Thema Ratgeber

Wie schreibt man einen Lebenslauf als Schüler:in?

Der Lebenslauf ist ein lebenslanger Begleiter deiner beruflichen Karriere. Du wirst ihn jedes Mal brauchen, wenn du dich irgendwo bewirbst. Das allererste Mal brauchst du ihn vielleicht für ein Praktikum oder für eine Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz. Aber: in deinem Leben ist ja noch gar nicht soooo viel passiert… was sollst du also in den Lebenslauf reinschreiben? Say no more – wir zeigen’s dir!

1. Wozu braucht man einen Lebenslauf?

Der Lebenslauf ist ein wichtiger Teil deiner Bewerbung. Er gibt dem Unternehmen einen schnellen Überblick über dich – sozusagen eine kurze Zusammenfassung deiner persönlichen und schulischen „Geschichte“. Während du im Anschreiben erklärst, warum du dich bewirbst und was dich motiviert, listest du im Lebenslauf die Fakten auf: Wer bist du, was hast du bisher gemacht, welche Erfahrungen und Fähigkeiten bringst du mit?

Personalverantwortliche nutzen den Lebenslauf, um sich in wenigen Sekunden ein Bild von dir zu machen. Deshalb muss er übersichtlich, vollständig und gut strukturiert sein. Wenn er ordentlich gestaltet ist, kann das sogar den ersten positiven Eindruck verstärken – noch bevor jemand dein Anschreiben liest.Kurz gesagt: Dein Lebenslauf ist wie ein Steckbrief, der dich im besten Licht präsentiert und Lust macht, dich näher kennenzulernen.

2. Aufbau und Form des Lebenslaufs für Schüler

Ein Lebenslauf für eine Bewerbung ist fast immer tabellarisch aufgebaut. Das bedeutet: Deine wichtigsten Informationen stehen übersichtlich in einer Tabelle untereinander – keine langen Texte, sondern kurze Stichpunkte. Das macht es für Unternehmen einfach, deine Daten schnell zu erfassen.

2.1 Tabellarische Form

Warum heute fast nur noch der tabellarische Lebenslauf verwendet wird

Früher gab es oft ausführliche Lebensläufe in Fließtextform – manchmal sogar handschriftlich. Das ist heute unüblich, weil Personaler:innen viele Bewerbungen lesen müssen und sich schnell einen Überblick verschaffen wollen.

Der tabellarische Lebenslauf ist übersichtlich, klar strukturiert und spart Zeit:

Deshalb gilt: Für Bewerbungen – gerade auch als Schüler:in – ist die tabellarische Form der Standard.

  • Die wichtigsten Informationen sind sofort zu finden.
  • Stationen lassen sich leicht vergleichen.
  • Er passt perfekt zu digitalen Bewerbungen.

Und so geht’s:

  • Links steht der Zeitraum (Monat und Jahr),
  • rechts daneben die Station (z. B. Schule, Praktikum, Nebenjob) mit kurzen Infos.
  • Die neueste Station steht immer oben – so sieht man sofort, wo du aktuell bist.

2.2 Formale Vorgaben

Formale Vorgaben sorgen dafür, dass dein Lebenslauf ordentlich und professionell aussieht. Dazu gehören eine gut lesbare Schriftart wie Arial, Calibri oder Times New Roman, eine Schriftgröße von 11 oder 12 Punkt und ein einheitliches Layout. Die Seitenränder sollten rund 2 bis 2,5 cm betragen, damit der Text nicht gequetscht wirkt.

Wichtig ist auch eine klare Gliederung in Abschnitte wie „Persönliche Daten“, „Schulbildung“ oder „Praktische Erfahrungen“. Halte die Abstände zwischen den einzelnen Punkten so, dass der Text übersichtlich bleibt – zu wenig Platz wirkt gedrängt, zu viel Platz sieht schnell nach Lückenfüllen aus. Wenn du dich an diese einfachen Regeln hältst, machst du es den Leser:innen leicht, deinen Lebenslauf schnell zu erfassen.

