Gestaltungstechnische/r Assistent/in (GTA) - Ausbildung und Beruf

Gestaltungstechnische/r Assistent/in (GTA) - Ausbildung und Beruf
  • Ausbildungsart
    Schulische Ausbildung
  • Ausbildungsdauer
    2 Jahre
  • Wichtige Voraussetzungen
    Ein mittlerer Schulabschluss, Kreativität, Gefühl für Farben und Muster, Interesse an Marketing
  • Ausbildungsvergütung
    schulische Ausbildungen werden i.d.R. nicht vergütet

Der Beruf Gestaltungstechnische:r Assistent:in in 20 Sekunden

  • Aufgaben: Layouts gestalten, Webseiten planen, Fotos und Videos bearbeiten, Druckdaten vorbereiten und Gestaltungskonzepte entwickeln. Je nach Fachrichtung liegen die Schwerpunkte etwas anders.
  • Was ist besonders: Wer diesen Beruf lernt, arbeitet schon in der Ausbildung mit Programmen und Arbeitsweisen, die auch in Agenturen, Medienhäusern oder Marketingteams wichtig sind.
  • Passt zu dir, wenn du ein Auge für Ästhetik hast, gerne digital arbeitest, technisches und kreatives Denken verbinden kannst und dir vorstellen kannst, täglich mit Farbe, Schrift und Bild zu arbeiten.

Hinter jedem Plakat, das dich anspricht, steckt eine Entscheidung: Welche Farbe passt? Welche Schrift wirkt richtig? Welches Bild unterstützt die Aussage? Als Gestaltungstechnische:r Assistent:in triffst du genau diese Entscheidungen.

Das ist ein Beruf, in dem Kreativität und Technik zusammengehören. Du machst also nicht einfach nur schöne Bilder, sondern arbeitest mit Layouts, Profi Software, Farbe, Schrift und klaren Ideen. Außerdem lernst du, wie ein Design vom Bildschirm in den Druck oder auf eine Website kommt. Was genau dahintersteckt, zeigen wir dir hier.

Was genau machen Gestaltungstechnische Assistent:innen?

Ein Flyer entsteht nicht zufällig. Dahinter steckt ein klarer Arbeitsprozess, der bei der Idee beginnt und beim fertigen Druckprodukt oder bei der fertigen Website endet. Was dabei genau gemacht wird, siehst du hier:

AufgabeWorum geht’s konkret?
Layouts entwickelnTexte, Bilder und grafische Elemente werden so angeordnet, dass alles zusammenpasst und leicht zu erfassen ist. Das betrifft zum Beispiel Flyer, Plakate, Broschüren, Magazine oder digitale Inhalte. Wichtig sind dabei Proportionen, Abstände und die Frage, worauf der Blick zuerst fallen soll.
Webseiten gestalten und umsetzenBenutzeroberflächen und Webseiten werden geplant und anschließend technisch aufgebaut. Dafür braucht man Grundwissen in HTML und CSS und ein gutes Gefühl dafür, welche Struktur verständlich ist und welche Gestaltung auf dem Bildschirm angenehm wirkt.
Bilder bearbeiten und retuschierenFotos werden freigestellt, farblich angepasst, verbessert oder für bestimmte Formate vorbereitet. Dabei soll ein Bild gut aussehen und zugleich für Print, Web oder Social Media passend funktionieren.
Videos schneiden und produzierenKurze Clips, einfache Animationen oder Social Media Videos werden vorbereitet, geschnitten und exportiert. Je nach Schule kann auch das Filmen selbst dazukommen, damit du verstehst, wie Bild, Ton und Tempo zusammenwirken.
Druckvorstufe vorbereitenBevor etwas gedruckt wird, müssen die Dateien technisch sauber angelegt sein. Dazu gehören zum Beispiel der richtige Farbraum, genug Auflösung, Beschnitt und saubere Export Einstellungen. Sonst kann ein Motiv unscharf sein oder am Rand falsch abgeschnitten werden.
Gestaltungskonzepte entwickelnBevor gestaltet wird, muss klar sein, für wen etwas gedacht ist und welche Botschaft ankommen soll. Deshalb werden Ideen gesammelt, Skizzen gemacht und Lösungen entwickelt, die ansprechend aussehen und Inhalte verständlich vermitteln.
Typografie einsetzenSchrift entscheidet stark darüber, wie professionell und lesbar ein Design wirkt. Deshalb geht es darum, passende Schriften auszuwählen und Größen, Abstände und Zeilen so festzulegen, dass der Text gut funktioniert.
Kunden beraten und Briefings umsetzenViele Projekte beginnen mit einer konkreten Aufgabe oder mit einem Wunsch aus einem Unternehmen. Dann muss man gut zuhören, Rückfragen stellen und die Infos so übersetzen, dass daraus ein passendes Design entstehen kann.

