Fachkraft Straßen- und Verkehrstechnik - Ausbildung und Beruf

Fachkraft Straßen- und Verkehrstechnik - Ausbildung und Beruf
  • Ausbildungsart
    Duale Ausbildung
  • Ausbildungsdauer
    3 Jahre (Vollzeit)
  • Gewünschter Schulabschluss
    Am besten ein Realschulabschluss
  • Ausbildungsvergütung
    ca. 1.140 € im ersten Jahr und bis zu 1.550€ im dritten Jahr

Der Beruf Fachkraft – Straßen- und Verkehrstechnik in 20 Sekunden

  • Aufgaben: Du vermisst Gelände, erstellst präzise Baupläne am Computer und kontrollierst Baustellen vor Ort.
  • Was ist besonders: Der Mix aus Büroarbeit mit Computertechnik und Außeneinsätzen an der frischen Luft.
  • Passt zu dir, wenn du technisches Verständnis hast, gerne genau arbeitest und dich auch von schlechtem Wetter nicht abschrecken lässt.

Straßen, Radwege und Brücken fallen nicht einfach vom Himmel, sie müssen millimetergenau geplant und gebaut werden. Genau hier kommst du ins Spiel! Wenn du nicht nur am Schreibtisch sitzen willst, sondern auch draußen sehen möchtest, wie deine Pläne Realität werden, dann ist dieser Beruf wie für dich gemacht.

Als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik bist du das Bindeglied zwischen Ingenieuren und der Baustelle. Du arbeitest mit modernster Technik wie CAD-Programmen und Vermessungsgeräten, um unsere Infrastruktur am Laufen zu halten. Wir zeigen dir, was du alles wissen musst, um in diesem zukunftssicheren Job durchzustarten.

Was genau macht eine Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?

Du sorgst dafür, dass Verkehrsprojekte von der ersten Skizze bis zur fertigen Straße funktionieren. Dabei übernimmst du viele technische und organisatorische Aufgaben, die Ingenieuren den Rücken freihalten.

AufgabeWorum geht’s konkret?
Vermessung durchführenMit modernen Tachymetern und GNSS-Empfängern (Satellitennavigation) werden Gelände und Straßenverläufe millimetergenau erfasst, um eine präzise Datenbasis für Planungen zu schaffen.
Technische Zeichnungen erstellen (CAD)Am Computer entstehen mithilfe spezialisierter CAD-Software (wie AutoCAD, VESTRA oder RIB Civil) detaillierte 2D- und 3D-Pläne für Straßen, Knotenpunkte oder Radwege.
Baustellen überwachenVor Ort wird geprüft, ob die Baufirmen die Pläne korrekt umsetzen, Materialien den Vorgaben entsprechen und Zeitpläne eingehalten werden. Auch die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften gehört dazu.
Verkehrsdaten analysierenMithilfe von Verkehrsdaten und GIS (Geoinformationssystemen) werden Verkehrsströme ausgewertet, um Ampelschaltungen zu optimieren oder Umleitungen effizient zu planen.
Digitale Planung (BIM)Zunehmend wird mit Building Information Modeling (BIM) gearbeitet, um Bauwerke digital zu modellieren und alle Infos über Material und Kosten in einem 3D-Modell zu verknüpfen.
Kosten und Mengen kalkulierenEs wird berechnet, wie viel Asphalt, Beton oder Schüttgut für ein Projekt nötig ist. Darauf basierend werden Leistungsverzeichnisse für Ausschreibungen erstellt.
Verkehrssicherung planenFür Baustellen werden Pläne erstellt, wie der Verkehr sicher vorbeigeleitet werden kann, inklusive der nötigen Beschilderung und Markierung.

Wo kann man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik arbeiten?

Deine Arbeitgeber sind meistens im öffentlichen Dienst oder in der Bauwirtschaft zu finden. Hier sorgst du für sichere Wege.

EinsatzmöglichkeitWas macht man hier?
Straßenbauverwaltungen (Länder/Kommunen)In Ämtern und Behörden planst und verwaltest du das öffentliche Straßennetz, koordinierst Sanierungen und Neubauten.
Ingenieurbüros für TiefbauHier arbeitest du direkt an Planungsaufträgen für private oder öffentliche Kunden und tüftelst an technischen Lösungen.
BauunternehmenIn großen Baufirmen unterstützt du die Bauleitung, kalkulierst Angebote und sorgst für die technische Abwicklung von Projekten.

