Equal Pay Day 2013

Frau mit blauem Blazer steht an Treppengerüst
Der Equal Pay Day – Foto: unsplash.com

Am 21. März ist Equal Pay Day – dieser Aktionstag macht auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Job aufmerksam. Fakt ist, dass Frauen in Deutschland circa 22 Prozent weniger verdienen als Männer (in Führungspositionen sind es sogar 30%).

Der Equal Pay Day – Was ist das?

Equal Pay Day 2013

Bundesweit finden Aktionen statt (Foto: Inga Haar Businessfotografie)

2008 wurde der Equal Pay Day auf Initiative des BPW Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der „Tag für gleiche Bezahlung“ in den USA. Das langfristige Ziel des Equal Pay Day ist ein Umdenken der Gesellschaft bei der Lohnschere zwischen Frauen und Männern. Hierzu werden Aktion deutschlandweit durchgeführt, welche zu Gesprächen und Diskussionen anregen sollen. Der durchschnittliche Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen liegt laut Statistischem Bundesamt bei ungefähr 22%. Laut Aktionsbündniss sind die Ursachen für den Unterschied vielfältig: zwei Drittel der Lohnlücke entstehen durch schlechtere Bewertung und Bezahlung frauendominierter Berufe oder den hohen Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor. In vielen Branchen fehlen aber auch Frauen in, oftmals gut bezahlten, Führungspositionen.

Schwerpunkt 2013: Lohnfindung im Gesundheitswesen

Henrike von Platen

Die Vorsitzende des Equal Pay Days Deutschland: Henrike von Platen (Equal Pay Day 2013)

Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf den Lohnunterschieden im Gesundheitswesen. In dieser frauendominierten Branche wird teilweise schon in der Ausbildung schlecht vergütet und Frauen nach der Ausbildung schlechter bezahlt als Männer mit gleicher Qualifikation. Bundesministerin Kristina Schröder:”Haben Sie sich schon einmal gefragt, was bei der umsichtigen Arzthelferin in Ihrer Hausarztpraxis, der fürsorglichen Krankenschwester in der Notaufnahme oder der freundlichen Altenpflegerin im Seniorenheim am Ende des Monats auf der Gehaltsabrechnung steht? Viel ist es nicht im Vergleich zu anderen Berufen. Frauen bilden das Rückgrat unserer medizinischen Versorgung, denn 80 Prozent der Beschäftigten in der Gesundheitsbranche sind Frauen. Ihr Einkommen findet sich im Vergleich zu ähnlichen Ausbildungsberufen am unteren Ende des Gehaltsspektrums wieder.”

IKEA zeigt wie es richtig geht

azubister hat mal bei unserem Kunden IKEA nachgehorcht, wie es mit der Gleichberechtigung so aussieht. Und wir haben festgestellt: bei IKEA müssen sich die Mitarbeiter keine großen Gedanken machen. Chancengleichheit ist seit Firmengründung im Unternehmen fest verankert. Konkret bedeutet dies, dass jeder Mitarbeiter für die gleiche Aufgabe auch das gleiche Gehalt bekommt. Für die mehr als 60 Prozent Frauen unter den rund 15.000 Mitarbeitern in Deutschland wirklich beruhigend zu wissen. Und auch bei der Besetzung von Führungskräften wird Gleichberechtigung gelebt: Ziel ist es, die Hälfte der Stellen an Frauen zu vergeben. IKEA ist hier auf einem guten Weg: derzeit liegt der Frauenanteil der Führungskräfte bei rund 45 %, bei den Einrichtungshauschefs und im Top-Management sind es im Augenblick 40 %.

azubister unterstützt die Forderungen des Equal Pay Days. Der Verdienst in vielen Ausbildungsberufen ist bei typischen Frauenberufe vergleichsweise sehr niedrig. Mehr zu dem Thema auch bei uns im Blog.

Kampagnen-Video Equal Pay Day