Wichtige Begriffe einfach erklärt

  • Layout: Damit ist gemeint, wie Text, Bild und grafische Elemente auf einer Fläche angeordnet werden, sodass die Inhalte verständlich und ansprechend wirken.
  • Druckvorstufe: So nennt man alle technischen Schritte, die erledigt werden müssen, bevor eine Datei gedruckt wird. Dazu gehören zum Beispiel Farbprüfung, Dateiformat und Beschnitt.
  • CMYK und RGB: RGB ist das Farbmodell für Bildschirme, CMYK wird für den Druck genutzt. Wenn man das verwechselt, können Farben am Ende ganz anders aussehen als geplant.
  • Typografie: Typografie beschäftigt sich mit Schrift. Dazu gehört, welche Schrift gewählt wird, wie groß sie ist und wie sie auf der Seite wirkt.
  • Briefing: Ein Briefing ist die Aufgabenbeschreibung für ein Projekt. Darin steht zum Beispiel, wer angesprochen werden soll, welches Ziel das Design hat und welche Vorgaben wichtig sind.
  • Adobe Creative Cloud: Das ist eine Sammlung wichtiger Gestaltungsprogramme wie Photoshop, Illustrator, InDesign oder Premiere Pro, mit denen in vielen Schulen und Betrieben gearbeitet wird.

Das Portfolio ist dein wichtigstes Werkzeug
In kreativen Berufen zählt dein Abschluss, wichtig ist aber vor allem das, was du zeigen kannst. Ein Portfolio ist eine Sammlung deiner besten Arbeiten. Wenn du schon während der Ausbildung Projekte sammelst, ein Praktikum machst oder eigene Ideen umsetzt, startest du beim Berufseinstieg mit deutlich mehr Material.

Wo kann man als Gestaltungstechnischer Assistent arbeiten?

Gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten können in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Entscheidend ist, ob ein Betrieb eher Print, digitale Medien, Video oder technische Medienproduktion im Fokus hat. Hier siehst du typische Einsatzorte:

EinsatzmöglichkeitWas macht man hier?
Werbe und Kreativagenturen
Hier arbeitest du an Kampagnen, Markenauftritten und Kundenprojekten. Der Alltag ist meist abwechslungsreich, weil mehrere Aufträge parallel laufen und du für unterschiedliche Branchen gestaltest.
Medienunternehmen und VerlageIn diesem Bereich geht es zum Beispiel um Magazine, Bücher oder Online Inhalte. Typografie, Bildauswahl, Seitenaufbau und ein gutes Gefühl für Lesbarkeit spielen hier eine große Rolle.
Druckereien und ReprounternehmenWenn dich die technische Seite der Gestaltung besonders interessiert, kann das gut passen. Dort geht es stärker um Druckdaten, Farbmanagement, Dateiprüfung und saubere Produktionsabläufe.
Marketing und KommunikationsabteilungenViele Unternehmen gestalten einen Teil ihrer Werbung intern. Dann erstellst du zum Beispiel Präsentationen, Social Media Inhalte, Anzeigen oder Materialien für Messen und Veranstaltungen.
Digitale Agenturen und UX oder UI StudiosIn solchen Teams liegt der Schwerpunkt stärker auf Webseiten, Apps und digitalen Produkten. Du beschäftigst dich also mehr mit Nutzerführung, Bildschirmgestaltung und digitalen Formaten.
Film und VideoproduktionWer gern mit Bewegtbild arbeitet, kann in diesem Bereich zum Beispiel Schnitt, einfache Animationen oder Gestaltung für Videoformate übernehmen. Das passt besonders gut, wenn die Ausbildung einen Medienteil mit Video hat.
Selbstständigkeit und FreelanceManche starten später als Freiberufler oder bauen sich nebenbei erste eigene Aufträge auf. Dann kümmerst du dich um das Design, den Kundenkontakt, die Preise und die Planung.