Wie kann man Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik werden?

Straßen, Kreuzungen, Radwege oder ganze Verkehrsnetze wirken im Alltag selbstverständlich – doch dahinter steckt jede Menge Planung, Berechnung und Technik. Genau hier setzt die Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik an. Wenn dich interessiert, wie Verkehrswege entstehen, wie man sie sicher und effizient plant und wie moderne Technik dabei hilft, bist du in diesem Beruf genau richtig.

Für die Ausbildung starten die meisten Auszubildenden mit einem Realschulabschluss oder Abitur. Aber auch mit einem guten Hauptschulabschluss hast du durchaus Chancen, vor allem wenn du technisches Interesse, Matheverständnis und Genauigkeit mitbringst. Entscheidend ist weniger der perfekte Notenschnitt, sondern ob du Lust hast, dich mit Technik, Planung und präziser Arbeit auseinanderzusetzen.

Der Beruf verbindet Computerarbeit im Büro mit Einsätzen draußen, zum Beispiel bei Vermessungen oder auf Baustellen. Genau diese Mischung macht ihn für viele besonders spannend.

Quick-Check: Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik – Könnte das was für dich sein?

  • 📐 Du magst Mathe und Technik. Berechnungen, Winkel, Gefälle und Koordinaten schrecken dich nicht ab. Du findest es spannend, solche Zahlen mit moderner Software in echte Bauprojekte umzusetzen.
  • 🖥️ Du arbeitest gern am Computer. CAD-Programme, digitale Pläne oder Kartenanwendungen wie GIS reizen dich. Du kannst dir vorstellen, komplexe Zeichnungen und Modelle am Bildschirm zu erstellen.
  • 🌧️ Du bist gern draußen unterwegs. Ob bei Vermessungen, Geländeaufnahmen oder Baustellenkontrollen – du hast kein Problem damit, auch bei Wind oder Regen im Einsatz zu sein.
  • 🔍 Du arbeitest sorgfältig und genau. Dir ist klar: Kleine Fehler in der Planung können später große Folgen haben. Deshalb arbeitest du lieber präzise als schnell.

Welche Skills braucht man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?

