Duales Studium Verwaltungsinformatik (B.Sc.) - Studium und Beruf

Duales Studium Verwaltungsinformatik (B.Sc.) - Studium und Beruf
  • Ausbildungsart
    Duales Studium
  • Studiendauer
    In der Regel drei Jahre (sechs Semester)
  • Gewünschter Schulabschluss
    (Fach-) Abitur
  • Ausbildungsgehalt
    Von 1.400€ im ersten bis zu 1.800€ im dritten Jahr

Das Duale Studium Verwaltungsinformatik in 20 Sekunden

  • Worum geht’s: IT studieren und gleichzeitig digitale Verwaltung mitgestalten.
  • Was besonders ist: Praxis + Studium im öffentlichen Dienst mit direktem Berufsbezug.
  • Passt zu dir, wenn du Technik verstehen willst, strukturiert denkst und Lust hast, Digitalisierung dort voranzubringen, wo sie wirklich zählt.

Wenn von Digitalisierung die Rede ist, denkt man oft an KI, Apps, Online-Shops oder Social Media. Dinge, die schnell funktionieren sollen, intuitiv sind und zuverlässig laufen. Doch was viele vergessen: Auch Behörden, Verwaltungen und staatliche Einrichtungen müssen digital funktionieren – sicher, verständlich und für Millionen Menschen nutzbar. Online-Anträge, Bürgerportale oder digitale Akten entstehen nicht von selbst. Sie werden geplant, programmiert, getestet und ständig weiterentwickelt.

Genau hier setzt das duale Studium Verwaltungsinformatik an. Es verbindet Informatik mit Verwaltung und zeigt dir, wie digitale Systeme im öffentlichen Dienst entstehen und eingesetzt werden. Das Besondere: Du lernst nicht nur an der Hochschule, sondern arbeitest parallel in einer Behörde oder bei einem öffentlichen IT-Dienstleister. Theorie und Praxis wechseln sich ab und du siehst von Anfang an, wofür du dein Wissen brauchst.

Dabei geht es nicht um trockene Büroarbeit, sondern um echte Zukunftsthemen: Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, sichere IT-Systeme, Datenschutz und nutzerfreundliche Online-Lösungen. Verwaltungsinformatik ist genau das Richtige für alle, die Technik verstehen wollen und gleichzeitig etwas entwickeln möchten, das im Alltag wirklich gebraucht wird.

Was ist das Duale Studium Verwaltungsinformatik?

Du interessierst dich für IT, Software und digitale Systeme, willst aber nicht einfach „nur“ in die freie Wirtschaft? Gleichzeitig findest du es spannend zu verstehen, wie Staat, Behörden und Verwaltungen eigentlich funktionieren?

Dann könnte das duale Studium Verwaltungsinformatik genau dein Ding sein.

In diesem Studiengang verbindest du Informatik mit Verwaltung. Du lernst also nicht nur zu programmieren, Daten zu analysieren und IT-Systeme zu betreuen, sondern auch, wie digitale Lösungen in Behörden eingesetzt werden, zum Beispiel für Online-Anträge, sichere Datenbanken oder moderne Verwaltungssoftware.

Das Besondere: Du studierst dual. Das heißt, Theorie an der Hochschule und Praxis direkt in einer Behörde oder bei einem öffentlichen IT-Dienstleister wechseln sich ab. So siehst du schnell, wofür du das Gelernte brauchst und sammelst bereits während des Studiums Berufserfahrung!

Modelle im Dualen Studium Verwaltungsinformatik

Je nach Hochschule und Praxispartner ist das duale Studium Verwaltungsinformatik unterschiedlich aufgebaut. Grundsätzlich gibt es zwei gängige Modelle:

ModellWas steckt dahinter?
AusbildungsintegrierendDu bist während des gesamten Studiums bei einer Partnerbehörde oder einem öffentlichen IT-Dienstleister angestellt. Theorie- und Praxisphasen wechseln sich regelmäßig ab. Der Fokus liegt klar auf Studium + praktischer Anwendung, nicht auf einer klassischen Berufsausbildung.
PraxisintegrierendDieses Modell ist in der Verwaltungsinformatik seltener, aber möglich: Neben dem Studium ist eine anerkannte Ausbildung integriert. Am Ende hast du zwei Abschlüsse (Bachelor + Ausbildung). In der Praxis bleibt es bei Verwaltungsinformatik jedoch meist beim Bachelorabschluss mit intensiven Praxisphasen.