Zusammenfassend:

  • Schriftart: Arial, Calibri oder Times New Roman
  • Schriftgröße: 11 oder 12 Punkt
  • Seitenränder: ca. 2–2,5 cm
  • Abstände: Genug Platz zwischen den einzelnen Abschnitten, damit der Text „atmen“ kann
  • Länge: Für Schüler:innen meist 1 Seite, maximal 2 Seiten

3. Persönliche Daten – Dein Steckbrief

Der erste Abschnitt deines Lebenslaufs enthält die wichtigsten Basisinformationen zu deiner Person – quasi wie ein kurzer Steckbrief. So sieht das Unternehmen auf einen Blick, wer du bist und wie man dich erreichen kann.

Das gehört hinein:

  • Vor- und Nachname
  • Adresse (Straße, Postleitzahl, Ort)
  • Telefonnummer (am besten Handy)
  • E-Mail-Adresse (seriös, z. B. vorname.nachname@email.de)
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Staatsangehörigkeit (optional)
  • Bewerbungsfoto (optional, kann aber einen positiven Eindruck machen, wenn es professionell ist)

Beispiel:

Max Mustermann
Musterstraße 12, 12345 Musterstadt
Tel.: 0123 456789
E-Mail: max.mustermann@email.de
Geburtsdatum: 01.01.2008 in Musterstadt
Staatsangehörigkeit: Deutsch

💡 Tipp – Bewerbungsfoto und E-Mail-Adresse

Bewerbungsfoto:

Ein Foto ist in Deutschland kein Muss, kann aber einen positiven Eindruck hinterlassen, wenn es professionell wirkt. Das bedeutet: neutrales, freundliches Lächeln, passende Kleidung (ähnlich wie beim Vorstellungsgespräch) und ein schlichter Hintergrund. Vermeide Selfies, Urlaubsbilder oder Aufnahmen mit schlechter Beleuchtung – sie wirken schnell unprofessionell. Falls du kein gutes Foto hast, lass lieber den Platz im Lebenslauf frei, anstatt ein ungeeignetes Bild zu verwenden.

E-Mail-Adresse:

Deine E-Mail-Adresse ist oft der erste Kontaktpunkt mit dem Unternehmen – und sollte deshalb seriös wirken. Spaß- oder Spitznamen wie „sweetgirl123@…“ oder „gamerking@…“ kommen nicht gut an. Am besten nutzt du eine Kombination aus Vor- und Nachname, zum Beispiel vorname.nachname@email.de. Falls diese schon vergeben ist, kannst du auch Zahlen hinzufügen, die unauffällig sind, etwa dein Geburtsjahr. Am einfachsten ist es, dir für Bewerbungen eine eigene Adresse anzulegen, die du nur für diesen Zweck nutzt.

4. Schulbildung im Lebenslauf

Im Abschnitt „Schulbildung“ listest du alle relevanten Stationen deiner schulischen Laufbahn auf – beginnend mit deiner aktuellen Schule. So sieht das Unternehmen sofort, wo du gerade bist und welchen Abschluss du anstrebst.

Die Grundschule musst du in deinem Lebenslauf normalerweise nicht mehr angeben – spätestens ab der weiterführenden Schule beginnt der Teil deiner Schullaufbahn, der für Arbeitgeber wirklich relevant ist.

Der Grund: Fast alle Bewerber:innen haben eine Grundschule besucht, und diese Station sagt in der Regel nichts darüber aus, welche Kenntnisse oder Qualifikationen du heute mitbringst. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn du dich noch in der 5. oder 6. Klasse bewirbst und noch keine weiteren schulischen Stationen hast – zum Beispiel für ein Schülerpraktikum. In allen anderen Fällen kannst du die Grundschule einfach weglassen und mit deiner aktuellen Schule beginnen.