Wie kann man Gestaltungstechnische:r Assistent:in werden?

Die Ausbildung findet an einer Berufsfachschule oder an einem Berufskolleg statt und nicht in einem Betrieb. Du bewirbst dich also bei der Schule und nicht bei einer Firma. Voraussetzung ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss.

Je nach Schule und Bundesland gibt es unterschiedliche Fachrichtungen. Welche davon zu dir passt, hängt davon ab, ob du lieber mit Print, Web oder Bewegtbild arbeiten möchtest.

Ob der Beruf zu dir passt, kannst du hier kurz prüfen:

Quick Check: Gestaltungstechnische:r Assistent:in. Könnte das was für dich sein?

  • 🎨 Ästhetisches Gespür: Ob ein Design funktioniert oder nicht, merkst du schnell und kannst erklären, woran das liegt.
  • 💻 Digitale Affinität: Du verbringst Zeit am Computer, interessierst dich für Software und lernst neue Tools schnell.
  • 🧠 Konzeptdenken: Du denkst in Bildern und gleichzeitig in Botschaften. Du fragst dich also, wer etwas sehen soll und was dabei ankommen muss.
  • 🗂️ Sorgfalt beim Arbeiten: Ein verschobener Pixel oder eine zu große Schrift fällt dir auf, weil du genau hinschaust.
  • 🚀 Lust auf ein Portfolio: Du willst später neben Noten auch eigene Arbeiten und Projekte vorzeigen.

Welche Skills braucht man?

FähigkeitWarum ist das besonders wichtig?Wie kann man darin besser werden?
Kreativität und GestaltungsgefühlIn diesem Beruf soll ein Design schön aussehen und gleichzeitig etwas klar vermitteln. Wenn du kreative Ideen hast und schnell siehst, was visuell funktioniert, ist das eine starke Grundlage.Sammle bewusst Inspiration, schau dir gute Designs genauer an und skizziere regelmäßig eigene Ideen. So trainierst du deinen Blick Schritt für Schritt.
Technisches Software Know howProgramme wie Photoshop, Illustrator, InDesign oder Premiere Pro sind wichtig, damit du Ideen sauber umsetzen kannst. Ohne diese Werkzeuge bleibt vieles eine Idee.Arbeite mit Tutorials, probiere kleine Übungsprojekte aus und wiederhole die wichtigsten Abläufe, bis sie sicher sitzen.
Typografisches VerständnisSchrift beeinflusst stark, wie professionell, modern oder gut lesbar ein Design wirkt. Wer Schriften bewusst auswählt, arbeitet deutlich gezielter.Vergleiche Schriften im Alltag, achte auf Größen und Abstände und übe mit einfachen Layouts, damit du Unterschiede selbst erkennst.
FarbkompetenzFarben lösen Stimmungen aus und können eine Botschaft unterstützen oder stören. Deshalb hilft es sehr, wenn du Farbwirkungen und Farbmodelle verstehst.Lerne Farbtheorie, teste eigene Kombinationen und prüfe bei Beispielen, warum manche Farben gut zusammen funktionieren und andere nicht.
Konzeption und KommunikationsdenkenGute Gestaltung beginnt nicht erst am Bildschirm, sondern schon bei der Frage, was eine Gestaltung überhaupt sagen soll. Wer die Zielgruppe versteht, trifft bessere Entscheidungen.Übe mit Briefings, analysiere Werbemittel oder Webseiten und frage dich immer, wen der Inhalt erreichen soll und warum.
Sorgfalt und technische PräzisionKleine Fehler können in diesem Beruf große Wirkung haben. Eine falsche Auflösung, ein verrutschter Abstand oder eine fehlende Schrift kann das Ergebnis deutlich verschlechtern.Prüfe Dateien gründlich, arbeite mit Checklisten und gewöhne dir feste Abläufe an, damit dir typische Fehler seltener passieren.
Selbstorganisation und ProjektmanagementViele Aufgaben laufen parallel und haben feste Termine. Wer sich gut organisiert, behält auch bei mehreren Projekten den Überblick.Plane deine Aufgaben sichtbar, setze Prioritäten und finde einen Arbeitsablauf, der für dich nachvollziehbar und verlässlich ist.