Was genau ist Verwaltungsinformatik?

Verwaltungsinformatik verbindet Informatik mit öffentlicher Verwaltung. Im Studium lernst du, wie IT-Systeme, Software und Datenbanken aufgebaut sind und wie sie gezielt in Behörden eingesetzt werden. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch darum, digitale Lösungen rechtssicher, zuverlässig und bürgernah umzusetzen.

Im Vergleich zur klassischen Informatik liegt der Schwerpunkt nicht auf Unternehmen oder Start-ups, sondern auf dem öffentlichen Dienst. Themen wie Datenschutz, IT-Sicherheit und rechtliche Vorgaben spielen eine deutlich größere Rolle, da sensible Bürgerdaten verarbeitet werden.

Warum Verwaltungsinformatik so wichtig ist:

Behörden werden zunehmend digital: Online-Anträge, E-Government, digitale Akten und sichere Portale gehören längst zum Alltag. Verwaltungsinformatiker:innen sorgen dafür, dass diese Systeme funktionieren, sicher sind und weiterentwickelt werden. Du arbeitest damit genau an der Schnittstelle zwischen Technik, Verwaltung und Gesellschaft.

Was braucht man, um Verwaltungsinformatik zu studieren?

Ein gutes Abitur oder Fachabitur hilft dir, einen Praxisplatz zu bekommen, aber mindestens genauso wichtig sind Interesse an IT, logisches Denken und die Bereitschaft, dich mit komplexen Abläufen auseinanderzusetzen. Im dualen Studium Verwaltungsinformatik geht es darum, Technik sinnvoll einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und digitale Lösungen für echte Verwaltungsprozesse zu entwickeln. Wenn du Lust hast, Informatik nicht nur theoretisch zu lernen, sondern direkt in der Praxis anzuwenden, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Voraussetzungen.

Quick-Check: Duales Studium Verwaltungsinformatik – Könnte das was für dich sein?

  • 💻 Du willst Technik nicht nur nutzen, sondern verstehen. Wenn Apps, Webseiten oder Online-Portale langsam, unübersichtlich oder kompliziert sind, denkst du dir: Das müsste doch besser gehen.
  • 🧠 Du denkst logisch und strukturiert. Chaos nervt dich. Du magst klare Abläufe, Systeme und Dinge, die sinnvoll aufgebaut sind.
  • 🔐 Datenschutz & Sicherheit sind dir wichtig. Du findest es gut, wenn mit Daten verantwortungsvoll umgegangen wird und nicht alles „einfach irgendwo landet“.
  • 📱 Digital ist für dich normal. Online-Anträge, Portale, digitale Tools – für dich sollte Verwaltung genauso funktionieren wie moderne Apps.
  • Du hast Geduld, wenn etwas komplex ist. Nicht alles ist sofort klick-klick-fertig, aber genau das reizt dich, wenn am Ende eine saubere Lösung steht.
  • 🎯 Du willst etwas machen, das wirklich gebraucht wird. Keine Spielerei, sondern IT, die im Alltag von vielen Menschen eine Rolle spielt.

👉 Wenn du beim Lesen öfter gedacht hast: Ja, seh ich mich, dann passt Verwaltungsinformatik gut zu dir.

Welche Skills braucht man im dualen Studium Verwaltungsinformatik?