Fähigkeit Wozu braucht man das im Beruf konkret?Wie kann man diese Fähigkeit trainieren oder stärken?
Allgemeines intellektuelles LeistungsvermögenDu musst viele Informationen gleichzeitig verstehen und verknüpfen: technische Regeln, rechtliche Vorgaben, Pläne und Berechnungen. Der Beruf verlangt kein Genie, aber ein solides Denkvermögen, um Zusammenhänge zu erfassen.Komplexere Aufgaben nicht vermeiden, sondern Schritt für Schritt lösen, z.B. bei Projekten, Planspielen oder Technikaufgaben.
Numerisches (rechnerisches) DenkenBerechnungen gehören zum Alltag: Flächen, Massen, Gefälle, Kosten, hydraulische oder schalltechnische Werte. Ohne solides Zahlenverständnis funktioniert Planung und Bauabrechnung nicht.Matheaufgaben regelmäßig üben, besonders zu Geometrie, Prozentrechnung und Volumen.
Figural-räumliches DenkenDu arbeitest mit Plänen und digitalen Modellen und musst dir vorstellen können, wie daraus reale Straßen, Wege oder Kreuzungen entstehen.Zeichnen, 3D-Programme, Bau- oder Simulationsspiele nutzen, um räumliches Denken zu trainieren.
MerkfähigkeitDu musst dir viele Regeln und Vorschriften merken, z.B. aus dem Bau-, Planungs- und Umweltrecht, und sie bei Projekten korrekt anwenden.Lernstoff strukturieren, Zusammenfassungen schreiben oder mit Skizzen und Mindmaps arbeiten.
Auge-Hand-KoordinationBei Vermessungsarbeiten führst du Messgeräte präzise und exakt. Kleine Ungenauigkeiten können große Abweichungen verursachen.Praktische Tätigkeiten, bei denen Genauigkeit zählt, z.B. Modellbau, Technikübungen oder feinmotorische Arbeiten.
Technisches VerständnisDu arbeitest mit Messgeräten wie Tachymetern, Lasern oder GNSS-Systemen sowie mit Software. Du musst verstehen, wie diese Technik funktioniert und richtig eingesetzt wird.Interesse an Technik zeigen, Geräte ausprobieren, Anleitungen lesen und Technik erklären lassen.
Zeichnerische BefähigungEntwurfs- und Ausführungspläne entstehen oft am PC, müssen aber logisch, übersichtlich und normgerecht aufgebaut sein.Technisches Zeichnen üben, CAD-Programme kennenlernen oder Skizzen sauber ausarbeiten.
Planungs- und OrganisationsfähigkeitVerkehrsprojekte bestehen aus vielen einzelnen Schritten: Zeitplanung, Einsatzplanung, Abstimmung mit Firmen und Behörden. Alles muss sinnvoll koordiniert werden.Aufgaben strukturieren, To-do-Listen führen, kleine Projekte eigenständig planen.
Räumliche OrientierungBei Gelände-, Gewässer- oder Straßenvermessungen musst du dich sicher orientieren und Messpunkte richtig einordnen können.Karten lesen, Orientierung draußen üben oder mit Navigations- und Kartenapps arbeiten.
RechenfertigkeitenNeben einfachem Rechnen gehören auch bautechnische, hydraulische oder schalltechnische Berechnungen dazu.Mathe vertiefen, besonders technische Anwendungen und praxisnahe Aufgaben.
Mündliches AusdrucksvermögenDu besprichst Planungen mit Kolleginnen und Kollegen, erklärst Abläufe oder stimmst dich mit anderen Fachbereichen ab.Präsentieren üben, in Gruppenarbeiten aktiv mitreden, Fachbegriffe erklären lernen.
TextverständnisDu arbeitest mit Fachtexten, Gutachten und rechtlichen Vorgaben, z.B. aus Städtebau, Landschaftsplanung oder Immissionsschutz.Texte aufmerksam lesen, Fachbegriffe nachschlagen, Inhalte zusammenfassen.
Schriftliches Ausdrucksvermögen & RechtschreibungDu bereitest Ausschreibungsunterlagen, Berichte oder Genehmigungsdokumente vor. Diese müssen klar, korrekt und verständlich sein.Texte sorgfältig schreiben, Rechtschreibung prüfen und Feedback einholen.
Leistungs- und EinsatzbereitschaftVermessungen oder Baustellenarbeiten finden auch bei schlechtem Wetter statt. Einsatzbereitschaft ist deshalb wichtig.Durchhaltevermögen trainieren, Aufgaben auch bei unangenehmen Bedingungen sauber erledigen.
Sorgfalt und GenauigkeitFehler in Berechnungen oder Plänen können teuer oder gefährlich werden. Präzision ist deshalb unverzichtbar.Ruhig arbeiten, Ergebnisse kontrollieren und nicht unter Zeitdruck schludern.
Selbstständige ArbeitsweiseDu erkennst selbst, welche Aufgaben anstehen, und erledigst sie eigenverantwortlich, z.B. bei Vermessungen oder Unterlagen für Verkehrsplanungen.Eigenständig arbeiten, Aufgaben planen und Verantwortung übernehmen.
FlexibilitätDein Arbeitsort wechselt zwischen Büro, Baustelle und Außeneinsatz. Du musst dich auf unterschiedliche Bedingungen einstellen können.Offen für Abwechslung bleiben und neue Situationen als Lernchance sehen.

Interessen-Check: Was sollte dich interessieren?