Interessen, die helfen können

InteresseWarum hilft das in diesem Beruf?
Grafik, Design und ÄsthetikWenn du bei Plakaten, Verpackungen oder Postings schnell bemerkst, was gut aussieht und was nicht, bringst du schon ein hilfreiches Grundinteresse mit.
Digitale Welt und Social MediaWer sich für Plattformen, Formate und Bildschirmgestaltung interessiert, versteht meist schneller, wie Inhalte online aufgebaut sein müssen, damit sie gut wirken.
Fotografie und BildspracheEin Gefühl für Bildausschnitt, Licht und Motiv hilft dir, Bilder bewusster einzusetzen oder selbst aufzunehmen. Das ist in vielen Schulprojekten nützlich.
Technische NeugierWenn du gern neue Programme ausprobierst und verstehen willst, wie Webseiten oder Druckdaten funktionieren, passt das sehr gut zu diesem Beruf.
Storytelling und KommunikationGestaltung transportiert Inhalte. Wenn du Freude daran hast, Informationen verständlich und interessant aufzubereiten, ist das in diesem Beruf ein echter Vorteil.

Schulfächer, die gut auf die Ausbildung vorbereiten

SchulfachWarum hilft dieses Fach in der Ausbildung und im Beruf?
KunstHier lernst du Grundlagen wie Komposition, Farbenlehre und den bewussten Umgang mit Formen und Bildern. Genau darauf greifst du in der Ausbildung später immer wieder zurück.
DeutschDu musst Aufgaben verstehen, Ideen erklären und manchmal auch Texte für Gestaltungen beurteilen. Deshalb hilft es, wenn du sprachlich sicher bist.
MathematikAuch Gestaltung braucht an manchen Stellen Genauigkeit, zum Beispiel bei Formaten, Rastern, Abständen oder Auflösungen. Mathe ist also nicht das Hauptfach des Berufs, aber trotzdem nützlich.
InformatikWenn deine Schule Web oder Screen Design anbietet, helfen Grundkenntnisse in HTML, CSS und digitalen Strukturen spürbar weiter.
EnglischViele Programme, Tutorials und Fachbegriffe sind auf Englisch. Wenn du damit umgehen kannst, findest du dich in der Gestaltungswelt schneller zurecht.
Medienkunde / MediengestaltungFalls du so ein Fach wählen kannst, bekommst du schon vor der Ausbildung einen guten Eindruck davon, wie gestalterische Arbeit aufgebaut ist.

Was lernt man in der Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten?

Zwei bis drei Jahre an der Berufsfachschule klingen erst einmal überschaubar. Inhaltlich steckt aber ziemlich viel drin. Das lernst du dort typischerweise:

AusbildungsinhaltWas lernt man und wie zeigt sich das später im Beruf?
GestaltungsgrundlagenDu lernst, wie Farbe, Kontrast, Proportionen und Bildaufbau zusammenwirken. Das hilft dir später bei fast jeder Aufgabe, weil du bewusster entscheidest und nicht allein nach Gefühl gestaltest.
TypografieIn diesem Bereich geht es um Schriftarten, Lesbarkeit, Zeilenabstände und Textaufbau. Du verstehst also, warum ein Text ruhig, modern, streng oder chaotisch wirken kann.
Adobe Creative SuiteDu arbeitest meist mit Programmen wie Photoshop, Illustrator und InDesign. Dabei lernst du einzelne Werkzeuge kennen und verstehst zugleich, welches Programm sich für welche Aufgabe eignet.
Druckvorstufe und MedientechnikHier geht es um alles, was vor dem Druck technisch stimmen muss. Dazu gehören Farbräume, Auflösung, Dateiformate und saubere Druckdaten, damit das Endprodukt später korrekt produziert werden kann.
Webdesign und HTML sowie CSSDu lernst die Grundlagen von Webseiten und digitalen Oberflächen. Dazu gehört, wie Inhalte aufgebaut werden und wie Gestaltung am Bildschirm technisch umgesetzt werden kann.
Fotografie und BildbearbeitungJe nach Schule arbeitest du mit Kamera, Licht, Bildausschnitt und digitaler Nachbearbeitung. Das hilft dir, Bilder gezielter einzusetzen und ihre Wirkung besser zu verstehen.
Video und AnimationManche Schulen vermitteln auch Grundlagen für Schnitt, einfache Animationen und kurze Videoprojekte. Das ist besonders hilfreich, wenn du später stärker in digitale Medien gehen willst.
Konzeption und KreativprozessDu übst, Ideen zu entwickeln, Moodboards anzulegen, Skizzen zu machen und ein Konzept schlüssig aufzubauen. So lernst du, wie aus einer ersten Idee ein durchdachtes Ergebnis wird.
Projektarbeit und PortfolioIn vielen Schulen setzt du praktische Aufgaben um, die am Ende als echte Arbeitsproben dienen können. Genau daraus entsteht Schritt für Schritt dein Portfolio.
Allgemeinbildende FächerJe nach Schulform kommen Fächer wie Deutsch, Englisch, Politik oder Wirtschaft dazu. Das ist vor allem dann relevant, wenn du die Fachhochschulreife mitmachst.

Fachrichtung wählen: Was passt zu dir?
An vielen Schulen wählst du zu Beginn eine Fachrichtung, zum Beispiel Grafik und DesignMedien und KommunikationScreen und Web oder je nach Schule auch Mode und Design. Schau dir die Schwerpunkte deiner Wunschschule deshalb genau an, damit du weißt, ob der Unterricht wirklich zu deinen Interessen passt. Wenn möglich, hilft auch ein Schnuppertag.

Was kann man als Gestaltungstechnische:r Assistent:in verdienen?

Das Gehalt nach der Ausbildung hängt stark von Branche, Spezialisierung und Portfolio ab. Wer früh eigenständige Projekte vorweisen kann, startet besser.

  • Einstiegsgehalt: ca. 2.400 € bis 2.900 € brutto pro Monat, je nach Agentur, Unternehmen und Region.
  • Mit Berufserfahrung: ca. 3.000 € bis 3.500 € brutto/Monat möglich.
  • Mit Spezialisierung, zum Beispiel in UX oder UI oder im Motion Design, oder in leitender Rolle: Ab 4.000 € und mehr können realistisch sein.
  • Als Freelancer: Das Einkommen kann stark schwanken. Entscheidend sind dann vor allem Auftragslage, Spezialisierung, Preise und ein überzeugendes Portfolio.

Was kann man während der Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten verdienen?

Die schulische Ausbildung wird nicht vergütet. Das ist ein wichtiger Unterschied zur dualen Ausbildung.

  • Ausbildungsvergütung: Keine. Da die Ausbildung an einer Schule stattfindet, gibt es kein monatliches Gehalt.
  • Schulgeld: An staatlichen Schulen ist der Besuch meist kostenfrei. Private Schulen können Gebühren verlangen, deshalb lohnt sich ein genauer Blick vor der Bewerbung.
  • BAföG: Unter bestimmten Voraussetzungen kann BAföG beantragt werden. Es lohnt sich, das frühzeitig zu prüfen.
  • Nebenjob: Manche Schüler:innen arbeiten nebenher, zum Beispiel mit ersten kleinen Gestaltungsaufträgen. Das kann finanziell helfen und gleichzeitig Material für das Portfolio liefern.

Kein Gehalt, aber ein klarer Plan
Die fehlende Vergütung ist im Vergleich zu einer dualen Ausbildung ein Nachteil. Wenn du jedoch die Fachhochschulreife mitmachst, kann dir dieser Weg später den direkten Einstieg in ein Studium an einer Fachhochschule ermöglichen.

Karrieremöglichkeiten als Gestaltungstechnische:r Assistent:in

Mit dem Abschluss hast du eine gute Grundlage für den Einstieg in gestalterische Berufe. Gleichzeitig ist das meist nur der erste Schritt, weil sich danach noch verschiedene Richtungen öffnen.