FähigkeitWozu brauche ich das?Wie kannst du das im Alltag üben oder verbessern?
Logisches & analytisches DenkenDu brauchst es, um Programme zu verstehen, Fehler in IT-Systemen zu finden und sinnvolle digitale Lösungen für Verwaltungsabläufe zu entwickeln. Viele Probleme haben keine schnelle Lösung, sondern müssen Schritt für Schritt durchdacht werden.Rätsel lösen, Programmier-Tutorials ausprobieren, komplexe Aufgaben in kleine Schritte zerlegen oder bei Games und Strategieaufgaben bewusst überlegen, warum etwas funktioniert.
Sorgfalt & GenauigkeitIn der Verwaltungsinformatik arbeitest du oft mit sensiblen Daten und sicherheitsrelevanten Systemen. Kleine Fehler können große Folgen haben, deshalb ist genaues Arbeiten extrem wichtig.Hausaufgaben, Projekte oder Nebenjobs bewusst sauber abschließen, Texte noch mal prüfen oder beim Arbeiten am PC nicht „auf gut Glück“ klicken.
Technisches GrundverständnisDu solltest verstehen wollen, wie Computer, Netzwerke, Software und digitale Systeme grundsätzlich aufgebaut sind. Das ist die Basis für alles Weitere im Studium.Dich mit deinem eigenen PC, Handy oder WLAN beschäftigen, einfache Technikprobleme selbst lösen oder Technikvideos gezielt anschauen.
Durchhaltevermögen & FrustrationstoleranzProgramme laufen nicht immer sofort, Fehler lassen sich manchmal nur schwer finden und Tests können lange dauern. Wer dranbleibt, kommt am Ende weiter.Nicht direkt aufgeben, wenn etwas nicht klappt, sondern verschiedene Lösungswege ausprobieren, egal ob bei Technik, Schule oder Projekten.
Selbstständige ArbeitsweiseIm Studium und in der Praxis arbeitest du oft eigenverantwortlich an Aufgaben oder Projekten. Niemand wird dir haargenau jeden kleinen Schritt erklären, du solltest auch selbst Lösungen finden können.Eigene Aufgaben planen, To-do-Listen nutzen oder dir bei Problemen zuerst selbst helfen, bevor du nachfragst.
Planen & Organisieren könnenIT-Projekte müssen strukturiert ablaufen: Zeitpläne, Abgaben, Praxis- und Theoriephasen müssen koordiniert werden, gerade im dualen Studium.Lernzeiten einteilen, Termine im Kalender festhalten oder größere Aufgaben frühzeitig strukturieren.
Kommunikationsfähigkeit (mündlich & schriftlich)Du erklärst IT-Themen Menschen, die keine IT-Profis sind, beantwortest Fragen und dokumentierst deine Arbeit verständlich – klar sprechen und schreiben ist daher wichtig.Präsentationen üben, Sachen anderen erklären oder darauf achten, verständlich zu schreiben statt kompliziert.
Textverständnis & KonzentrationsfähigkeitIm Studium liest du Fachtexte, Gesetzesgrundlagen und technische Beschreibungen. Du musst Informationen verstehen und anwenden können.Beim Lesen bewusst mitdenken, Inhalte zusammenfassen oder wichtige Infos markieren.
RechenfertigkeitenMathe brauchst du für Berechnungen, Kostenabschätzungen, Datenanalysen oder logische Zusammenhänge.Mathe nicht auswendig lernen, sondern verstehen, wofür man es braucht, z.B. bei Technik- oder IT-Beispielen.
LernbereitschaftIT entwickelt sich ständig weiter. Wer Verwaltungsinformatik studiert, muss bereit sein, sich regelmäßig neues Wissen anzueignen.Neugierig bleiben, neue Tools ausprobieren oder bei Themen dranbleiben, die dich interessieren.

Interessencheck: Passt Verwaltungsinformatik zu mir?

InteresseWozu ist das gut?Wie merkt man sowas?
Interesse an IT & digitalen SystemenVerwaltungsinformatik dreht sich um Software, Daten und digitale Abläufe in Behörden. Ohne Grundinteresse an IT wird das Studium schnell anstrengend.Du willst wissen, wie Apps, Webseiten oder Programme funktionieren, nicht nur wie man sie benutzt.
Spaß daran, Probleme logisch zu lösenViele Aufgaben bestehen darin, Fehler zu finden, Abläufe zu verbessern oder neue Lösungen zu entwickeln.Du knobelst gern, denkst Dinge Schritt für Schritt durch oder gibst nicht sofort auf, wenn etwas nicht klappt.
Interesse an Struktur & OrdnungVerwaltung lebt von klaren Prozessen, Regeln und Systemen und genau diese werden digital umgesetzt.Chaos nervt dich, du magst klare Abläufe und findest es gut, wenn alles logisch aufgebaut ist.
Neugier darauf „wie Dinge im Hintergrund laufen“Du arbeitest nicht an der Oberfläche, sondern an den technischen Grundlagen hinter Online-Portalen und Verwaltungssoftware.Du fragst dich, was hinter einem Klick passiert oder warum manche Systeme besser funktionieren als andere.
Interesse an Digitalisierung & ZukunftsthemenDu hilfst dabei, Behörden moderner, digitaler und effizienter zu machen.Online-Anträge, E-Government oder digitale Services findest du sinnvoll und wichtig für die Zukunft.