InteresseWarum ist das im Beruf wichtig?Woran merkst du, dass dich das interessieren könnte?
Technik und BauwesenAls Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik beschäftigst du dich mit dem Aufbau und der Planung von Straßen, Wegen, Kreuzungen und Verkehrsanlagen. Du arbeitest mit technischen Zeichnungen, Baustoffen und Messgeräten und musst verstehen, wie Infrastruktur entsteht und funktioniert.Du bleibst bei Baustellen stehen, schaust dir an, wie Straßen gebaut werden, oder fragst dich, warum eine Kreuzung genau so geplant ist.
Mathe und PhysikBerechnungen sind die Grundlage für sichere und funktionierende Verkehrswege. Flächen, Gefälle, Entwässerung oder Lärmberechnungen sorgen dafür, dass Straßen stabil, sicher und nutzbar sind. Physik hilft dir, Materialverhalten und technische Zusammenhänge zu verstehen.Du hast Spaß daran, Rechenwege nachzuvollziehen oder willst wissen, warum etwas technisch funktioniert und nicht einfach „nur so gebaut wird“.
Abwechslung zwischen Büro und draußenDer Beruf verbindet Büroarbeit (Planen, Zeichnen, Berechnen) mit praktischen Einsätzen im Freien, z. B. bei Vermessungen oder Baustellenkontrollen. Diese Mischung sorgt für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag.Du kannst dir nicht vorstellen, den ganzen Tag nur am Schreibtisch zu sitzen, willst aber auch nicht ausschließlich körperlich arbeiten.
Ordnung, Regeln und StrukturVerkehrs- und Bauprojekte folgen festen Normen, Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Genaues und strukturiertes Arbeiten ist notwendig, damit Planungen genehmigt und korrekt umgesetzt werden können.Du arbeitest gern übersichtlich, hältst dich an Regeln und fühlst dich wohler, wenn Abläufe klar geregelt sind.

Welche Schulfächer bereiten gut auf die Ausbildung vor?

SchulfachWas lernst du dort und wie hilft dir das später im Beruf?
MathematikFlächen-, Volumen- und Mengenberechnungen brauchst du für Planung, Kostenkalkulation, Ausschreibungen und Bauabrechnungen. Mathe hilft dir, Projekte realistisch zu planen und Fehler zu vermeiden.
PhysikIn Physik lernst du Grundlagen zu Kräften, Materialeigenschaften, Bewegung und Energie. Dieses Wissen ist wichtig, um zu verstehen, wie Belastungen auf Straßen wirken oder wie Baustoffe sich verhalten.
Werken / TechnikTechnisches Zeichnen, der Umgang mit Materialien und das Verständnis technischer Abläufe sind eine ideale Vorbereitung für CAD-Programme und die spätere Bau- und Verkehrsplanung.
DeutschDu brauchst eine sichere Ausdrucksweise für Berichte, Bauakten, Ausschreibungen und den Schriftverkehr mit Behörden und Baufirmen. Klar formulierte Texte sind im Berufsalltag sehr wichtig.
Wirtschaft / SozialkundeDieses Fach hilft dir, betriebliche Abläufe, Kostenstrukturen, rechtliche Grundlagen und Arbeitsorganisation zu verstehen – wichtig für Planung, Vergabe und Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Was lernt man in der Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?

In der Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik erwirbst du umfassende technische, planerische und rechtliche Kenntnisse rund um den Straßen- und Verkehrswegebau. Du lernst sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule, wie Verkehrsflächen geplant, vermessen, berechnet, dokumentiert und überwacht werden. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um rechtliche Vorgaben, Umweltaspekte und die wirtschaftliche Abwicklung von Bauprojekten.