Das gehört hinein:

  • Name und Ort der Schule
  • Zeitraum (Monat/Jahr – Monat/Jahr bzw. „seit …“)
  • Aktuelle Klassenstufe
  • Art des Abschlusses (z. B. Mittlerer Schulabschluss, Abitur)
  • Falls der Abschluss noch nicht erreicht ist: voraussichtlicher Abschlusszeitpunkt

Beispiel:

seit 09/2022 Muster-Gymnasium, Musterstadt – 11. Klasse, voraussichtlicher Abschluss: Abitur 2026
08/2018–07/2022 Muster-Realschule, Musterstadt – Mittlerer Schulabschluss

💡 Tipp: Vermeide Abkürzungen oder unklare Bezeichnungen. Schreibe den Schulnamen vollständig aus.

5. Praktische Erfahrungen als Schüler:in

Praktische Erfahrungen sind alles, was zeigt, dass du schon Einblicke in die Arbeitswelt bekommen hast – egal ob durch Praktika, Nebenjobs oder besondere Projekte in der Schule. Sie machen deutlich, dass du dich engagierst und schon erste Fähigkeiten mitbringst.

5.1 Praktika

Hier trägst du alle Schul- oder freiwilligen Praktika ein – mit Zeitraum, Name und Ort des Unternehmens sowie einer kurzen Beschreibung deiner Aufgaben.

📌 Beispiel:

03/2024          Schülerpraktikum bei der Muster GmbH, Musterstadt – Unterstützung im Verkauf, Warenpräsentation, Kundenberatung

5.2 Ferien- oder Nebenjobs

Auch kleine Jobs sind wichtig: Sie zeigen, dass du zuverlässig bist und Verantwortung übernehmen kannst.

📌 Beispiel:

07/2023–08/2023  Ferienjob im Lager der Beispiel AG – Kommissionierung und Verpackung von Waren

5.3 Schulprojekte oder Wettbewerbe

Wenn du noch keine Jobs oder Praktika hast, kannst du hier auch schulische Projekte nennen, die deine Fähigkeiten zeigen – etwa eine Schülerfirma, ein Theaterstück oder einen Wettbewerb.

📌 Beispiel:

09/2022–06/2023  Mitarbeit in der Schülerfirma „Green Snack“ – Verkauf und Organisation des Pausenverkaufs

💡 Tipp:

  • Kurz und knackig formulieren – 1 Zeile pro Erfahrung reicht meist.
  • Wähle Aufgaben oder Tätigkeiten, die etwas über dich aussagen und zum Beruf passen, für den du dich bewirbst.
  • Wenn du mehrere Erfahrungen hast, sortiere auch hier die neueste zuerst.

6. Kenntnisse und Fähigkeiten für den Schüler-Lebenslauf

Dieser Abschnitt zeigt, was du konkret kannst – und zwar unabhängig davon, wie viel Berufserfahrung du schon hast. Hier kannst du mit allem punkten, was für den Ausbildungsberuf nützlich sein könnte.

Sei ehrlich – übertreibe nicht, aber verkaufe dich auch nicht unter Wert. Überlege, welche Kenntnisse dich für die Ausbildung besonders interessant machen.

6.1 Fremdsprachen

Fremdsprachen im Lebenslauf sind besonders wertvoll für Berufe, in denen du Kontakt zu internationalen Kunden, Gästen oder Partnern hast – oder in denen viele Fachtexte, Anleitungen oder Informationen in einer anderen Sprache vorliegen.