Welche Schulfächer bereiten einen gut auf das duale Studium vor?

SchulfachWas lernt man und wie kann man das anwenden?
MathematikDu lernst logisch zu denken, zu rechnen und Zusammenhänge zu erkennen. Im Studium brauchst du Mathe z.B. für angewandte Mathematik, Statistik, Datenanalysen oder um technische Probleme systematisch zu lösen.
Informatik (falls angeboten)Hier bekommst du erste Einblicke in Programmierung, Datenstrukturen und Algorithmen. Das hilft dir enorm beim Einstieg ins Studium, weil viele Inhalte darauf aufbauen.
Wirtschaft / Recht (oder ähnliche Fächer)Diese Fächer helfen dir, wirtschaftliche Zusammenhänge, Verträge und rechtliche Grundlagen zu verstehen. Im Studium begegnen dir Themen wie öffentliches Recht, Verwaltungsabläufe und IT-Kostenplanung.
Politik / SozialkundeDu lernst, wie Staat, Verwaltung und politische Entscheidungen funktionieren. Das ist wichtig, um zu verstehen, wie IT-Lösungen in Behörden eingesetzt werden und warum bestimmte Prozesse so geregelt sind.
DeutschKlare Sprache ist im Studium und später im Beruf entscheidend, zum Beispiel für Dokumentationen, Berichte oder verständliche Erklärungen von IT-Lösungen.
EnglischViele IT-Begriffe, Programme und Fachtexte sind auf Englisch. Gute Englischkenntnisse helfen dir, Fachliteratur zu verstehen und mit internationalen Tools zu arbeiten.

Was lernt man im dualen Studium Verwaltungsinformatik?

Im dualen Studium Verwaltungsinformatik wechselst du zwischen Hochschule und Praxispartner. Du lernst die theoretischen Grundlagen in Informatik und Verwaltung und setzt sie direkt in einer Behörde oder bei einem öffentlichen IT-Dienstleister um. So bekommst du früh einen realistischen Einblick in den Berufsalltag. Die folgende Übersicht zeigt dir, welche Inhalte dich im Studium konkret erwarten und wofür du sie später brauchst.