Ausbildungsinhalte im Überblick

AusbildungsinhaltWas lerne ich konkret und wie sieht das später in der Praxis aus?
Vermessungstechnik und GeländeerfassungDu lernst, einfache und komplexe Vermessungsarbeiten durchzuführen, zum Beispiel topografische Aufnahmen von Gelände und Verkehrsflächen. Dabei arbeitest du mit Nivelliergeräten, Tachymetern und GNSS-Systemen. In der Praxis dienen diese Messungen als Grundlage für Straßenplanungen, Bauzeichnungen und digitale Geländemodelle.
Technisches Zeichnen, CAD und BauwerkpläneDu lernst, Bauwerks- und Straßenpläne mit CAD-Software zu erstellen, zu bearbeiten und normgerecht darzustellen. Dazu gehören Grundrisse, Längs- und Querschnitte sowie Detailzeichnungen. Später werden diese Pläne direkt für Ausschreibungen, Genehmigungen und die Bauausführung genutzt.
Bautechnik, Baustoffe und BödenDu beschäftigst dich mit dem Aufbau von Straßenkörpern sowie mit Bau- und Bauhilfsstoffen wie Asphalt, Beton, Mörtel und verschiedenen Bodenarten. Du lernst, Baustoffe und Böden nach Eigenschaften, Belastbarkeit und Verwendungszweck zu unterscheiden und fachgerecht einzusetzen.
Straßenentwurf und VerkehrsplanungDu lernst, wie Straßen und Verkehrsflächen nach geltenden Richtlinien und Regelwerken (z.B. RASt) geplant werden. Dazu gehören Kurvenradien, Querschnitte, Knotenpunkte, Entwässerung und Verkehrsführung. In der Praxis arbeitest du an der Planung sicherer, leistungsfähiger und funktionaler Verkehrswege mit.
Bautechnische Berechnungen und MengenberechnungDu führst bautechnische Berechnungen für den Straßenbau durch, zum Beispiel zur Flächen-, Volumen- und Massenberechnung. Diese Berechnungen sind wichtig für Kostenkalkulationen, Ausschreibungen und die spätere Bauabrechnung.
Hydraulische und schalltechnische BerechnungenDu lernst Grundlagen der Entwässerungsplanung sowie der Lärm- und Schallberechnung kennen. In der Praxis fließen diese Berechnungen in die Planung von Entwässerungssystemen, Lärmschutzmaßnahmen und umweltgerechten Verkehrsanlagen ein.
Ausschreibung, Vergabe und BauabrechnungDu lernst, Leistungsverzeichnisse zu erstellen, Angebote zu prüfen und Bauleistungen nach den Vorgaben der VOB zu vergeben. Später unterstützt du die wirtschaftliche und rechtssichere Abwicklung von Bauprojekten und wirkst an der Bauabrechnung mit.
Bauleitung und BauüberwachungDu erhältst Einblicke in die Organisation von Baustellen, die Koordination von Bauabläufen sowie die Kontrolle von Qualität, Terminen und Kosten. In der Praxis unterstützt du die Bauleitung bei der Überwachung von Bauarbeiten im Straßen- und Verkehrswegebau.
Planungs-, Bau- und UmweltrechtDu lernst, planungs-, bau- und umweltrechtliche Vorgaben zu berücksichtigen, zum Beispiel im Natur- und Lärmschutz. Dazu gehört auch das Erstellen und Bearbeiten von Unterlagen für Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren bei Verkehrsplanungen.
Kostenberechnung und wirtschaftliche PlanungDu lernst, Kosten zu berechnen, zu vergleichen und zu dokumentieren. Diese Kenntnisse sind wichtig, um Bauprojekte wirtschaftlich zu planen und Budgets einzuhalten.
Organisation, Rechte und PflichtenWährend der gesamten Ausbildung werden dir Kenntnisse zu Rechten und Pflichten im Ausbildungsverhältnis, zur Organisation des Ausbildungsbetriebs sowie zu Arbeitssicherheit und Umweltschutz vermittelt.
BerufsschulunterrichtIn der Berufsschule vertiefst du dein Fachwissen in berufsspezifischen Lernfeldern, z. B. beim Aufmessen und Darstellen eines Geländes oder beim Planen einer Verkehrserschließung. Ergänzend werden allgemeinbildende Fächer wie Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Was kann man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik verdienen?

Das Gehalt ist oft durch Tarifverträge (z.B. im öffentlichen Dienst) geregelt und daher vergleichsweise gut und sicher.

  • Einstiegsgehalt: ca. 2.600 € bis 3.200 € brutto/Monat.
  • Mit Berufserfahrung: ca. 3.500 € bis über 4.500 € sind möglich, je nach Verantwortung.

Was verdient man während der Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik?

Die Ausbildungsvergütung ist attraktiv, besonders im öffentlichen Dienst:

AusbildungsjahrGehalt pro Monat
1. Ausbildungsjahrca. 1.140 €
2. Ausbildungsjahrca. 1.200 €
3. Ausbildungsjahrbis zu 1.550 €
(Stand 2026, öffentliche Verwaltung lt. TVA-L BBiG)

Deine Karrierewege als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Nach der Ausbildung als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik stehen dir verschiedene berufliche Entwicklungswege offen. Je nach Interesse kannst du dich fachlich spezialisieren, eine anerkannte Weiterbildung absolvieren oder ein Studium anschließen. Die möglichen Karrierewege reichen von verantwortungsvollen Aufgaben in der Bauüberwachung und Verkehrsplanung bis hin zu leitenden Positionen oder einem ingenieurwissenschaftlichen Studium. Die folgenden Abschnitte zeigen dir, welche konkreten Optionen es gibt und welche Kenntnisse und Qualifikationen du dabei jeweils erwirbst. Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Spezialisierungsmöglichkeiten im Beruf als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