Typische Beispiele:

  • Kaufmännische Berufe (z. B. Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement) – Kontakt zu internationalen Lieferanten und Kunden
  • Tourismus- und Hotellerieberufe (z. B. Hotelfachmann/-frau, Tourismuskaufmann/-frau) – Kommunikation mit Gästen aus aller Welt
  • Logistikberufe (z. B. Fachkraft für Lagerlogistik) – Abstimmung mit Speditionen und internationalen Partnern
  • Medien- und Marketingberufe – viele Trends und Inhalte kommen aus dem englischsprachigen Raum
  • IT- und Technikberufe – Fachliteratur, Softwaredokumentationen und Tutorials sind oft auf Englisch

Selbst wenn ein Beruf nicht täglich Fremdsprachen erfordert, kann es ein Vorteil sein, wenn du z. B. Englisch gut beherrschst – es zeigt, dass du flexibel bist und dich in einer globalisierten Arbeitswelt zurechtfinden kannst.

Gib die Sprachen mit einer realistischen Selbsteinschätzung an (z. B. „Grundkenntnisse“, „gut“, „fließend“). Wenn du ein Sprachzertifikat hast (z. B. Cambridge, DELF), kannst du es hier erwähnen.

 📌 Beispiel:

Englisch – gut in Wort und Schrift 
Französisch – Grundkenntnisse

6.2 Computer- und EDV-Kenntnisse

Computer- und EDV-Kenntnisse sind heute in fast allen Berufen wichtig – aber besonders wertvoll sind sie, wenn du in Bereichen arbeitest, in denen digitale Tools und Programme zum Alltag gehören.

Typische Beispiele:

  • Kaufmännische Berufe (z. B. Büromanagement, Industriekaufmann/-frau) – Arbeit mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und Datenbanken
  • Medien-, Marketing- und Designberufe – Nutzung von Grafikprogrammen, Content-Management-Systemen oder Social-Media-Tools
  • IT- und Technikberufe – grundlegendes Verständnis für Software, Hardware und ggf. einfache Programmierung
  • Handwerks- und Produktionsberufe – Arbeit mit Maschinen, die computergesteuert sind, oder Nutzung spezieller Planungssoftware
  • Dienstleistungsberufe (z. B. Hotelfach, Einzelhandel) – Kassensysteme, Buchungssoftware oder digitale Warenverwaltung

Selbst in Berufen, die auf den ersten Blick „handwerklich“ oder „praktisch“ wirken, kann der sichere Umgang mit digitalen Programmen ein großer Vorteil sein – er spart Zeit, erleichtert die Arbeit und zeigt, dass du mit moderner Technik umgehen kannst.

Nenne also Programme, die du beherrschst (z. B. MS Word, Excel, PowerPoint, Canva).
Wenn es zur Ausbildung passt, auch Social-Media-Erfahrungen oder spezielle Tools (z. B. Bildbearbeitung).

Wenn du KI-Tools mit angeben möchtest, dann achte auf folgende Punkte:

  • Immer nur angeben, wenn du auch wirklich weißt, wie man die Tools sinnvoll einsetzt.
  • Kurz beschreiben, wofür du sie genutzt hast – z. B. „für Schulprojekte“, „zur Ideenfindung“ oder „zur Bildbearbeitung“.
  • Das zeigt nicht nur Technikaffinität, sondern auch, dass du moderne Arbeitsweisen verstehst.

📌 Beispiel:

MS Office (Word, Excel, PowerPoint) – sicher  
Canva – Grundkenntnisse in Grafikgestaltung  
Erste Erfahrungen im Einsatz von KI-Tools (z. B. ChatGPT für Textentwürfe, KI-Bildbearbeitung mit Midjourney)

6.3 Weitere relevante Fähigkeiten

Weitere relevante Fähigkeiten sind alles, was dich für den gewünschten Beruf zusätzlich interessant macht – auch wenn es nicht direkt in der Schule oder in einem Job gelernt wurde. Sie zeigen, dass du über praktische Kompetenzen verfügst, die im Arbeitsalltag nützlich sein können.