InhaltWas lerne ich und wofür ist das später gut?
Anwendungsprogrammierung & SoftwareentwicklungHier geht es darum, Programme zu planen, zu schreiben und weiterzuentwickeln. Dieses Wissen brauchst du später, um Verwaltungssoftware anzupassen oder neue Anwendungen zu entwickeln, die Abläufe in Behörden digital unterstützen.
Software EngineeringIn diesem Bereich erfährst du, wie professionelle Software entsteht, von der Idee über die Planung bis zum Testen und Dokumentieren. Im Berufsalltag sorgt das dafür, dass IT-Lösungen stabil laufen und langfristig nutzbar bleiben.
Webbasierte Informationssysteme & Online-PortaleDer Fokus liegt auf der Entwicklung und dem Aufbau von Webanwendungen. Später arbeitest du z.B. an Bürgerportalen, internen Fachanwendungen oder digitalen Antragsverfahren mit.
Datenbanksysteme & DatenmanagementDu beschäftigst dich mit dem Speichern, Verwalten und Abrufen großer Datenmengen. Dieses Wissen ist zentral, weil Verwaltungen täglich mit sensiblen Daten arbeiten, die sicher und nachvollziehbar verarbeitet werden müssen.
IT-Sicherheit, Datenschutz & IT-RechtDieser Inhalt vermittelt, wie IT-Systeme geschützt werden und welche rechtlichen Vorgaben eingehalten werden müssen. Im späteren Beruf sorgst du dafür, dass digitale Verwaltungsprozesse datenschutzkonform und rechtssicher ablaufen.
Betriebssysteme, Netzwerke & IT-InfrastrukturBehandelt werden die Grundlagen von Betriebssystemen, Netzwerken und technischer Infrastruktur. Das hilft dir später beim Betrieb, bei der Wartung oder bei der Weiterentwicklung von Behörden-IT.
Digitale Transformation & E-GovernmentThematisiert wird, wie Verwaltungen digitaler werden und welche Rolle IT dabei spielt. Im Berufsalltag arbeitest du daran, analoge Prozesse sinnvoll zu digitalisieren und echte Verbesserungen umzusetzen.
GeschäftsprozessmanagementHier lernst du, Verwaltungsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Dieses Wissen nutzt du später, um Prozesse effizienter zu gestalten, bevor oder während IT-Lösungen entwickelt werden.
GeschäftsprozessmanagementVermittelt wird, wie Daten, Rollen und Abläufe strukturiert dargestellt werden. Das ist wichtig, um Fachverfahren und IT-Systeme so zu entwerfen, dass sie zur Verwaltungspraxis passen.
IT-Projektmanagement & GovernanceIn diesem Bereich geht es um Planung, Steuerung und Dokumentation von IT-Projekten. Später arbeitest du oft an der Schnittstelle zwischen IT und Verwaltung und sorgst dafür, dass Projekte strukturiert ablaufen.
Öffentliches Finanzmanagement (Grundlagen)Behandelt werden finanzielle Grundlagen im öffentlichen Bereich. Dieses Wissen hilft dir, IT-Projekte realistisch zu planen und Kosten nachvollziehbar zu bewerten.
Praxisphasen, Praxismodule & AbschlussarbeitWährend der Praxisphasen setzt du dein Wissen direkt in einer Behörde oder bei einem öffentlichen IT-Dienstleister um. Dadurch sammelst du echte Berufserfahrung und arbeitest häufig an realen Projekten mit.

Wie sieht das Gehalt nach dem dualen Studium Verwaltungsinformatik aus?

Was heißt das konkret zum Einstieg?

Unabhängig davon, ob du als Beamtin/Beamter oder als Angestellte:r startest, liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach dem Studium bei rund 3.350 Euro brutto pro Monat.

Wie genau dein persönliches Gehalt aussieht, hängt unter anderem davon ab:

  • in welchem Bundesland du arbeitest,
  • ob du verbeamtet wirst oder angestellt bist,
  • und welche Aufgaben du übernimmst.

Wichtig für dich: Nach dem dualen Studium Verwaltungsinformatik startest du nicht als Berufsanfänger ohne Perspektive, sondern mit einem klar geregelten Einstieg und festen Entwicklungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst.

Nach dem dualen Studium Verwaltungsinformatik steigst du in der Regel direkt in den Beruf ein, meist im öffentlichen Dienst. Dein Gehalt richtet sich dabei nicht nach Verhandlung, sondern nach festen Vergütungs- oder Besoldungssystemen. Das sorgt für Transparenz und Planungssicherheit.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege:

Arbeiten als Beamtin oder Beamter (gehobener Dienst)
Wenn du nach dem Studium verbeamtet wirst, erhältst du kein klassisches Gehalt, sondern eine Besoldung. Diese ist bundesweit geregelt und hängt von deiner sogenannten Besoldungsgruppe ab. Viele Absolventinnen und Absolventen starten im gehobenen Dienst in der Besoldungsgruppe A 10. Das entspricht einem monatlichen Brutto von etwa 3.570 Euro. Die genaue Höhe kann je nach Bundesland leicht variieren.

Arbeiten als Angestellte oder Angestellter im öffentlichen Dienst
Wenn du nicht verbeamtet wirst, arbeitest du als Angestellte:r im öffentlichen Dienst und wirst nach dem TVöD bezahlt. Das ist der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Nach dem dualen Studium Verwaltungsinformatik ist hier häufig die Entgeltgruppe E 10 vorgesehen. Das bedeutet ein monatliches Bruttogehalt von ungefähr 3.600 bis 3.900 Euro, abhängig von Erfahrung und Stufe.