SpezialisierungWas lernt man konkret und wofür ist das relevant?
Verkehrsplanung und VerkehrssteuerungIn diesem Bereich vertiefst du dein Wissen über Verkehrsführung, Verkehrsflussberechnung und den Einsatz technischer Verkehrsleitsysteme. Du beschäftigst dich mit Ampelsteuerungen, Verkehrszeichenplänen, Verkehrsdatenerfassung sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ziel ist es, Verkehrsströme effizient, sicher und umweltverträglich zu organisieren, insbesondere im städtischen Raum.
Bauüberwachung und Bauausführung im TiefbauHier liegt der Schwerpunkt auf der Kontrolle und Koordination von Bauarbeiten im Straßen- und Verkehrswegebau. Du lernst, Bauabläufe zu überwachen, Baupläne umzusetzen, die Einhaltung von Qualitätsstandards, Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Vorgaben zu prüfen sowie die Zusammenarbeit zwischen Bauleitung, Fachfirmen und Behörden zu koordinieren.

Welche Weiterbildung passt zu dir?

WeiterbildungWas lernt man konkret und warum ist das sinnvoll?
Staatlich geprüfte/r Techniker/in – Fachrichtung TiefbauDiese Weiterbildung baut fachlich auf der Ausbildung auf und vertiefte Kenntnisse in Bauplanung, Baustatik, Bauorganisation und Projektmanagement. Du lernst, Bauprojekte selbstständig zu planen, zu kalkulieren, zu steuern und zu überwachen. Zusätzlich werden Führungs- und Organisationskompetenzen vermittelt, die dich auf verantwortungsvollere Positionen vorbereiten.
Technische/r Fachwirt/inDie Weiterbildung kombiniert technisches Fachwissen mit betriebswirtschaftlichen Inhalten. Du beschäftigst dich unter anderem mit Kostenrechnung, Arbeitsorganisation, Personalführung und rechtlichen Grundlagen. Sie eignet sich besonders für Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Technik, Verwaltung und Management – etwa in Bauunternehmen oder öffentlichen Verwaltungen.
Geprüfte/r Industriemeister/in – Fachrichtung BauDer Schwerpunkt liegt auf der Führung von Mitarbeitenden, der Organisation von Arbeitsprozessen sowie der technischen und wirtschaftlichen Steuerung von Bauvorhaben. Du wirst darauf vorbereitet, Verantwortung für Baustellen, Teams und Produktionsabläufe zu übernehmen und gleichzeitig Qualitäts- und Sicherheitsstandards einzuhalten.
Polier/in im TiefbauAls Polier/in übernimmst du eine leitende Rolle auf der Baustelle. Die Weiterbildung vermittelt Kenntnisse in Bauablaufplanung, Mitarbeiterführung, Arbeitssicherheit, Materialeinsatz und Qualitätskontrolle. Du fungierst als Bindeglied zwischen Bauleitung und ausführenden Fachkräften und sorgst für einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten.

Studium nach der Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

StudienfachWie und was lernt man im Studium?Berufliche Möglichkeiten nach dem Studium
BauingenieurwesenDas Studium vermittelt wissenschaftliche und technische Grundlagen in Bereichen wie Statik, Konstruktion, Baumechanik, Bauinformatik und Baumanagement. Ergänzt wird das Studium durch Projektarbeit und praxisnahe Anwendungen im Infrastruktur- und Verkehrswegebau.Als Bauingenieur/in planst, berechnest und leitest du komplexe Bauprojekte, zum Beispiel im Straßen-, Brücken- oder Verkehrswegebau. Du trägst Verantwortung für Planung, Umsetzung, Kostenkontrolle und Sicherheit von Bauwerken.
VerkehrsingenieurwesenHier liegt der Fokus auf Verkehrssystemen, Mobilitätskonzepte, Verkehrsmodellierung, Logistik und nachhaltiger Verkehrsplanung. Du analysierst Verkehrsströme und entwickelst Konzepte für moderne und zukunftsfähige Mobilität.Nach dem Studium arbeitest du z.B. in der Verkehrsplanung für Städte und Regionen, bei Verkehrsbehörden, Ingenieurbüros oder in der Forschung und Entwicklung neuer Mobilitätslösungen.
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