Mögliche Spezialisierungen

Mit etwas Erfahrung wird meist klarer, welcher Bereich dir besonders liegt und in welche Richtung du dich weiterentwickeln möchtest.

SpezialisierungWas steckt dahinter und was macht das interessant?
MediengestaltungHier planst und gestaltest du Printprodukte, digitale Inhalte oder Werbemittel. Das passt gut, wenn du gern mit Layout, Bild, Schrift und klaren Gestaltungsregeln arbeitest.
Multimedia ProduktionIn diesem Bereich verbindest du Bild, Ton, Video und digitale Formate. Das ist spannend, wenn du Inhalte nicht nur statisch gestalten, sondern auch für Clips, Präsentationen oder interaktive Medien aufbereiten möchtest.
WebdesignHier geht es um die Gestaltung von Webseiten und digitalen Oberflächen. Du beschäftigst dich damit, wie Inhalte aufgebaut sein müssen und wie eine Seite übersichtlich, modern und benutzerfreundlich wirkt.
ProduktgestaltungDieser Schwerpunkt passt, wenn dich Gestaltung nicht nur auf Papier oder am Bildschirm interessiert, sondern auch bei konkreten Produkten. Dabei spielen Form, Material, Funktion und Wirkung zusammen.
Wettbewerbs- und UrheberrechtWer gestalterisch arbeitet, sollte wissen, welche Bilder, Schriften, Logos oder Ideen rechtlich geschützt sind. Dieses Wissen hilft dir später im Berufsalltag, damit Entwürfe und Aufträge sauber umgesetzt werden.
Computergrafik, -animationHier arbeitest du stärker mit digital erzeugten Grafiken, visuellen Effekten oder animierten Elementen. Das passt gut, wenn du technische Gestaltung und Bewegung miteinander verbinden möchtest.
Farblehre, Bild- und SchriftgestaltungIn diesem Bereich vertiefst du die Grundlagen, die fast jede Gestaltung beeinflussen. Du lernst genauer, wie Farben wirken und wie Bilder und Schriften zusammen ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Mal- und ZeichentechnikenDieser Schwerpunkt ist sinnvoll, wenn du Ideen gern erst von Hand entwickelst oder deine gestalterische Grundlage im Zeichnen stärken möchtest. Skizzen und Entwürfe bleiben auch im digitalen Bereich wichtig.
Digitale BildbearbeitungHier lernst du, Bilder professionell zu korrigieren, zu retuschieren und für verschiedene Medien aufzubereiten. Das ist besonders hilfreich, wenn du später viel mit Fotos, Werbemitteln oder Online Inhalten arbeitest.
Fotografie, FototechnikDieser Bereich dreht sich um Kamera, Licht, Perspektive und technische Aufnahmebedingungen. Er passt gut, wenn du Motive nicht nur bearbeiten, sondern selbst gezielt fotografieren möchtest.
Computer Aided Design (CAD)CAD ist interessant, wenn du präzise digitale Entwürfe für Produkte, Räume oder andere Gestaltungsobjekte erstellen möchtest. Dabei geht es stärker um exaktes digitales Konstruieren als um freies Layouten.
Desktop-Publishing (DTP)Hier steht die professionelle Gestaltung und Aufbereitung von Flyern, Broschüren, Magazinen oder anderen Drucksachen im Mittelpunkt. Du arbeitest also besonders genau an Satz, Seitenaufbau und druckfähigen Dateien.
Raumgestaltung und -ausstattungDieser Schwerpunkt passt, wenn dich Gestaltung im Raum interessiert, also zum Beispiel bei Ausstellungen, Schaufenstern oder Innenbereichen. Dann geht es stärker darum, wie Menschen Gestaltung direkt vor Ort wahrnehmen.

Mögliche Weiterbildungen

Wer sich nach der Ausbildung weiterentwickeln will, kann unterschiedliche Wege einschlagen. Entscheidend ist, ob du lieber praktisch tiefer einsteigst, mehr Verantwortung übernimmst oder noch studieren möchtest.