Was kann man während des Dualen Studiums Verwaltungsinformatik verdienen?

Ein großer Vorteil des dualen Studiums Verwaltungsinformatik: Du bekommst von Anfang an Geld, während du studierst. Anders als bei vielen klassischen Studiengängen bist du bereits einem Praxispartner zugeordnet und erhältst eine monatliche Vergütung, auch in Theoriephasen an der Hochschule.

Wie viel das genau ist, hängt davon ab, ob du als Beamtenanwärter/in oder als angestellte:r Studierende:r eingestellt bist. Die Beträge steigen in der Regel mit jedem Studienjahr.

StudienjahrTypische Vergütung (brutto/Monat)
1. Jahrca. 1.400 – 1.600 €
2. Jahrca. 1.500 – 1.700 €
3. Jahrca. 1.600 – 1.800 €

Diese Vergütung bekommst du regelmäßig jeden Monat, unabhängig davon, ob du gerade an der Hochschule bist oder in der Praxis arbeitest. Damit kannst du deine laufenden Kosten decken und bist finanziell deutlich unabhängiger als viele andere Studierende.

Wichtig zu wissen: Die genauen Beträge können je nach Bundesland, Behörde und Studienmodell leicht abweichen, das Grundprinzip bleibt aber gleich: Du wirst fürs Studieren bezahlt!

Wo kann man dual Verwaltungsinformatik studieren?

Das duale Studium Verwaltungsinformatik wird nicht an „normalen“ Unis angeboten, sondern an speziellen Hochschulen und in Kooperation mit dem öffentlichen Dienst. Das heißt: Du studierst an einer Hochschule und arbeitest parallel bei einer Behörde oder einem öffentlichen IT-Dienstleister. Je nach Träger und Bundesland gibt es unterschiedliche Modelle. Die folgende Übersicht zeigt dir, welche Bereiche es gibt und was sie jeweils besonders macht.

BereichWorum geht’s hier und was ist daran besonders?
Hochschulen des BundesDiese Hochschulen bilden speziell für Bundesbehörden aus. Das Studium ist stark praxisnah und eng an den öffentlichen Dienst gekoppelt. Absolvent:innen arbeiten später z.B. für Ministerien, Bundesämter oder bundesweite IT-Dienstleister.
Hochschulen der LänderViele Bundesländer haben eigene Hochschulen für den öffentlichen Dienst. Hier studierst du gezielt für Landes- oder Kommunalverwaltungen und lernst Verwaltungsinformatik mit regionalem Bezug.
VerwaltungsfachhochschulenDiese Fachhochschulen sind auf Verwaltung und öffentliche Aufgaben spezialisiert. Der Fokus liegt auf der Verbindung von IT, Recht und Verwaltungsprozessen, oft mit festen Praxispartnern.
Duale HochschulenIn manchen Bundesländern wird Verwaltungsinformatik an dualen Hochschulen angeboten. Theorie und Praxis sind hier besonders eng verzahnt, meist im festen Wechsel zwischen Hochschule und Behörde.

Was kann man nach dem Dualen Studium Verwaltungsinformatik machen?

Mit dem dualen Studium Verwaltungsinformatik entscheidest du dich für einen Abschluss, der dir viele Wege offen lässt. Ob du dich fachlich weiterentwickeln, Verantwortung übernehmen oder direkt in den Berufsalltag einsteigen willst: nach dem Studium stehen dir unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Welche Möglichkeiten es konkret gibt und in welchen Bereichen du später arbeiten kannst, zeigen wir dir jetzt!

