntnisse für Unternehmensentscheidungen abzuleiten – beispielsweise für Prognosen, Kundenanalysen oder die Optimierung von Geschäftsprozessen.
Marketing & Sales ManagementDieser Master bietet sich an, wenn dich Märkte, Marken, Kunden und Kaufentscheidungen besonders interessieren. Du kannst dein Wissen in Bereichen wie Marktforschung, Markenführung, digitales Marketing, Vertrieb oder Customer Management vertiefen und dich gezielt auf markt- und kundenorientierte Aufgaben vorbereiten.
Human Resource ManagementEine gute Wahl, wenn dich besonders interessiert, wie Unternehmen Mitarbeitende gewinnen, entwickeln und langfristig binden. Du beschäftigst dich intensiver mit Themen wie Recruiting, Personalentwicklung, Führung, Arbeitsgestaltung oder Organisationsentwicklung.
Supply Chain & Operations ManagementDiese Spezialisierung eignet sich, wenn du wissen möchtest, wie Produkte, Materialien und Informationen möglichst effizient durch ein Unternehmen und seine Lieferkette gesteuert werden. Dadurch kannst du dich gezielt für Einkauf, Logistik, Produktionsplanung oder Supply-Chain-Management qualifizieren.
Sustainability ManagementDer Master kann gut passen, wenn du wirtschaftliches Denken mit Nachhaltigkeits- und Transformationsfragen verbinden möchtest. Du beschäftigst dich beispielsweise damit, wie Unternehmen nachhaltigere Geschäftsmodelle, Lieferketten oder Strategien entwickeln und neue regulatorische Anforderungen umsetzen.
International BusinessDiese Richtung bietet sich an, wenn du deine wirtschaftswissenschaftliche Grundlage stärker international ausrichten möchtest. Im Mittelpunkt stehen häufig globale Märkte, internationale Unternehmensstrategien, grenzüberschreitende Geschäftsprozesse und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen.

Fazit: Passt Wirtschaftswissenschaften zu dir?

Das duale Studium Wirtschaftswissenschaften ist besonders vielseitig, weil du wirtschaftliche Zusammenhänge aus mehreren Perspektiven kennenlernst und gleichzeitig früh praktische Erfahrung sammelst. Du beschäftigst dich mit Unternehmen, Märkten, Zahlen, Daten und Entscheidungen und kannst später in ganz unterschiedliche Bereiche einsteigen.

Gerade wenn du dich für Wirtschaft interessierst, dich aber noch nicht auf einen einzigen Fachbereich festlegen möchtest, kann der Studiengang eine gute Grundlage sein. Im Laufe des Studiums kannst du herausfinden, ob dir beispielsweise Finance, Marketing, Personal, Consulting oder Datenanalyse besonders liegen.

Wichtig ist vor allem, die Angebote verschiedener Hochschulen und Praxispartner genau zu vergleichen. Hinter dem Studiengangstitel können unterschiedliche Schwerpunkte, Praxisrhythmen und Vertiefungsmöglichkeiten stecken. Wenn du einen Studiengang findest, der zu deinen Interessen passt, bekommst du mit Wirtschaftswissenschaften eine breite Basis, auf der du deinen weiteren Berufsweg flexibel aufbauen kannst.

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