Typische Beispiele:

  • Organisationstalent – wichtig für Berufe, in denen du Abläufe planen oder Termine koordinieren musst, z. B. im Eventmanagement, Büro oder Einzelhandel.
  • Handwerkliche Fertigkeiten – von Vorteil in allen technischen und handwerklichen Ausbildungsberufen, etwa im Bau, in der Metall- oder Holzverarbeitung.
  • Erste-Hilfe-Kurs – besonders relevant für Berufe im Gesundheitswesen, in der Betreuung, aber auch für Tätigkeiten mit viel Publikumsverkehr oder in sicherheitsrelevanten Bereichen.
  • Führerschein – nützlich, wenn der Beruf Mobilität erfordert, etwa im Außendienst, in der Logistik oder wenn der Arbeitsort schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.

Solche Angaben können den entscheidenden Unterschied machen, weil sie zeigen, dass du mehr mitbringst als nur die Grundvoraussetzungen – und oft sind es gerade diese Extras, die dich von anderen Bewerber:innen abheben.

📌 Beispiel:

Organisation von Veranstaltungen im Schulverein  
Führerschein Klasse B (in Ausbildung)

7. Hobbys und Interessen - Welche dürfen in den Lebenslauf?

Der Abschnitt „Hobbys und Interessen“ gibt dem Unternehmen einen kleinen Einblick in deine Persönlichkeit. Er ist kein Pflichtteil, kann aber hilfreich sein, um positive Eigenschaften zu unterstreichen, die zum Beruf passen. Sinnvoll ist er vor allem dann, wenn deine Freizeitaktivitäten Fähigkeiten oder Soft Skills zeigen, die im Job gefragt sind, oder wenn sie einen direkten Bezug zur Branche haben.

📌 Beispiele für Hobbys, die gut wirken:

  • Mannschaftssport → Teamfähigkeit, Disziplin
  • Musik oder Theater → Kreativität, Auftrittssicherheit
  • Programmieren, Technikbasteleien → technisches Verständnis
  • Ehrenamtliche Arbeit → Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent

Weniger geeignet sind Hobbys, die zu privat oder missverständlich wirken, wie etwa „Partys feiern“. Auch sehr allgemeine Angaben wie „Musik hören“ oder „Netflix“ sagen nichts über dich aus und tragen daher nicht zur Bewerbung bei. Überlege dir stattdessen konkrete Aktivitäten, die dich positiv darstellen. Schreib deine Hobbys immer so genau wie möglich – statt einfach nur „Sport“ zu nennen, kannst du zum Beispiel „Fußball im Verein seit 2018“ angeben. Das wirkt glaubwürdiger und zeigt, dass du dich langfristig engagierst.

Du weißt nicht, ob deine Hobbys und Interessen zu dem Beruf passen, der dich interessiert? Schau dir einfach das Berufsprofil auf azubister an! Dort zeigen wir dir bei jedem Beruf, welche Interessen gut zu ihm passen!

8. Unterschrift und Datum

Am Ende deines Lebenslaufs steht immer das Datum und deine Unterschrift. Damit bestätigst du, dass alle Angaben korrekt sind. Auch wenn es nur ein kurzer Teil ist, wirkt er professionell und zeigt, dass du deine Bewerbung sorgfältig abgeschlossen hast.

Wenn du deinen Lebenslauf ausdruckst und per Post verschickst, setzt du deine handschriftliche Unterschrift unter den Text – am besten mit blauer oder schwarzer Tinte. Bei einer digitalen Bewerbung kannst du deine Unterschrift einscannen oder mit einem Grafikprogramm einfügen. Sie sollte dezent sein und nicht größer als der normale Text wirken.

Das Datum muss aktuell sein, also der Tag, an dem du die Bewerbung verschickst. Achte darauf, ein einheitliches Datumsformat zu verwenden, zum Beispiel „11. August 2025“.