Passende Masterstudiengänge zum Dualen Studium Verwaltungsinformatik

MasterstudiengangWas lerne ich und wie kann mir das helfen?
Master of Science (M.Sc.) VerwaltungsinformatikDieser Master vertieft genau das, was du im Bachelor gelernt hast, z.B. IT-Architekturen, Geschäftsprozesse, IT-Recht, Datenschutz und IT-Sicherheit in öffentlichen Verwaltungen. Das hilft dir, später Fach- oder Führungsaufgaben in Behörden oder IT-Teams zu übernehmen.
Master of Public Administration (M.P.A.) / Public ManagementHier stehen Führung, Verwaltungspolitik, Organisation und Management im Vordergrund. Du lernst z.B. wie öffentliche Institutionen gesteuert werden, wie Entscheidungen getroffen werden und wie man komplexe Verwaltungsprojekte leitet, also ideal für spätere Leitungs- oder strategische Rollen.
E-Government & Digital GovernmentDieser Master fokussiert digitalisierte Verwaltungsprozesse und moderne IT-Systeme, also wie man Behörden digitaler und nutzerfreundlicher macht. Perfekt, wenn du dich noch stärker auf digitale Transformation spezialisieren willst.
Public Governance / Governance & AdministrationDu beschäftigst dich mit Steuerung, Kontrolle und Strategien in öffentlichen Organisationen. Das hilft dir später, Governance-Prozesse zu verstehen und zu verbessern, z.B. in nationalen oder internationalen Behörden.
Master in Information Systems in Public AdministrationDieser Studiengang verbindet IT-Systeme mit Verwaltungsprozessen und bereitet dich darauf vor, IT-Gestaltung und IT-Management in Behörden auf höherer Ebene zu übernehmen.
Business / Wirtschaftsinformatik (M.Sc.)Auch wenn dieser Master nicht ausschließlich auf Verwaltung ausgerichtet ist, baut er deine IT-Kompetenz mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen aus, z.B. Projekt- oder IT-Management. Er ist besonders geeignet, wenn du breiter in IT-Bereiche einsteigen willst.

Was kann man nach dem dualen Studium Verwaltungsinformatik beruflich machen?

Mit einem Abschluss in Verwaltungsinformatik bist du nicht auf einen festen Job festgelegt. Du arbeitest an der Schnittstelle zwischen IT, Verwaltung und Organisation und kannst je nach Interesse eher technisch, organisatorisch oder strategisch arbeiten. Die folgende Übersicht zeigt dir typische Tätigkeitsfelder und was sich konkret dahinter verbirgt.

TätigkeitsfeldWorum geht’s hier?
IT-Projektmanagement im öffentlichen DienstDu planst, steuerst und begleitest IT-Projekte in Behörden, zum Beispiel die Einführung neuer Software oder digitaler Verfahren. Dabei koordinierst du IT-Teams, Fachabteilungen und externe Dienstleister.
Software- & AnwendungsbetreuungIn diesem Bereich kümmerst du dich um Fachanwendungen, Verwaltungssoftware oder interne Systeme. Du passt Programme an, betreust Nutzer/innen und sorgst dafür, dass alles stabil läuft.
E-Government & DigitalisierungHier arbeitest du an der digitalen Weiterentwicklung von Behörden, etwa an Online-Anträgen, Bürgerportalen oder digitalen Akten. Ziel ist es, Verwaltungsprozesse moderner, schneller und nutzerfreundlicher zu machen.
IT-Koordination & SchnittstellenmanagementDu übersetzt zwischen Verwaltung und IT: Fachabteilungen erklären ihre Anforderungen, du sorgst dafür, dass daraus technisch umsetzbare Lösungen werden.
IT-Sicherheit & DatenschutzIn diesem Tätigkeitsfeld geht es um den Schutz sensibler Daten, sichere IT-Systeme und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie der DSGVO. Du unterstützt Behörden dabei, sicher digital zu arbeiten.
IT-Architektur & SystemkonzepteDu wirkst an der Planung größerer IT-Strukturen mit und entscheidest mit, wie Systeme aufgebaut, vernetzt und weiterentwickelt werden sollen.
Öffentliche IT-DienstleisterStatt direkt in einer Behörde zu arbeiten, kannst du bei öffentlichen IT-Dienstleistern tätig sein, die Software und IT-Lösungen für viele Verwaltungen entwickeln und betreuen.
Fach- und Führungspositionen im gehobenen DienstMit Erfahrung oder einem Masterabschluss kannst du später Leitungsaufgaben übernehmen, z.B. als Team- oder Projektleitung im IT-Bereich einer Behörde.
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