WeiterbildungWas steckt dahinter und was bringt das wirklich?
Fachwirt:in – Medien mit dem Bachelor Professional in MediaDiese Weiterbildung passt, wenn du später mehr Verantwortung in Organisation, Planung und Steuerung von Medienprojekten übernehmen möchtest. Dann geht es stärker um Abläufe, Kalkulation und die Koordination von Projekten.
Gestalter:in – Werbe- und Mediengestaltung mit dem Bachelor Professional in GestaltungHier vertiefst du dein gestalterisches Können und entwickelst dein Profil für anspruchsvollere kreative Aufgaben weiter. Das ist sinnvoll, wenn du fachlich stärker in Richtung Gestaltung, Konzept und visuelle Umsetzung wachsen willst.
Webdesigner:inDiese Weiterbildung ist passend, wenn du dich gezielt auf Webseiten und digitale Oberflächen konzentrieren möchtest. Inhalte wie Aufbau, Nutzerführung und digitale Gestaltung stehen dann stärker im Mittelpunkt.
Techniker:in – Druck- und Medientechnik mit dem Bachelor Professional in TechnikDieser Weg ist vor allem interessant, wenn du die technische Seite von Medienproduktion vertiefen willst. Dazu gehören zum Beispiel Produktionsprozesse, Qualitätssicherung und technische Planung.

Mögliche Studiengänge

Wer im 3 jährigen Modell die Fachhochschulreife erwirbt, kann danach direkt an eine Fachhochschule wechseln. Für manche ist genau das ein wichtiger Grund, diesen Ausbildungsweg zu wählen.

StudienfachWas lernt man und was macht das spannend?Wo kann man danach arbeiten?
Kommunikationsdesign, visuelle KommunikationIn diesen Studiengängen geht es um Typografie, Gestaltungssysteme, Markenkommunikation und konzeptionelles Arbeiten. Das passt gut, wenn du Gestaltung breiter und tiefer studieren möchtest.Zum Beispiel in Agenturen, Designstudios, Marketingabteilungen oder in der selbstständigen gestalterischen Arbeit.
Mediendesign und -kunstHier verbindest du gestalterisches Arbeiten mit digitalen Medien, visuellen Konzepten und oft auch experimentelleren Formaten. Das ist passend, wenn du kreativ arbeiten und verschiedene Medienformen kombinieren möchtest.Zum Beispiel in Medienhäusern, Kreativagenturen, Studios oder im kulturellen und digitalen Projektbereich.
DesignEin allgemeiner Designstudiengang kann sinnvoll sein, wenn du dich noch nicht auf nur eine Richtung festlegen willst. Je nach Hochschule können dort Produkt, Kommunikation, Raum oder digitale Gestaltung stärker im Fokus stehen.Zum Beispiel in Designbüros, Agenturen, Unternehmen mit eigener Gestaltung oder in interdisziplinären Kreativteams.
Fotografie / FilmIn diesen Studiengängen geht es stärker um Bildgestaltung, Regie, Dramaturgie oder Produktion. Das passt, wenn du dich klar in Richtung Foto oder Bewegtbild entwickeln willst.Zum Beispiel in Produktionsfirmen, bei Medienhäusern oder in der freiberuflichen Arbeit.
Medien-, MultimediatechnikDieser Studienbereich verbindet Gestaltung mit Technik. Du beschäftigst dich dort stärker mit digitaler Produktion, technischen Systemen und der Umsetzung verschiedener Medienformate.Zum Beispiel in Produktionsunternehmen, Medientechnik, digitalen Agenturen oder technischen Medienabteilungen.
MedienproduktionHier lernst du, wie Medienprojekte geplant, organisiert und praktisch umgesetzt werden. Das ist passend, wenn dich neben der Gestaltung auch die Produktion und Koordination von Inhalten interessiert.Zum Beispiel in Produktionsfirmen, Verlagen, Medienhäusern, Agenturen oder bei Unternehmen mit eigener Content Produktion.

Warum dieser Beruf relevant bleibt
Unternehmen, Medien und Organisationen brauchen Menschen, die Informationen visuell verständlich aufbereiten können. Gleichzeitig verändern KI Werkzeuge die Arbeitsweise. Wer jedoch Gestaltung wirklich versteht, kann solche Werkzeuge sinnvoller einsetzen und ihre Ergebnisse besser beurteilen. Genau deshalb bleiben gestalterisches Verständnis, technisches Wissen und sauberes Arbeiten wichtig.

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