📌 Beispiel:

Musterstadt, 11. August 2025

(Unterschrift)

Max Mustermann

9. Häufige Fehler im Lebenslauf – und wie du sie vermeidest

Viele Fehler im Lebenslauf sind leicht zu vermeiden, wenn man weiß, worauf man achten muss. Ein häufiger Patzer sind unvollständige Angaben – etwa fehlende Zeiträume bei der Schulausbildung oder nicht aufgeführte Praktika. Achte darauf, dass alle relevanten Stationen vollständig sind und keine wichtigen Informationen fehlen.

Ein weiteres Problem sind Lücken im Lebenslauf. Wenn zwischen zwei Stationen Zeit fehlt, wirkt das schnell verdächtig. Bei Schüler:innen ist das meist kein großes Thema, aber selbst kurze Phasen – zum Beispiel, wenn du zwischen Schule und Praktikum einige Wochen frei hattest – kannst du kurz erwähnen („Bewerbungsphase“, „Ferienjob“), um Nachfragen zu vermeiden.

Auch unübersichtliche Layouts sind ein häufiger Grund, warum Lebensläufe nicht gut ankommen. Wenn Abstände, Schriftgrößen oder Formatierungen ständig wechseln, wirkt das unprofessionell. Einheitlichkeit ist hier der Schlüssel.

Und nicht zu vergessen: Deine E-Mail-Adresse sollte seriös sein. Lustige Spitznamen oder Fantasie-Adressen kommen nicht gut an – eine Kombination aus Vor- und Nachname ist die beste Wahl.

Wenn du diese Punkte beachtest, sorgst du dafür, dass dein Lebenslauf nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugt.

Noch mehr Tipps für deine Bewerbung – auch über den Lebenslauf hinaus, findest du in unserem Artikel: Bewerbung für einen Ausbildungsplatz - So geht's richtig.

10. Tipps für den letzten Schliff

Wenn dein Lebenslauf fertig ist, lohnt es sich, noch einmal mit einem frischen Blick darüberzugehen – oder jemanden darum zu bitten. Beim Korrekturlesen fallen nicht nur Rechtschreibfehler auf, sondern oft auch unklare Formulierungen oder fehlende Angaben.

Speichere deinen Lebenslauf immer als PDF-Datei, damit das Layout überall gleich bleibt. Achte auch auf einen professionellen Dateinamen, zum Beispiel:

Lebenslauf_Max_Mustermann_Industriekaufmann.pdf

So kann die Datei vom Unternehmen leicht zugeordnet werden.

Überprüfe außerdem, ob alle Daten aktuell sind – vom Datum bis zu deiner Telefonnummer. Falls du dich für mehrere Berufe oder Unternehmen bewirbst, passe den Lebenslauf an, damit er zu jeder Bewerbung passt.

💡 Extra-Tipp: Halte deinen Lebenslauf immer auf dem neuesten Stand. So musst du bei einer spontanen Gelegenheit, dich zu bewerben, nicht erst lange nach fehlenden Informationen suchen. Wenn neue Stationen dazu kommen gilt weiterhin: Das aktuellste steht immer oben 🙂

Was nicht in den Lebenslauf gehört – sondern ins Bewerbungsschreiben

Der Lebenslauf ist für Fakten gedacht – er listet Stationen, Kenntnisse und Qualifikationen auf, ohne lange Erklärungen. Alles, was mit deiner Motivation zu tun hat oder erklärt, warum du dich für den Beruf und das Unternehmen entschieden hast, gehört nicht hierher, sondern ins Bewerbungsschreiben.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Warum du genau diesen Ausbildungsplatz möchtest
  • Was dich am Unternehmen besonders interessiert
  • Persönliche Stärken mit passenden Beispielen
  • Bezug zu einer Stellenausschreibung oder zu einem Gespräch

Wenn du also erzählen willst, weshalb du der oder die Richtige für den Ausbildungsplatz bist, nutzt du dafür dein Anschreiben.

In unserem Artikel So schreibst du ein gutes Bewerbungsschreiben für eine Ausbildung erklären wir Schritt für Schritt, wie du das überzeugend formulierst.